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Wellington Das Parlament von Neuseeland hat am Donnerstag den Weg für die Einführung einer Homo-Ehe freigemacht. Gleichgeschlechtliche Paare können damit bereits ab April eine "Bürgerliche Partnerschaft" eingehen, die auch heterosexuellen Paaren offen stehen wird. 65 der 120 Abgeordneten stimmten für die Gesetzesvorlage der Labour-Regierung, die gleichgeschlechtliche Paare weitgehend Eheleuten gleichstellt. Die katholische Kirche Neuseelands hatte am vergangenen Sonntag in einem Hirtenbrief die Gläubigen dazu aufgerufen, allen Pro-"Homoehe"-Abgeordneten bei den Parlamentswahlen im kommenden Jahr einen Denkzettel zu verpassen, berichtet die katholische Nachrichtenagentur KNA. Neben einigen konservativen Abgeordneten, die sich mit Schwulen und Lesben zuvor getroffen hatten, stimmte auch der einzige moslemische Abgeordnete für die Homo-Ehe. "Wenn Muslime hier in Neuseeland Gleichberechtigung fordern, dann können wir das anderen Gruppen nicht verwehren", sagte Ashraf Choudhary von der konservativen PNZF. Der christliche Kollege Paul Adams von der Oppositionspartei UF hingegen fastete 21 Tage vor der Abstimmung gegen die Homoehe in der erklärten Hoffnung auf göttliches Eingreifen, so die KNA. (nb/pm)



#1 gerdAnonym
  • 09.12.2004, 16:45h
  • Herzlichen Glückwunsch dann nach Neuseeland, das dann uns auch "überrundet" hat

    Während wir hier immer noch um das liebe Geld im Steuerrecht, das Ehepaare mit ihrem Gang zum Standesamt steurelich vergünstigt bekommen, kämpfen, ist Neuseeland damit bereits weiter.

    Dann sollten wir also demnächst lieber nach Neuseeland als nach Australien in den Urlaub reisen....
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#2 JuliaAnonym
  • 09.12.2004, 20:00h
  • Ja, genau Gerd.

    Ich gratuliere die Nieuw Zeelander mit ihren Errungenschaft.

    Was Australien anbelangt, so eine Konservatieve Regierung, wie Bush.
    Howard is a Coward. Er ist wie Bush, ein Homophob.

    Grüße, Julia
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#3 manni2Anonym
  • 09.12.2004, 20:26h
  • Herzlichen Glückwunsch...

    wenn ich hier and Deutschland denke, was Rot Grün uns versprochen hat...was bis jetzt umgesetzt
    wurde.......und wenn ich nur and STOIBER und die MERKEL denke.......
    wir wandern aus nach wohin? Neuseeland natürlich!!!!
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#4 NickAnonym
  • 09.12.2004, 22:10h
  • Nein nein, warum auswandern.... und somit nicht mehr den Ewig-Gestrigen entgegen treten? Wenn wir bei denen nicht mehr präsent sind, denken die noch, es gäbe uns nicht mehr..... und sie hätten die Homosexualität ausgerottet. Ausgerechnet....

    Dann lieber hier bleiben und weiter kämpfen! Oder?
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#5 fällt das vom Himmel?Anonym
  • 09.12.2004, 22:24h
  • Wer die Öffnung der Ehe will, soll hier nicht jammern, sondern in den LSVD eintreten und was tun.
    Schon das heute Erreichte ist wirklich nur wenigen Aktiven und nicht den ewigen Nörglern zuverdanken.

    also nicht meckern! handeln!

    www.lsvd.de
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#6 wolfAnonym
  • 10.12.2004, 08:07h
  • bravo neuseeland, zeigt es uns doch wieder einmal mehr in welchem bigotten land wir leben.
    wenn wir uns weiter als spielball parteipolitischer interessen benutzen lassen, sind wir selbst schuld !
    aber ist ja auch kein wunder, ein staat, der vor 35 jahren noch mit 30% abgaben, ein wirtschaftswunderland schaffte und heute bei fast 60% (inkl. mehrwertsteuer) immer noch nicht wirtschaften kann, ist ohnehin ein witz.
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#7 believerAnonym
  • 13.12.2004, 15:39h
  • An alle, die das juristisch noch immer nicht verstanden haben: Art. 6 GG schützt die Ehe, wobei die Verschiedengeschlechtlichkeit der Eheleute das konstituierende Merkmal der Ehe darstellt. Wer die Ehe öffnen will, braucht eine Verfassungsänderung (2/3 Mehrheit) und selbst dann würde sich verfassungsrechtlich die Frage stellen, ob die Verschiedengeschlechtlichkeit der Eheleute nicht ein Strukturelement darstellet, das vom Gesetzgeber nicht verändert werden darf. Für das Rechtsinstitut der Ehe gilt nämlich eine Strukturgarantie.

    Die Eingetragene Lebenspartnerschaft hingegen soll nach dem Plan der Regierung alle Rechte der Zivilehe enthalten (Adoption strittig), aber unter einem anderen Namen, weil sie sich ja an einen anderen Personenkreis richtet. Genau das wurde durch das BVerG nämlich bestätigt: Dass man der LPart sämtliche Rechte der Ehe übertragen darf, ohne gegen Art. 6 GG zu verstoßen, eben weil die Eingetragene Lebenspartnerschaft an einen anderen Personenkreis gerichtet ist und somit nicht in Konflikt zur Ehe geraten kann.

    Somit gibt es in Deutschland zwei familienrechtliche Institute für das lebenslange Zusammenleben zweier Personen: die Ehe für verschiedengeschlechtliche Paare und die Eingetragene Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare. De facto ist damit die Ehe gemeint, der terminologische Unterschied ist auf taktische Erwägungen vor dem Urteil des BVerfG zurückzuführen und darauf, dass die Richtermehrheit den Weg geöffnet hat, die LPart mit den gleichen Rechten auszustatten anstatt (den viel schwierigeren und juristisch vielleicht unmöglichen Weg) der Öffnung der Ehe zu gehen.

    Dass das LPartG bis heute keine Angleichung im SteuerR kennt, ist dem Bundesrat zu verdanken. Dafür kann Rot/Grün wirklich nichts, ohne Rot/Grün und vor allem die Grünen hätte es dieses Gesetz nie gegeben und wonach würdet ihr dann schreien? Unabhängig davon, wie man nun konkret zum Gesetz bzw. zur rot-grünen Regierung im allgemeinen steht, sollte man die Fakten schon zur Kenntnis nehmen.
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