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Die evangelische Kirche will Gläubige für die Beziehungsvielfalt sensibilisieren

Die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) und die Männerarbeit der EKD haben am Dienstag die Online-Kampagne eine-tuer.de gestartet.

Die interaktiv konzipierte Aktion soll die heute gelebte Vielfalt von Liebes- und Lebensbeziehungen vorstellen. So sind bereits Geschichten online unter dem Titel "Jesus – der biblische Single" oder das Thema "Männerliebe" (Zitat: "Dass es Liebe zwischen Männern gibt, ist sogar dort umstritten, wo so viel von Liebe die Rede ist: in der christlichen Kirche").

"Menschen leben heute in lebenslangen Partnerschaften, sie leben in Patchwork-Gemeinschaften, als Singles, in gleichgeschlechtlichen Beziehungen und als Inter- und Transsexuelle. Sie alle leben in der Zuwendung Gottes", so Pfarrer Gerd Kiefer, Theologischer Vorsitzender der Männerarbeit.

Er verwies dabei auf den Diskussionsbedarf, der unter anderem durch die Orientierungshilfe der EKD aufgegriffen wurde. In dem kontroversen Papier hatte der Rat der Evangelischen Kirche argumentiert, dass homosexuelle Beziehungen aus theologischer Sicht "gleichwertig" mit heterosexuellen Beziehungen seien (queer.de berichtete).

EFiD-Vorsitzende Ilse Falk erklärte, man wolle mit der Seite dazu beitragen, "dass die Menschen in unserer Kirche die heute gelebte Beziehungsvielfalt wertschätzen und das gute Potential, das darin steckt, erkennen lernen".

Die evangelische Kirche hat sich in den letzten Jahren teilweise betont homofreundlich gegeben: So gab das Schwule Netzwerk NRW erst vergangenen Monat bekannt, dass Dr. Volker Jung, der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, in diesem Jahr die Kompassnadel erhält (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr erklärte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in einem Positionspapier, dass homo- und heterosexuelle Beziehungen "gleichwertig" seien (queer.de berichtete). (pm/dk)



23 Kommentare

#1 LucaAnonym
  • 25.02.2014, 14:51h

  • Es wäre nur schön, wenn die evangelische Kirche ihren Worten auch Taten folgen ließe und z.B. in Baden-Württemberg nicht mehr gegen den Bildungsplan hetzen würde.

    Denn ansonsten muss man davon ausgehen, dass das nur Marketing-Gelaber ist, um von der wirklichen Hetze abzulenken.
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#2 AlexAnonym
  • 25.02.2014, 15:19h

  • Wenn das glaubwürdig sein soll, genügt es nicht, nur mal ab und zu nett zu reden, sondern dann muss man auch danach handeln und z.B. als erstes mal den Widerstand gegen volle rechtliche Gleichstellung aufgeben.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 25.02.2014, 15:37h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • Ich seh die Bibelkreise schon im Kreis hyperventilieren. Die werden sich damit viel Ärger einhandeln. Insofern ist das wohl mehr als Marketing.

    Aber ohne den harten Schnitt mit der Evangelischen Allianz gibt es ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 sperlingAnonym
  • 25.02.2014, 18:23h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • >"Aber ohne den harten Schnitt mit der Evangelischen Allianz gibt es ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem."

    man kann es nicht oft genug sagen. danke.

    es ist ja nett, dass es da einige leute vermutlich wirklich gut meinen. aber was nutzt mir das, wenn sie im zweifelsfall immer wieder meine rechte der einheit der kirche opfern? gleichheit und menschenwürde sind eben nichts, was man "so oder so sehen" kann.

    so lange sich die evangelische kirche nicht eindeutig positioniert, bleiben das alles tropfen auf den homophoben stein.
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#6 sperlingAnonym
  • 25.02.2014, 18:36h
  • auf der webseite:

    >"alle gehören dazu: Frauen und Männer, vom anderen oder vom gleichen Geschlecht angezogen, in Paarbeziehung lebend oder alleinstehend, Männer die sich als Frauen fühlen, Frauen, die sich als Männer fühlen, Menschen mit ganz individueller Geschlechtsidentität."

    das verständnis und der respekt enden offenbar schon ganz am anfang: falls mit "frauen, die sich als männer fühlen" transmänner und mit "männer, die sich als frauen fühlen" transfrauen gemeint sein sollen, so kann man nur sagen: gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. diesen verbalen arschtritt gegen die selbstbestimmte identität der betroffenen hätte man sich sparen können. eine minimale recherche hätte die frage, wie man einigermaßen respektvoll über transsexuelle redet, klären können.

    es keimt der verdacht, es hier NICHT mit einem projekt zu tun zu haben, in dem alle betroffenengruppen wirklich selber mitarbeiten. es ist offenbar ein projekt von heteros und vielleicht ein paar quotenschwulen für die eigene ethische wellness.
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#7 sperlingAnonym
  • 25.02.2014, 18:58h
  • Antwort auf #5 von sperling
  • hoppla, mein #5 war natürlich keine antwort an foxxxyness, sondern an goddamn liberal. keine ahnung, wie's passiert ist, die beiden kann man ja eigentlich wirklich nicht verwechseln. aber sicher habt ihr's ohnehin bemerkt...
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 26.02.2014, 02:12h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • @Luca
    "Es wäre nur schön, wenn die evangelische Kirche ihren Worten auch Taten folgen ließe und z.B. in Baden-Württemberg nicht mehr gegen den Bildungsplan hetzen würde. "

    --> Beide Landeskirchen in B-W. haben sich explizit und ausdrücklich von der Petition des Realschullehrers distanziert und wollen NICHTS mit der Petition zu schaffen haben. Aber das ignorierst du als atheistischer Blogger bekanntlich wie immer.

    -------

    Ansonsten es ist sehr erfreulich und löblich, wie sich die EKD verhält. Das bekommt von mir ein grosses Lob für die EKD:
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#9 SmileyEhemaliges Profil
  • 26.02.2014, 10:12h
  • In Vierbuchstaben gibt es ein Belegexemplar. Zum deutlichen Mißfallen einer Reihe Schäfchen nicht in Formaldehyd eingelegt. Bereits bei der Einstellung des schwulen Gottesmanns war ein Teil der "betroffenen" Gemeinde und des Pydelidadelidums* schwer untergeistert von dessen Beziehungsvielfalt, letztes Jahr hat sich der Vorbeter dann eingetragen verpartnert.

    www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-unna-kamen-bergkame
    n-holzwickede-und-boenen/segnung-einer-liebe-die-im-sonnensc
    hein-begann-id8111143.html


    Man munkelt auf einschlägigen Webseiten sei sogar die Bibel zitiert worden, mit jeder Menge """".

    agwelt.de/2013-07/unna-evangelischer-pfarrer-heiratet-mann/

    Erstaunlicherweise hat es am fraglichen Tag weder ein Erdbeben gegeben, noch ist das Kaff in den Fluten versunken, die Stadtkirche steht noch und es wurde niemand vom Blitz erschlagen.

    Gottes Zorn ist eine durch und durch enttäuschende Angelegenheit. Eher ein Zörnchen. Mancher könnte sagen: tuntig.

    Trotzdem fand protestmäßig eher eine Seitwärtsbewegung statt, zu anderen Gemeinden hin, anstelle das sichtbare zornbezügliche Desinteresse des lieben Herrgotts mit Liebesentzug qua Austritt zu quittieren.

    (* der gemeindliche vom lieben Herrgott eingesetzte Hallelujaleitungsausschuß)
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#10 sperlingAnonym