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  • 03. März 2014, noch kein Kommentar

Nicht nur Botschafter Andreas darf ein Shirt vollschwitzen

"Sportler gegen Stigma" engagiert sich für Offenheit gegenüber Menschen mit HIV. Für ein persönliches Statement erhalten Fans auf der Website der Initiative ein Fan-Shirt.

Sport kann HIV zwar nicht heilen, aber verbessert das Leben von Positiven ungemein: Denn das Immunsystem wird durch Bewegung gestärkt und die Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten deutlich verringert – dazu kommen die ganzen anderen erstrebenswerten Auswirkungen, die Gruppensport haben kann, allen voran natürlich Geselligkeit.

Um Vorurteilen entgegenzutreten und allen Menschen unabhängig von ihrem HIV-Status den Mut zu geben, sich sportlich einzubringen, engagiert sich die Initiative "Sportler gegen Stigma" für die Integration von Positiven.

Auf ihrer Website präsentieren die Aktivisten neben Ernährungs- oder Gesundheitstipps auch Botschafter, die die Message offen vertreten: "Wir wollen andere bewegen, etwas zu bewegen – bei sich selbst und in der Gesellschaft", so das Credo.

Das Ziel: mehr Wissen und Toleranz im Umgang mit HIV

Als besonderes Schmankerl verschickt "Sportler gegen Stigma" ein kostenloses Fan-Shirt an Interessenten, das auf der Website von Botschafter Andreas vorgestellt wird. Um selbst ein sexy Hemd vollschwitzen zu dürfen, gibt es eine kleine Voraussetzung: Man muss ein kurzes Statement abgeben, das dann auf der Website veröffentlicht wird.

Der Hintergedanke: Eine große Fan-Schar soll dazu beitragen, dass mehr Wissen und Toleranz im Umgang mit dem Thema HIV die breite Öffentlichkeit erreicht. So verfasste Fan Björn das Statement: "Nur wenn wir Toleranz leben, werden wir Ausgrenzungen verhindern!" – und Heiko merkt schlicht an: "Sport ist Leben!"

"Sportler gegen Stigma" ist aus dem Projekt B42 hervorgegangen, das im Jahr 2007 vom Pharmaunternehmen AbbVie (damals noch Abbott) gemeinsam mit dem Aidsaktivisten Joachim Franz ins Leben gerufen wurde. Damals konnten sich HIV-positive Menschen konnten sich um einen der zwanzig Plätze im Team B42 bewerben. Anschließend trainierten sie unter professioneller Anleitung gemeinsam mit Freiwilligen ein Jahr lang für einen gemeinsamen Traum: bei einem großen Marathon über die Startlinie zu laufen. Das Projekt zeigte eindrücklich, dass man auch mit dem Virus über sich hinauswachsen kann. (cw)