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  • 21.02.2014           8      Teilen:   |

Staats-Homophobie

Unis zu homofreundlich: South Carolina kürzt Zuschüsse

Das College of Charleston ist konservativen Republikanern wegen seiner geisteswissenschaftlichen Ausrichtung suspekt - Quelle: Erin & Ben R / flickr / cc by-nd 2.0
Das College of Charleston ist konservativen Republikanern wegen seiner geisteswissenschaftlichen Ausrichtung suspekt (Bild: Erin & Ben R / flickr / cc by-nd 2.0)

Das Parlament des US-Bundesstaates South Carolina hat am Mittwoch die Zuschüsse für zwei öffentliche Universitäten gekürzt, weil sie das Thema Homosexualität behandeln.

Das Repräsentantenhaus verweigert der University of South Carolina Upstate in Spartanburg 17.000 US-Dollar (12.500 Euro), während das College of Charleston auf 52.000 Dollar (38.000 Euro) verzichten muss. Beide Hochschulen hatten in Erstsemester-Pflichtkursen Bücher auf die Leseliste gesetzt, die sich mit LGBT-Rechten beschäftigen.

Bei der University of South Carolina handelt es sich um das Buch "Out Loud: The Best of Rainbow Radio", das sich mit dem ersten schwul-lesbischen Radiosender im Bundesstaat beschäftigt. Das College of Charleston hatte die Autobiografie "Fun Home – Eine Familie von Gezeichneten" von Alison Bechdel als Lektüre ausgewählt. Die Graphic-Novel erzählt von der Selbstfindung einer jungen Lesbe, die im ländlichen Pennsylvania aufwächst. Die Abgeordneten hatten die Gelder der beiden Universitäten um den Betrag gekürzt, den sie in den Erwerb der Bücher gesteckt haben.

Der republikanische Abgeordnete Garry Smith hatte die Kürzungen beantragt. "Ich verstehe schon, was akademische Freiheit bedeutet. Aber hier wird für einen Lebensstil ohne akademische Debatte geworben", so Smith. Er kritisierte, dass das mit mehreren Literaturpreisen überhäufte Buch "Fun Home" seiner Meinung nach "pornografisch" sei.

Demokratische Abgeordnete erklärten, es sei gefährlich, wenn sich das Repräsentantenhaus als Zensor für Universitäten aufspiele. "Wir sind jetzt leider an dem Punkt, an dem wir moralischen Überzeugungen den Universitäten aufdrücken wollen", erklärte die Abgeordnete Gilda Cobb-Hunter. Sie befürchtet, dass dieser Schritt dem Image des Wirtschaftsstandorts South Carolinas schadet.

South Carolina ist ein sehr konservativer Staat, der bis 2003 Homosexualität unter Strafe stellte. 2006 votierten in einem Volksentscheid 78 Prozent der Bevölkerung für ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe. (dk)

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Tags: south carolina, universitäten, usa
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Reaktionen zu "Unis zu homofreundlich: South Carolina kürzt Zuschüsse"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
21.02.2014
17:23:37


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


"Wir sind jetzt leider an dem Punkt, an dem wir unsere moralischen Überzeugungen den Universitäten aufdrücken wollen", erklärte die Abgeordnete Gilda Cobb-Hunter. Sie befürchtet, dass dieser Schritt dem Image South Carolinas schadet.

Das schadet nicht dem Image von South Carolina, das schadet dem Image von Amerika insgesamt. Was soll man sagen, die Republikaner schaffen es noch, dass die ganze Welt über Amerika lacht.


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#2
21.02.2014
20:06:24


(+3, 7 Votes)

Von Robin


Erpressung um Bildung zu verhindern.

Die Studenten sollen schön dumm gehalten werden, damit sie sich leichter führen lassen.

Sowas sollte endlich auf Bundesebene unterbunden werden!!


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#3
22.02.2014
00:56:34


(+2, 6 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Das die gleichen Politiker, die fordern, dass in den Schulen Kreationismus unterrichtet wird.
Verdummbibelte Religioten mit akuter Gehirnerweichung!!!


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#4
22.02.2014
01:17:01


(-5, 7 Votes)

Von anome
Aus Kassel (Hessen)
Mitglied seit 01.10.2013
Antwort zu Kommentar #1 von timpa354


Amerika ist nach wie or die größte Supermacht der Welt, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch und wird dies auch auf absehbare Zeit bleiben. Über ein Land mit einer so beeindruckenden Erfolgsgeschichte lacht niemand, man bewundert es höchstens, auch wenn man mit der ein oder anderen Sache nicht einverstanden ist. Darüberhinaus mag dir entgegen sein, dass die USA in Sachen Homo-Rechte deutlich weiter sind als die große Mehrheit der Staaten weltweit?


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#5
22.02.2014
08:20:36


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #4 von anome


Na, die AfD nähert sich den Republikanern ja mittlerweile an im Lächerlichkeitsfaktor, ich sach´nur Beatrix von Storch.


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#6
22.02.2014
08:52:18


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wieder tut ein US-Bundesstaat alles dafür, um den Shitstorm hoffähig zu machen!


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#7
23.02.2014
16:34:40


(+2, 4 Votes)

Von Hugo


Was kann bei so vorgestrigen dummen als Kommentar schreiben?
Da muß Barack Obama hart durchgreifen.


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#8
25.02.2014
09:31:10


(+4, 4 Votes)

Von Adam
Antwort zu Kommentar #4 von anome


Entschuldige aber bitte nutzt doch mal dein kopf bevor du was schreibst .P

Es gibts Staaten die weitaus weiter sind als die USA was Gleichstellung ,Respekt und Menschenrechte betrifft .....


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