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  • 20.02.2014           1      Teilen:   |

Songs über Aufbruch und Neubeginn

Der nette Balladen-Onkel von Take That

Artikelbild
Gary Barlow schrieb und produzierte die meisten Songs seiner Band Take That - nun hat er die große Bühne wieder für sich allein (Bild: Universal)

Mit "Since I Saw You Last" präsentiert Gary Barlow ein rundum gelungenes Soloalbum – sein erstes seit fast 15 Jahren.

Von Michael Thiele

Als ernsthafter Musiker ist Gary Barlow seit jeher das Ass im Ärmel von Take That, der größten Boygroup der 1990er Jahre. Seit dem Debüt "Take That And Party" sind es seine Kompositionen, die den entscheidenden Unterschied zu anderen Boybands wie den Backstreet Boys, New Kids On The Block oder Boyzone machen. Sie alle sind nach Jahren der Trennung wiedervereinigt, aber musikalisch irrelevant – außer Take That. Und das wegen Barlow, der, angekommen im Komponisten-Olymp, nebenbei für Legenden wie Shirley Bassey und Agnetha Fältskog arbeitet.

Nach der fulminanten Take-That-Reunion zu fünft samt spektakulärer Europa-Tournee im Jahr 2011 war es nur eine Frage der Zeit, bis Mark Owen, Robbie Williams und nun auch Gary Barlow neue Solo-Alben herausbringen würden. Interessanterweise bewegen sich dabei alle im Rahmen ihres jeweiligen, bekannten Images: Robbie ist noch immer der gewitzte, mit sich selbst hadernde Entertainer, Mark der ewige Pop-Bubi und Gary der nette Balladen-Onkel.

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Elf neue Songs, darunter ein Duett mit Elton John

Ab 21. Februar 2014 im Handel: In seinem Solo-Album "Since I Saw You Last" verzichtet der britische Singer-Songwriter auf zeitgeistigen Zierrat
Ab 21. Februar 2014 im Handel: In seinem Solo-Album "Since I Saw You Last" verzichtet der britische Singer-Songwriter auf zeitgeistigen Zierrat

Letzteres ist alles andere als abwertend gemeint, denn gute Balladen zu schreiben ist eine große Kunst. Dass er die beherrscht, demonstrierte Barlow bereits mit seiner allerersten Single "Forever Love". Er weiß, dass ein Lied, nur weil es langsam ist, nicht automatisch eine gute Ballade abgibt.

"Since I Saw You Last" heißt nun das erste Barlow-Album seit 14 Jahren. Und das hält nach dem Beatles-inspirierten, in dezenten Chorgesang gebetteten Opener "Requiem" etliche Höhepunkte bereit, darunter die prima Vorabsingle "Let Me Go", die Midtempo-Ballade "God" sowie das vergleichsweise abgründige "Dying Inside".

Einzig "Small Town Girls" überschreitet die Grenze zum banalen Radiopop, bleibt aber der einzige Ausfall unter den elf neuen Songs, unter denen sich übrigens auch ein Duett mit Elton John namens "Face To Face" befindet. Textlich beschäftigt sich der 42-Jährige auf "Since I Saw You Last" vor allem mit Aufbruch und Neubeginn.

Insgesamt strebt Barlow auf seinem dritten regulären Album eine Zeitlosigkeit an, was einerseits daran erkennbar ist, dass er auf zeitgeistigen Zierrat verzichtet. Dance-, R&B-, Synthie- oder gar Dubstep-Sounds sucht man bei ihm vergebens. Andererseits hält er sich oft geradezu streberhaft an eine konventionelle Songstruktur, bestehend aus Strophe, Bridge, Refrain usw. Das mag auf manchen altmodisch wirken, macht seine Songs aber einfach nur authentisch.

"Since I Saw You Last" glänzt mit vielen schönen Popmomenten, das Album ist rundum gelungen!

Youtube | Hörprobe aus dem Album: Gary Barlows Duett "Face to Face" mit Elton John
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Homepage von Gary Barlow
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Tags: gary barlow, take that, balladen
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Reaktionen zu "Der nette Balladen-Onkel von Take That"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
20.02.2014
21:36:49


(+1, 1 Vote)

Von Angel


Das ist der mit Abstand beste Artikel, den ich bisher zum Album von Gary Barlow gelesen habe. Daran merkt man, dass sich der Schreiber wirklich mit dem Album beschäftigt hat. Großes Kompliment.
Die restliche Presse in Deutschland könnte sich davon mal eine Scheibe abschneiden. Hut ab! Super geschrieben!!!!!

Das Album ist aus meiner Sicht das mit Abstand beste und persönlichste, das Gary solo produziert hat. 10 Sterne dafür und für Eure Review!


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