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  • 28.02.2014           77      Teilen:   |

Streit um Bildungsplan

Stuttgart: Homo-Hasser und LGBT-Aktivisten rufen zu Demos auf

Artikelbild
Vor einem Monat fanden sich fundamentalistische Christen und Rechtspopulisten zum ersten Mal in ihrer Demonstration gegen Homosexuelle zusammen

Nach französischem Vorbild wollen Bildungsplan-Gegner am Samstag gegen "Homosexuelle und andere sexuell abweichend Veranlagte" demonstrieren – LGBT-Aktivisten planen Gegenaktionen.

Zeitgleich zur zweiten Kundgebung von Homo-Hassern binnen eines Monats rufen in Stuttgart die CSD-Organisatoren und anderen LGBT-Gruppen für Samstagnachmittag zur Gegendemonstration "Für einen vielfältigen Bildungsplan 2015" auf. Mit einer Kundgebung, einem Schweigemarsch und einem Informationsstand wollen die Aktivisten für eine Versachlichung der Debatte werben. So erweckten die meist aus dem christlich-fundamentalistischen Umfeld stammenden Bildungsplan-Gegner den Eindruck, in Schulen solle für Homosexualität "geworben" werden und es stünde die Vermittlung von Sexualpraktiken auf dem Lehrplan, heißt es auf der Facebook-Seite der Organisatoren. "Das Thema wird dabei alleinig auf den Sex verkürzt und alle weiteren Aspekte von Liebe, Verantwortung und Respekt ausgeblendet. So werden Ängste geschürt und die Pläne der Landesregierung falsch interpretiert", so die CSD-Organisatoren.

Die Initiative "Besorgte Eltern Baden-Württemberg" hatte bereits vor einem Monat gegen Homosexualität demonstriert (queer.de berichtete). Dabei kam es zu Rangeleien und Festnahmen. In Anlehnung an die gewalttätigen Proteste gegen die Ehe-Öffnung in Frankreich bezeichnen die Bildungsplan-Gegner die Protestaktion jetzt als "Demo für alle", eine direkte Übersetzung von "Manif pour tous".

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Homosexuelle sollen "bürgerlich handeln"

Auf der "Demo für alle"-Kampagnenseite werfen die Aktivisten Homosexuellen vor, sich nicht mehr wie in der Vergangenheit zu verstecken: "Wir haben nichts gegen homosexuelle Menschen. Aber sie sollten nicht versuchen, ihre Lebensweise als Normalität darzustellen", heißt es in dem Text. Von Schwulen und Lesben wird gefordert, dass sie nicht mehr als "Propagandisten" über ihre sexuelle Orientierung reden: "Wir erwarten, dass Homosexuelle und andere sexuell abweichend Veranlagte als Bürger in der Republik ebenso in erster Linie bürgerlich handeln wie wir es tun", heißt es. Und weiter: "Wir wenden uns lediglich als besorgte Eltern gegen die Beeinflussung unserer Kinder!"

Die Bildungsplan-Gegner werden sich am Samstag um 14 Uhr auf dem Schlossplatz treffen, während sich die LGBT-Aktivisten zur gleichen Zeit auf dem Marktplatz zusammenfinden. Von 10 bis 18 Uhr informiert auf der Königstraße (Höhe Kronenstraße, Kaufhof) zudem ein Infostand der LGBT-Aktivisten über den Bildungsplan. Im Anschluss an die Kundgebung zieht ab 15 Uhr ein Schweigemarsch gegen das Vergessen im Gedenken an die Opfer heteronormativer Gewalt und geschlechtlicher Zwangszurichtungen durch die Innenstadt. Dieser Marsch wird von Netzwerk intraBW sowie von ATME e.V. organisiert.

