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  • 27.02.2014           100      Teilen:   |

Sebastian Kurz

ÖVP-Außenminister: LGBT-Grundrechte "niemals verhandelbar"

Dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz bereitet die LGBT-Verfolgung "große Sorgen" - Quelle: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz bereitet die LGBT-Verfolgung "große Sorgen" (Bild: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten)

Mit scharfen Worten hat sich der österreichische Außenminister Sebastian Kurz in einer Pressemitteilung die Verfolgung von sexuellen Minderheiten in rund 80 Ländern kritisiert.

"Die zunehmende Diskriminierung und sogar Kriminalisierung von homosexuellen, bisexuellen, trans- oder intersexuellen Personen (LGBTI) in einigen Staaten bereitet mir große Sorgen. Jeder Gesellschaft sind ihre kulturellen Werte wichtig, die universellen Menschenrechte, und einfach die Würde des Menschen sind jedoch niemals verhandelbar", so der 27-jährige Politiker der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Er bezieht sich dabei ausdrücklich auf die Gesetzesverschärfungen in den afrikanischen Staaten Uganda und Nigeria, aber auch auf das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" in Russland.

"Die Achtung der universellen Menschenrechte und Toleranz ist Grundlage einer friedlichen und stabilen Gesellschaft. Dialog schafft das notwendige Bewusstsein für die Anliegen von LGBTI-Personen", erklärte der Außenminister. Er forderte ein kohärentes Vorgehen der Europäischen Union in diesem Bereich. "Leider ist auch in der EU Homophobie weiterhin stark verbreitet. Es ist unsere Verantwortung und ich appelliere daher an alle, den Schutz der Rechte von LGBTI-Personen weltweit zu gewährleisten", so Kurz.

Das österreichische Außenministerium hatte bereits am Montag angekündigt, nach Verabschiedung des Gesetzes in Uganda die Entwicklungshilfe an das ostafrikanische Land "grundsätzlich zu überdenken", weil die Menschenrechte ein "zentrales Kriterium" für die Vergabe von Geldern sein müssten.

In Deutschland hat sich dagegen das SPD-geführte Außenministerium nach der Gesetzesverschärfung in Uganda bislang nicht geäußert. Lediglich der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung kritisierte die Gesetzesverschärfung.

Sebastian Kurz ist seit Dezember 2013 österreichischer Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten in einer Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP. (dk)

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Tags: österreich, sebastian kurz, uganda, nigeria
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Reaktionen zu "ÖVP-Außenminister: LGBT-Grundrechte "niemals verhandelbar""


 100 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
27.02.2014
17:24:32


(-9, 15 Votes)

Von Coming out


Ich wusste, dass er heimlich schwul ist.


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#2
27.02.2014
17:34:26


(+14, 14 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Coming out


Na ja.

Egal.

Jedenfalls fällt einem da bei einem ÖVP-Ösi schon verblüfft die Kinnlade runter.

Jens Spahn ist nicht heimlich schwul, aber ein menschenrechtspolitischer Feigling ist er doch.


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#3
27.02.2014
17:47:37


(+3, 11 Votes)

Von m123


Er ist gegen die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare, d. h. gegen die Öffnung der Ehe und gegen das volle Adoptionsrecht.

Noch Fragen?


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#4
27.02.2014
18:40:31


(+12, 14 Votes)

Von Mikesch
Antwort zu Kommentar #3 von m123


Dennoch insoweit deutliche Worte, die ich hier bei uns vermisse.


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#5
27.02.2014
19:09:08


(+10, 10 Votes)

Von Ein Münchner


Ich kann die Position nur auf das Energischte UNTERSTÜTZEN! Kein Geld mehr für diese Verbrecherstaaten und konservativen Potentaten in Afrika, die mit Schwulenhatz nur von ihrer korrupten Politik ablenken wollen und damit Menschenrechte mit den Füßen treten. Pfui! Sperrt ihre Privaten Konten und lasst Sie die Konsequenzen Ihres Handlens am eigenen Leib spüren! Erst dann tut's weh. Nur so können Veränderungsprozesse unterstützt werden.


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#6
27.02.2014
22:01:24


(+8, 10 Votes)

Von Yannick


Danke für die deutlichen Worte, denen hoffentlich auch Taten folgen (z.B. als erstes schon mal finanzielle Sanktionen, die erfahrungsgemäß als einziges etwas bringen).

Und glaubwürdiger wäre das natürlich auch, wenn Österreich GLBT endlich vollkommen gleichstellen würde!


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#7
27.02.2014
23:31:27


(+10, 10 Votes)

Von Baksis
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Ein Münchner


Richtig so!


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#8
28.02.2014
09:18:24


(-14, 14 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Beim Wiener Opaball war ganz schön Halligalli und einer mittendrin:

Link zu www.kleinezeitung.at

Das Geschwafel des Außenminister von Ösiland ist unerträglich! Man will Gelder "überdenken", heißt, es bleibt sowieso alles beim alten. Das Jüngelchen hat doch überhaupt keine Ahnung und er muß sich schon hochgeschlafen haben, um ein solches Amt zu bekleiden!


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#9
28.02.2014
10:13:29


(+7, 7 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #8 von FoXXXyness


"Das Jüngelchen hat doch überhaupt keine Ahnung und er muß sich schon hochgeschlafen haben, um ein solches Amt zu bekleiden!"

1. Das überhaut von seiten der Politik ein offizielles Statement kommt, ist wenigstens mal ein Anfang. Im KönigInnenreich Merkel herscht wie so oft beschämendes Schweigen und Aussitzeritis.

2. Mir sind im Zweifel unerfahrene Jüngelchen lieber als seniele Tattergreise, siehe Simbabwe als nur ein Beispiel unter vielen.

3. "... muß sich schon hochgeschlafen haben", aber leider weder mit mir noch mit dir, mein Bester.

---
Ich lese deine Kommentare in der Regel gerne, aber heute scheint nicht dein Tag zu sein.

Küsschen aus Frankfurt


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#10
28.02.2014
11:52:49


(+11, 11 Votes)

Von thorium222
Aus Mr (Hessen)
Mitglied seit 10.02.2011


Wow, und das von einem ÖVP-Politiker! Einsicht at last! Da sollte sich das CDU/CSU-Trauerspiel aber echt mal ein Beispiel nehmen. Aber nein, dort machen ja peinliche Leute wie das Doofrind und Katharina Reichlich Bescheuert Karriere.


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