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Am Sonntag spielte Jason Collins erstmals als schwuler Profi in einer der großen nordamerikanischen Ligen

Zum ersten Mal hat ein Basketballverein in der amerikanisch-kanadischen Profiliga einen offen schwulen Spieler verpflichtet. Auch in der NFL steht eine Verpflichtung bevor.

NBA-Veteran Jason Collins hat als erster offen schwuler Basketballspieler einen Vertrag mit einem US-Profiverein. Die Brooklyn Nets haben am Sonntag bekannt gegeben, dass sie den 35-Jährigen für zunächst zehn Tage testen. Bereits am Abend spielte er erstmals auf Seiten der Nets in einem Heimspiel gegen die Lakers. Collins, ein Center-Spieler, war beim 108:102-Sieg seines neuen Teams elf Minuten lang auf dem Feld. Bei seiner Einwechslung in der Mitte des Spiels wurde er mit großem Applaus vom heimischen Publikum im Staples-Center empfangen.

Der 2,13 Meter große Collins hatte seine Karriere in der angesehenen nordamerikanischen Profiliga 2001 beim Vorgängerclub New Jersey Nets begonnen. Danach spielte er für fünf Vereine, zuletzt bei den Washington Wizards. Nach seinem Coming-out im April 2013 konnte er zunächst keinen Club finden.

Die Vereinsführung der Brooklyn Nets erklärte, die Entscheidung für Collins sei aufgrund von sportlichen Erwägungen gefallen und die Homosexualität des Spielers habe keine Rolle gespielt. Wir mussten die Tiefe unseres Kaders unter dem Korb erhöhen", so Generaldirektor Billy King.

Youtube | Der erste Auftritt von Michael Collins für die Brooklyn Nets

Schwuler NFL-Profi in Wartestellung


Michael Sam könnte der erste offen schwule NFL-Profi werden

Collins war der erste Spieler aus einer der vier großen noradmerikanischen Profiligen (Baseball, Basketball, Eishockey, Football) der sich vor seinem Karriereende outete. In wenigen Monaten könnte ein weiterer offen schwuler Spieler von einem Footballteam verpflichtet werden: Michael Sam, der als einer der vielversprechendsten Verteidiger im College-Football gilt, hatte sich erst vor zwei Wochen geoutet (queer.de berichtete).

Ihm werden gute Chancen eingeräumt, im Mai beim NBA-Draft – einer Art Marktplatz für junge Spieler – von einem Profiteam gekauft zu werden. Pressekonferenzen mit dem Neustar werden in den USA bereits von Nachrichtensendern wie CNN übertragen. Er hatte erst vor wenigen Tagen an die Pressevertreter appelliert, ihn nicht nur als schwule Kuriosität zu sehen: "Ich wünschte, ihr würdet mich einfach fragen: 'Wie geht's beim Footballtraining'. Aber es ist, was es ist. Ich würde mir aber wünschen, dass ihr mich als Michael Sam, den Footballspieler, anseht und nicht als Michael Sam, den schwulen Footballspieler."

Allerdings gibt es auch konservativen Widerstand gegen offen schwule Spieler. So erklärte Bryan Fisher, der Chef der unter Republikanern einflussreichen Lobbygruppe American Family Association: "Sam in der NFL bedeutet das Ende der Religionsfreiheit. Jeder christliche Spieler und Trainer wird dann gezwungen werden, Unzucht für gut zu befinden". (dk)

Youtube | Pressekonferenz mit Michael Sam


#1 m123Anonym
#2 FelixAnonym
  • 24.02.2014, 15:05h

  • Da sieht man wieder mal, dass diese ganzen Behauptungen, ein Outing würde das Karriereende bedeuten nicht stimmen.

    Nicht mal zu Beginn der Karriere, aber erst recht nicht, wenn man schon mittendrin steckt und sein Können bereits bewiesen hat.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 JadugharProfil
  • 24.02.2014, 16:04hHamburg
  • Ich habe so den Eindruck, daß Farbige in Amerika mehr Mut haben, sich zu outen. Vielleicht scheint da etwas von der natürlichen afrikanischen Tradition Relikte zu geben.

    Ich wünschte mir, daß man in Afrika die Sexualität auch wieder als etwas Natürliches ansehen würde, so wie es einaml war, bevor die Viktorianer alles verdorben hatten. Das Argument, daß Homosexualität nicht der afrikanischen Tradition entspräche ist eine dreiste Lüge!
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#7 TheDadProfil
#8 HugoAnonym
  • 24.02.2014, 20:02h
  • "Sam in der NFL bedeutet das Ende der Religionsfreiheit."

    Das währe ja wie im Schlarafenland, wenn die religionen sich nicht mehr in die aktive Politik einmischen dürfen.
    Ich weiß, ich weiß, ich darf weiter träumen.
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#9 KerouaclyAnonym
  • 24.02.2014, 20:02h
  • Antwort auf #4 von Jadughar

  • Sorry, aber der Mut, sich zu outen, ist rassisch bedingt? Das halte ich für totalen Schwachsinn. Das liegt bei jedem Menschen ganz individuell.

    Der Eindruck mag vielleicht im Basketball aufkommen, da dort viele Farbige spielen.
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#10 HugoAnonym
  • 24.02.2014, 20:16h
  • Antwort auf #4 von Jadughar
  • "Ich habe so den Eindruck, daß Farbige in Amerika mehr Mut haben, sich zu outen. Vielleicht scheint da etwas von der natürlichen afrikanischen Tradition Relikte zu geben."

    Es gibt aber auch genug Farbige was höchst homophob sind.
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