Der grün-rote Entwurf zum Bildungsplan 2015 sieht vor, dass in Schulen künftig die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" behandelt werden soll. Dabei sollen Themen wie Homo-, Bi- und Transsexualität im Unterricht intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Auch die Oppositionsparteien CDU und FDP machen gegen den Bildungsplan Stimmung: Während der christdemokratischen Oppositionsführer den Bildungsplan als "Ideologie" bezeichnet, erklärte der liberale Fraktionschef, dass Homosexuelle "nicht gleichwertig" seien. (dk)

  Demos von LGBT-Aktivisten am 1. März in Stuttgart
ab 10 Uhr: Infostand auf der Königstraße, Höhe Kronenstraße/Kaufhof

14 Uhr: Kundgebung für Vielfalt auf dem Marktplatz

15 Uhr: Schweigemarsch durch die Innenstadt
Links zum Thema:
» Kundgebung für sexuelle Vielfalt
» Schweigemarsch
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Tags: bildungsplan, baden-württemberg, schule
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Reaktionen zu "Stuttgart: Homo-Hasser und LGBT-Aktivisten rufen zu Demos auf"


 77 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
28.02.2014
13:22:12


(+12, 14 Votes)

Von klimaforscher


" In Anlehnung an die gewalttätigen Proteste gegen die Ehe-Öffnung in Frankreich bezeichnen die Homo-Hasser die Protestaktion jetzt als "Demo für alle", eine direkte Übersetzung von "Manif pour tous"."

"Selbst bei den Befragten, die einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben, sind etwa die Hälfte der Eltern ängstlich besorgt, wenn es um deren Zukunft geht. Bei den arbeitslosen Kindern sind es 80 Prozent[2]. Die wirtschaftlich schlechten Zeiten knüpfen das Familienband enger, sie wird als Rückzugsort und Halt geschildert. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten bekommt elterliche Unterstützung."

"Zu den Widersprüchen in den Beziehungen zu den Älteren gehört aber auch, dass die Mehrheit der Jugendlichen sich dafür auspricht, dass die Renten sicher sind. Man will die Eltern versorgt sehen,...!

Von der Politik erwarten die Jugendlichen nur mehr wenig; sie sind gut informiert, dies führt aber oft, etwa bei der Hälfte, vornehmlich zur Desillusionierung und zu einem Bild der Politiker - und auch der Medien -, das Verachtung zeigt. 46 Prozent äußern, dass sie überhaupt kein Vertrauen in Politiker haben.
Die Hälfte ist der Meinung, dass alle Politiker korrupt sind. 64 Prozent sagen, dass Politiker noch etwas Macht haben, sie aber schlecht nutzen. 90 Prozent (!) sind der Auffassung, dass Politiker ihre Macht an die Finanzwelt abgegeben haben. Sie glauben nicht sehr an die Möglichkeiten der Politik."

Link zu www.heise.de


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#2
28.02.2014
13:26:10


(+13, 13 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Dieser rechte deutsche Bodensatz soll sich ruhig öffentlich zeigen. Das sind die Leute die kein Mensch in seiner Firma haben will, weil sie das Betriebsklima vergiften mit ihrer Engstirnigkeit und ihrer mangelnden Kreativität. Ich hoffe sie haben kein leichtes Spiel.Währet den Anfängen, Hitler fing ja auch mal klein an, worin das endete, sollte der ganzen Welt eine Warnung sein und besonders uns. Einmal deutsches Reich reicht.


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#3
28.02.2014
13:28:50
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Luca


Da sieht man wieder mal, dass es den Homohassern gar nicht um den Bildungsplan geht, sondern die wollen einfach nur Hass verbreiten.

Die benutzen den Bildungsplan nur, um Ängste zu schüren.

Und auf sowas will die grün-rote Landesregierung zugehen.


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#4
28.02.2014
13:28:59


(+11, 15 Votes)

Von m123


"Nein zur Überbetonung einzelner Gruppen!"

Wer mit so einem Plakat auf einer Demo gegen Homosexuelle auftaucht, liefert bereits einen Widerspruch in sich selbst. Es sind ja gerade diejenigen, die uns hassen, die uns überbetonen, weil sie partout nicht wollen, dass wir gleiche Rechte erhalten und akzeptiert werden.

Dass die SPD die rechtliche Gleichstellung nicht durchgesetzt hat wird nun von diesen Hassgruppen ausgenutzt werden, nach französischem Vorbild. Volksverhetzung pur wird das werden. Und wenn die Medien dann darüber berichten, dann kreischen die Hassgruppen gleich wieder "Gibt es nichts Wichtigeres?" oder "Es nervt langsam, dass die Medien dauernd über eine winzige Minderheit berichten". So nach dem Motto erst gegen Homosexuelle hetzen und dann sich darüber beschweren, dass die Medien darüber berichten. Da zeigt sich die ganze Erbärmlichkeit dieser Hassgruppen.

