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US-Außenminister John Kerry

Der amerikanische Außenminister John Kerry hat am Mittwoch die Verfolgung von Schwulen und Lesben in Uganda mit antisemitischen Gesetzen in Nazi-Deutschland und mit dem Apartheidsregime in Südafrika verglichen.

Bei einer Pressekonferenz in Washington sagte Kerry: "Man könnte den Schwerpunkt dieser Gesetze auf Schwarze oder Juden richten, dann wäre man im Deutschland der 1930er Jahre oder im Apatheids-Südafrika der 1950er oder 60er Jahre", erklärte der 70-Jährige. "Auch damals waren die Gesetze ungeheuerlich falsch in diesen beiden Ländern und das hat sich bis heute nicht verändert".

Kerry nannte die am Montag von Präsident Yoweri Museveni unterschriebene Gesetzesverschärfung "abscheulich" und "moralisch verwerflich". Er erinnerte daran, dass Homosexualität nach wie vor in 78 Ländern verboten sei. "Die homofeindliche Bewegung gibt es an mehreren Orten in der ganzen Welt; das ist nicht nur ein afrikanisches Problem, es ist ein weltweites Problem und wir ringen heute damit und werden morgen damit ringen". Die Gesetze seien eine "enorme Herausforderung".

Das neue ugandische Gesetz droht Schwulen und Lesben mit lebenslang und sieht auch mehrjährige Haftstrafen für Unterstützer vor.

Die Vereinigten Staaten überprüfen wegen des Gesetzes ihr Engagement in Uganda. Washington überweist derzeit pro Jahr 485 Millionen US-Dollar (355 Millionen Euro) an Entwicklungshilfe nach Uganda. Damit werden insbesondere Gesundheitsprojekte – meist zur Bekämpfung von HIV/Aids – sowie Polizei- und Militär-Training gefördert.

Präsident Museveni, der bereits seit 1986 an der Macht ist, gilt wie viele andere Politiker aus Uganda als überzeugter Homo-Hasser. Er erklärte wiederholt, dass er Homosexualität als Produkt des dekadenten Westens ansehe. In einem Brief ans Parlament schrieb er etwa vergangenes Jahr: "Man kann Abartigkeit nicht als alternative Orientierung bezeichnen. Junge Frauen würden lesbisch werden, wenn sie nicht mit Männern zusammen seien und so "sexuell verhungern". (dk)



#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 27.02.2014, 15:56h
  • Nun, die amerikanischen Arbeitslosen werden sich auf 485 Millionen Dollar zusätzlich sehr freuen.
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#2 KMBonnProfil
  • 27.02.2014, 16:02hBonn
  • Tja, dann soll er den Worten mal Taten folgen lassen. Der Umgang mit Nazi-Deutschland und Südafrika ist ja bekannt.
    Totale Blockade für solche Menschenrechtsverletzungen, als da wären Stop der Entwicklungshilfe, Reiseverbote für Regierungsangehörige, Aussetzen von diversen Projekten, Einfrieren der Konten und ja, wie wäre es, wenn man z.B. mal schaut, inwieweit man evangelikale und katholische Hetzer und deren Organisationen ähnlich behandelt wie terroristische Vereinigungen?
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#3 TorbyAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 goddamn liberalAnonym
  • 27.02.2014, 17:23h
  • Kerry ist ein Pionier.

    Soweit einzusehen, dass wir Menschen mit Menschernrechten sind, sind die GroKo-Politiker noch lange nicht. Möchte nicht wissen, welche Kontakte Kauders Evangelische Allianz zu afrikanischen Hetzern und Vernichtern hat.
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#6 RobbyEhemaliges Profil
#7 MikeschAnonym
#8 RobbyEhemaliges Profil
#9 YannickAnonym
  • 27.02.2014, 22:02h
  • Vollkommen richtig!

    Ich hoffe, es bleibt nicht nur bei Worten, sondern dass auch endlich Sanktionen folgen.

    Nur finanzielle Sanktionen können wirklich etwas ändern oder wie lange will man sich noch von solchen Despoten verarschen lassen und die sogar noch im Amt halten...
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#10 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 27.02.2014, 22:08h

  • "...und das hat sich bis heute nicht verändert".

    Was ist denn in den gefahren? Meint der das ernst??
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