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  • 27.02.2014           15      Teilen:   |

Homo-Verfolgung

US-Außenminister vergleicht Uganda mit Nazi-Deutschland

US-Außenminister John Kerry
US-Außenminister John Kerry

Der amerikanische Außenminister John Kerry hat am Mittwoch die Verfolgung von Schwulen und Lesben in Uganda mit antisemitischen Gesetzen in Nazi-Deutschland und mit dem Apartheidsregime in Südafrika verglichen.

Bei einer Pressekonferenz in Washington sagte Kerry: "Man könnte den Schwerpunkt dieser Gesetze auf Schwarze oder Juden richten, dann wäre man im Deutschland der 1930er Jahre oder im Apatheids-Südafrika der 1950er oder 60er Jahre", erklärte der 70-Jährige. "Auch damals waren die Gesetze ungeheuerlich falsch in diesen beiden Ländern und das hat sich bis heute nicht verändert".

Kerry nannte die am Montag von Präsident Yoweri Museveni unterschriebene Gesetzesverschärfung "abscheulich" und "moralisch verwerflich". Er erinnerte daran, dass Homosexualität nach wie vor in 78 Ländern verboten sei. "Die homofeindliche Bewegung gibt es an mehreren Orten in der ganzen Welt; das ist nicht nur ein afrikanisches Problem, es ist ein weltweites Problem und wir ringen heute damit und werden morgen damit ringen". Die Gesetze seien eine "enorme Herausforderung".

Das neue ugandische Gesetz droht Schwulen und Lesben mit lebenslang und sieht auch mehrjährige Haftstrafen für Unterstützer vor.

Die Vereinigten Staaten überprüfen wegen des Gesetzes ihr Engagement in Uganda. Washington überweist derzeit pro Jahr 485 Millionen US-Dollar (355 Millionen Euro) an Entwicklungshilfe nach Uganda. Damit werden insbesondere Gesundheitsprojekte – meist zur Bekämpfung von HIV/Aids – sowie Polizei- und Militär-Training gefördert.

Präsident Museveni, der bereits seit 1986 an der Macht ist, gilt wie viele andere Politiker aus Uganda als überzeugter Homo-Hasser. Er erklärte wiederholt, dass er Homosexualität als Produkt des dekadenten Westens ansehe. In einem Brief ans Parlament schrieb er etwa vergangenes Jahr: "Man kann Abartigkeit nicht als alternative Orientierung bezeichnen. Junge Frauen würden lesbisch werden, wenn sie nicht mit Männern zusammen seien und so "sexuell verhungern". (dk)

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Tags: uganda, usa, john kerry
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Reaktionen zu "US-Außenminister vergleicht Uganda mit Nazi-Deutschland"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
27.02.2014
15:56:51


(-5, 5 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Nun, die amerikanischen Arbeitslosen werden sich auf 485 Millionen Dollar zusätzlich sehr freuen.


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#2
27.02.2014
16:02:20


(+9, 9 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Tja, dann soll er den Worten mal Taten folgen lassen. Der Umgang mit Nazi-Deutschland und Südafrika ist ja bekannt.
Totale Blockade für solche Menschenrechtsverletzungen, als da wären Stop der Entwicklungshilfe, Reiseverbote für Regierungsangehörige, Aussetzen von diversen Projekten, Einfrieren der Konten und ja, wie wäre es, wenn man z.B. mal schaut, inwieweit man evangelikale und katholische Hetzer und deren Organisationen ähnlich behandelt wie terroristische Vereinigungen?


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#3
27.02.2014
16:44:52
Via Handy


(-8, 10 Votes)

Von Torby


Das Geld würde ich lieber in das Militär stecken.


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#4
27.02.2014
16:59:30


(-7, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ach Herr Kerry, was wissen Sie schon!


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#5
27.02.2014
17:23:10


(+7, 9 Votes)

Von goddamn liberal


Kerry ist ein Pionier.

Soweit einzusehen, dass wir Menschen mit Menschernrechten sind, sind die GroKo-Politiker noch lange nicht. Möchte nicht wissen, welche Kontakte Kauders Evangelische Allianz zu afrikanischen Hetzern und Vernichtern hat.


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#6
27.02.2014
18:27:00


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Hut ab! Wenigstens einer, der den Mumm hat, mal Klartext zu reden.


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#7
27.02.2014
18:47:45


(-4, 6 Votes)

Von Mikesch


Mal gespannt, ob sich ein Rat zu diesem "unsäglichen Vergleich" äußern wird.


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#8
27.02.2014
21:14:09
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User Robby
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Eine verdammte Menge MEHR als DU. Er ist Amerikaner und kennt daher sein Land. DU NICHT! Wie willst DU dann große Töne spucken?!


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#9
27.02.2014
22:02:44


(+3, 5 Votes)

Von Yannick


Vollkommen richtig!

Ich hoffe, es bleibt nicht nur bei Worten, sondern dass auch endlich Sanktionen folgen.

Nur finanzielle Sanktionen können wirklich etwas ändern oder wie lange will man sich noch von solchen Despoten verarschen lassen und die sogar noch im Amt halten...


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#10
27.02.2014
22:08:43
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User DavidJacob


"...und das hat sich bis heute nicht verändert".

Was ist denn in den gefahren? Meint der das ernst??


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