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  • 24.02.2014           11      Teilen:   |

Premiere

Erstmals NBA-Vertrag für offen schwulen Spieler

Artikelbild
Am Sonntag spielte Jason Collins erstmals als schwuler Profi in einer der großen nordamerikanischen Ligen

Zum ersten Mal hat ein Basketballverein in der amerikanisch-kanadischen Profiliga einen offen schwulen Spieler verpflichtet. Auch in der NFL steht eine Verpflichtung bevor.

NBA-Veteran Jason Collins hat als erster offen schwuler Basketballspieler einen Vertrag mit einem US-Profiverein. Die Brooklyn Nets haben am Sonntag bekannt gegeben, dass sie den 35-Jährigen für zunächst zehn Tage testen. Bereits am Abend spielte er erstmals auf Seiten der Nets in einem Heimspiel gegen die Lakers. Collins, ein Center-Spieler, war beim 108:102-Sieg seines neuen Teams elf Minuten lang auf dem Feld. Bei seiner Einwechslung in der Mitte des Spiels wurde er mit großem Applaus vom heimischen Publikum im Staples-Center empfangen.

Der 2,13 Meter große Collins hatte seine Karriere in der angesehenen nordamerikanischen Profiliga 2001 beim Vorgängerclub New Jersey Nets begonnen. Danach spielte er für fünf Vereine, zuletzt bei den Washington Wizards. Nach seinem Coming-out im April 2013 konnte er zunächst keinen Club finden.

Die Vereinsführung der Brooklyn Nets erklärte, die Entscheidung für Collins sei aufgrund von sportlichen Erwägungen gefallen und die Homosexualität des Spielers habe keine Rolle gespielt. Wir mussten die Tiefe unseres Kaders unter dem Korb erhöhen", so Generaldirektor Billy King.

Youtube | Der erste Auftritt von Michael Collins für die Brooklyn Nets
Fortsetzung nach Anzeige


Schwuler NFL-Profi in Wartestellung

Michael Sam könnte der erste offen schwule NFL-Profi werden
Michael Sam könnte der erste offen schwule NFL-Profi werden

Collins war der erste Spieler aus einer der vier großen noradmerikanischen Profiligen (Baseball, Basketball, Eishockey, Football) der sich vor seinem Karriereende outete. In wenigen Monaten könnte ein weiterer offen schwuler Spieler von einem Footballteam verpflichtet werden: Michael Sam, der als einer der vielversprechendsten Verteidiger im College-Football gilt, hatte sich erst vor zwei Wochen geoutet (queer.de berichtete).

Ihm werden gute Chancen eingeräumt, im Mai beim NBA-Draft – einer Art Marktplatz für junge Spieler – von einem Profiteam gekauft zu werden. Pressekonferenzen mit dem Neustar werden in den USA bereits von Nachrichtensendern wie CNN übertragen. Er hatte erst vor wenigen Tagen an die Pressevertreter appelliert, ihn nicht nur als schwule Kuriosität zu sehen: "Ich wünschte, ihr würdet mich einfach fragen: 'Wie geht's beim Footballtraining'. Aber es ist, was es ist. Ich würde mir aber wünschen, dass ihr mich als Michael Sam, den Footballspieler, anseht und nicht als Michael Sam, den schwulen Footballspieler."

Allerdings gibt es auch konservativen Widerstand gegen offen schwule Spieler. So erklärte Bryan Fisher, der Chef der unter Republikanern einflussreichen Lobbygruppe American Family Association: "Sam in der NFL bedeutet das Ende der Religionsfreiheit. Jeder christliche Spieler und Trainer wird dann gezwungen werden, Unzucht für gut zu befinden". (dk)

Youtube | Pressekonferenz mit Michael Sam
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Tags: sport, basketball, football, jason collins, michael sam
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Reaktionen zu "Erstmals NBA-Vertrag für offen schwulen Spieler"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
24.02.2014
14:32:40


(-3, 5 Votes)

Von m123


Es handelt sich um einen 10-Tage-Vertrag für den schwulen Collins.

Noch Fragen?


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#2
24.02.2014
15:05:42
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Felix


Da sieht man wieder mal, dass diese ganzen Behauptungen, ein Outing würde das Karriereende bedeuten nicht stimmen.

Nicht mal zu Beginn der Karriere, aber erst recht nicht, wenn man schon mittendrin steckt und sein Können bereits bewiesen hat.


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#3
24.02.2014
15:49:56


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Glückwunsch, es geht doch!


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#4
24.02.2014
16:04:04


(+5, 5 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Ich habe so den Eindruck, daß Farbige in Amerika mehr Mut haben, sich zu outen. Vielleicht scheint da etwas von der natürlichen afrikanischen Tradition Relikte zu geben.

Ich wünschte mir, daß man in Afrika die Sexualität auch wieder als etwas Natürliches ansehen würde, so wie es einaml war, bevor die Viktorianer alles verdorben hatten. Das Argument, daß Homosexualität nicht der afrikanischen Tradition entspräche ist eine dreiste Lüge!


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#5
24.02.2014
16:27:05


(-1, 5 Votes)
 
#6
24.02.2014
16:35:57


(0, 6 Votes)
 
#7
24.02.2014
19:19:02


(0, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Jadughar


""Ich habe so den Eindruck, daß Farbige in Amerika mehr Mut haben, sich zu outen.""..

Vielleicht sollte sich einmal einer der Spieler als Farbiger outen !?
Nur um zu kucken wie blöd das Publikum aus der Wäsche kuckt..

Und dann brauchen wir noch ein adäquates Äquivalent zu diesem Spot :

Youtube-Video:


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#8
24.02.2014
20:02:54


(+4, 4 Votes)

Von Hugo


"Sam in der NFL bedeutet das Ende der Religionsfreiheit."

Das währe ja wie im Schlarafenland, wenn die religionen sich nicht mehr in die aktive Politik einmischen dürfen.
Ich weiß, ich weiß, ich darf weiter träumen.


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#9
24.02.2014
20:02:57
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von Kerouacly
Antwort zu Kommentar #4 von Jadughar


Sorry, aber der Mut, sich zu outen, ist rassisch bedingt? Das halte ich für totalen Schwachsinn. Das liegt bei jedem Menschen ganz individuell.

Der Eindruck mag vielleicht im Basketball aufkommen, da dort viele Farbige spielen.


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#10
24.02.2014
20:16:13


(+4, 4 Votes)

Von Hugo
Antwort zu Kommentar #4 von Jadughar


"Ich habe so den Eindruck, daß Farbige in Amerika mehr Mut haben, sich zu outen. Vielleicht scheint da etwas von der natürlichen afrikanischen Tradition Relikte zu geben."

Es gibt aber auch genug Farbige was höchst homophob sind.


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