Ich glaube wir sollten den Hassgruppen knallhart Paroli bieten. Die beste Methode ist, denke ich, diesen Hassgruppen mit einem gewissen satirischen Humor zu begegnen, d. h. sie durch den Kakao zu ziehen. Das mögen diese Hassgruppen nämlich überhaupt nicht. Und auch wenn es ein ernstes Thema ist, so wirkt Humor am besten um diesen Hassgruppen ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Auch gleichgeschlechtliche Küsse vor diesen Hassgruppen sind ein gutes und starkes symbolisches Gegengift.


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#5
28.02.2014
13:30:37
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Von diesen perversen Homo-Hassern werde ich mir grade noch vorschreiben lassen, WIE ich zu leben und WEN ich zu lieben habe! Die haben doch alle einen an der Klatsche! So lange ich lebe, werde ich 'offen schwul' leben und mein Schwulsein auch zeigen!


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#6
28.02.2014
13:32:24
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Felix


Die Homohasser wollen nach französischem Vorbild, Gewalt nach Deutschland holen.

Diese geistigen Brandsätze müssen gestoppt werden, ehe sie noch das ganze Land mit ihrem Hass infizieren und mit Gewalt überziehen.


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#7
28.02.2014
13:33:46


(+11, 11 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #1 von klimaforscher


Tja diese Hoffnungslosigkeit haben die 1% doch gut hinbekommen, sie finden das ja auch noch furchtbar lustig, wie ich neulich in einer amerikanischen Zeitung lesen konnte. Diese Menschen vergessen vor lauter Gier aber eins, wenn sie weiter so machen wie bisher, werden sie hinter Gittern leben müssen ,wie die Menschen in Mexiko, weil sie sich vor der verarmten Bevölkerung schützen müssen, denn wenn Menschen nichts mehr zu verlieren haben, werden sie sehr gefährlich.


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#8
28.02.2014
13:33:51
Via Handy


(+17, 17 Votes)

Von Simon H


Bitte geht zahlreich zu den Gegen-Demos und zeigt deutlich Eure Meinung.


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#9
28.02.2014
13:42:52


(+12, 14 Votes)

Von sperling


>"...traditionelle Familie, wie sie seit tausenden von Jahren selbst in den verschiedensten Kulturen gelebt wird"

geschichte immer geschwänzt? ein weiteres argument, solchen leuten nicht die erziehung von kindern allein zu überlassen.

>"Was wäre, wenn z.B. Christen (eine weitaus größere Gruppe!) andauernd versuchen würden, als solche Einfluss zu erlangen? Wenn sie erwarten würden, dass nicht nur alle anderen sich nach ihren Maßstäben und Urteilen richten, sondern ihre Einstellungen sogar gut heißen und Kritik unterlassen?"

was soll denn da der konjunktiv? ist das grammatikschwäche oder polemik?

>"Schon der Begriff Homophobie wurde als politischer Kampfbegriff geschaffen. Es geht uns nicht um persönliche Ablehnung eines abnormen [!] Sexualverhaltens, um religiöse Urteile oder gar um Diffamierung."

niemand will Sie beleidigen, Sie arsch!

>"Wir, die Bürgerinitiative Schützt unsere Kinder, sind Bürger, die bisher noch nie politisch aktiv waren"

kann bitte ein_e investigative_r journalist_in mal herasufinden, wer wirklich dahinter steckt?


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#10
28.02.2014
13:48:59


(-13, 17 Votes)

Von Christianophobie


Eine demokratische Diskussion immer nur auf Hass-Debatte reduzieren wollen ist ein Fehler: wer "Homo-Hasser" sagt, bekommt "christianophob" zurück. Und ? So was ist kontraproduktiv und führt eigentlich nur zu einem: eine stille und totale Absagung aller (Bildungs)pläne hinter den politischen Kulissen. Damit es eben keinen Hass mehr und etwas Ruhe gäbe.


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