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Noch bis Sonntag messen sich 300 Sportler in der russischen Hauptstadt

Die russische Szene versucht gegen große Widerstände, eine kleine "Gay Games"-Variante in Moskau zu veranstalten – es gab eine Bombendrohung und auch die US-Hotelkette Hilton fiel den Organisatoren in den Rücken.

Hinter verschlossenen Türen finden derzeit in Moskau die ersten "Open Games" statt, an denen rund 300 Menschen aus elf Ländern und 22 russischen Regionen teilnehmen, darunter auch das Discover-Football-Team aus Berlin. Die Spiele, die am Sonntag zu Ende gehen, stehen wie die "Gay Games" allen Sportlern offen, die sich frei von Homophobie beim Tischtennis oder Basketball messen können. In Russland stößt diese Veranstaltung allerdings auf erheblichen Widerstand: So gab es einen anonyme Bombendrohung gegen die Homo-Bar, in der am Mittwochabend die Eröffnungsfeier stattfinden sollte. Außerdem haben die Veranstalter Probleme, Veranstaltungsorte zu finden.

So hat auch das Hilton-Hotel die Reservierung eines Konferenzraumes für eine Debatte fristlos gekündigt, offenbar als Reaktion auf Kritik von homofeindlichen Politikern. Die Hilton-Hotelkette gilt in den USA als äußerst homofreundlicher Konzern, der von der LGBT-Gruppe Human Rights Campaign als perfekter Arbeitgeber für Schwule und Lesben beschrieben wird. Auch andere Veranataltungsorte gaben dem Druck von Homo-Hassern nach.

Steter Tropfer höhlt den Stein


Auch der vierfache US-Olympiasieger Greg Louganis nimmt an den Spielen in Moskau teil (Bild: ABC/Rick Rowell / flickr / by-nd 2.0)

"Open Games"-Organisator Konstantin Jablotzkij hofft trotz der Probleme, dass die Veranstaltung positive Auswirkungen auf die gesellschaftliche Situation hat: "Das Ziel dieser Spieler ist es, der Gesellschaft und den Behörden zu zeigen, dass wir normale Menschen sind", so Jablotzikij in einer Pressekonferenz.

Wegen des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" dürfen die Spiele nicht unter freiem Himmel stattfinden, außerdem müssen sich alle Besucher im Vorfeld anmelden. Auch auf der Website der Spiele ist auf jeder Seite ein Altershinweis "ab 18 Jahren" vermerkt.

Zu den ausländischen Gästen zählen unter anderem die niederländische Sportministerin Edith Schippers und der frühere Turmspringer Greg Louganis aus den USA, der in den 1980er Jahren bei Olympischen Sommerspielen vier Goldmedaillen gewinnen konnte: "Meine Anwesenheit und meine Unterstützung für diese Spiele sollen dazu beitragen, dass Menschen ein wenig mehr über uns erfahren", so Louganis. "Ich zeige auch meine Welt als schwuler Mann, der mit HIV lebt, aber auch gut integriert ist und ein volles Leben lebt". Louganis erklärte, er wolle am Tischtennis-Wettbewerb der Spiele teilnehmen.

Kein Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wollte zu der Veranstaltung kommen, obwohl die Dachorganistion im Vorfeld im Kontakt mit Jablotzikij stand.

Die deutschen Grünen haben Präsident Wladimir Putin gewarnt, die Spiele "zu einem homophoben Jagdfest" zu machen: "Dieses Sportereignis darf nicht durch Putin politisiert und durch Verhaftungen und Hürden gestört werden", so Volker Beck und Özcan Mutlu, der sportpolitische Sprecher der Ökofraktion, in einer gemeinsamen Erklärung. (dk)

Youtube | Greg Louganis über seine Beweggründe, zu den "Open Games" zu kommen


#1 BerlinProfil
  • 27.02.2014, 15:54hBerlin
  • bestimmt ist wieder der PAPST schuld ,

    alle wissen doch wie enorm wichtig der sport für den vatikan ist und welch enormen einfluss mit zahlreichen privilegien die kathokirche in russland geniesst
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 RobbyEhemaliges Profil
#4 RobbyEhemaliges Profil
  • 27.02.2014, 18:24h
  • Der von Diktator Putin angezettelte Homohass geht munter weiter! Es ist wirklich zum KOTZEN!
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#5 YannickAnonym
  • 27.02.2014, 21:59h
  • Bei Russland fürchte ich das allerschlimmste. Jetzt, wo dank der Olympischen Spiele Putin wieder finanziell flüssiger ist und seine Politik international geadelt wurde, wird es dort erst richtig losgehen...
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#6 Anti-VerbündetenAnonym
  • 27.02.2014, 22:51h
  • "So hat auch das Hilton-Hotel die Reservierung eines Konferenzraumes für eine Debatte firstlos gekündigt, offenbar als Reaktion auf Kritik von homofeindlichen Politikern. Die Hilton-Hotelkette gilt in den USA als äußerst homofreundlicher Konzern..."

    Immer so, wie es momentan und ortsbezogen am opportunsten ist!
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#7 RobinAnonym
  • 28.02.2014, 12:32h
  • Wenn man keine Argumente hat, muss man halt drohen...

    Erbärmlich. Nur schlimm für die Leute, die darunter zu leiden haben...
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#8 RobbyEhemaliges Profil
  • 28.02.2014, 18:12h
  • Antwort auf #5 von Yannick
  • Allerdings. Die ersten Zeichen seines neu und diesmal noch heftiger aufgeflammten Hasses kann man ja inzwischen schon an den zahlreichen Verhaftungen sehen. Und ich fürchte, das ist erst der Anfang. Wir können nur hoffen, dass die homophobe 'Bundesmutti' nicht nachzieht...
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#9 Ferrante