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Debatte in der britischen Szene

Schwule Saunen verbieten?


Der schwule Aktivist James Wharton hofft, dass es bald keine schwulen Saunen mehr gibt

In Großbritannien sorgt die Forderung eines Homo-Aktivisten nach Schließung aller schwulen Saunen für Aufregung.

Der Ex-Soldat James Wharton fordert ein Ende von schwulen Badehäusern, da diese mehr Homophobie erzeugten und Fortschritte bei der Gleichstellung bedrohten. "Sex-Saunen müssen der Vergangenheit angehören. Es ist an der Zeit, sie dichtzumachen", erklärte der LGBT-Aktivist in einer Kolumne für das schwule Lifestyle-Magazin "Winq".

Wharton argumentierte, dass schwules Leben nur als "neue Normalität" akzeptiert werde, wenn derartige Einrichtungen für anonymen Sex verschwinden würden. Diese seien nur dazu da, sich von der Mehrheitsgesellschaft abzugrenzen, und würden Homo-Hassern einen Grund zum Angriff liefern: "Für mich als schwulen Mann ist es widerlich, dass es innerhalb unserer Community eine Reihe von Orten gibt, die nur dazu sind, dass sich schwule Männer im Geheimen zum Sex oder Gruppen-Sex treffen".

Er erhebe die Forderung, weil er prüde sei – schwule Saunen als Anbahnungsorte für sexuelle Kontakte hätten lediglich mehr negative als positive Konsequenzen. Dabei verwies er auf einen Fall in Manchester, in der ein Schwuler nach Drogenkonsum in einer Sauna verstorben ist.

Kritik aus der Szene

Die Forderung Whartons führte in der Szene zu viel Ablehnung. So erklärte Matthew Hudson von der schwulen Aids-Gruppe GMFA, dass man schwule und heterosexuelle Männer in Zeiten des Internets ohnehin nicht zur Monogamie zwingen könne: "Wenn jemand sagt, dass er keine Schwulen mag, weil wir viel Sex mit vielen Partnern haben, dann sucht er nur nach einer Ausrede für seine Vorurteile. Die meisten homophoben Personen werden auch Schwule in monogamen Beziehungen nicht mögen".

Der LGBT-Aktivist Peter Tatchell warnte davor, dass die Community Schwule ächtet, die nicht dem Verhaltenskodex der Mehrheitsgesellschaft entsprechen. Es wäre falsch, wenn die Community "moralisch über einvernehmliche sexuelle Beziehungen urteilt", so Tatchell. "Viele schwulen und bisexuellen Männer nutzen die Saunen, ohne Drogen zu nehmen oder ungeschützten Sex zu haben".

Auch auf Twitter gab es viel Protest gegen die Äußerungen Whartons. Dabei wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass heterosexuelle Männer genauso gerne fremdgingen wie Schwule und jeder das Recht habe, seine bevorzugte Sexualität ohne den moralischen Zeigefinger von Teilen der Community zu leben.

In Großbritannien war Wharton vor allem durch seine Autobiografie "Out in the Army – My Life as a Gay Soldier" bekannt geworden. Darin berichtet der frühere britische Soldat unter anderem, dass Prinz Harry ihn während seiner Dienstzeit vor homophoben Übergriffen geschützt habe (queer.de berichtete). Wharton erhielt vergangenes Jahr eine Auszeichnung der Stadt London, weil er sich gegen das Mobbing von Homosexuellen an Schulen eingesetzt hatte. (dk)



#1 larsmaierProfil
  • 05.03.2014, 18:35hFrankfurt
  • Der Gute erscheint mir doch ein wenig überangepasst.
    Für Heteros gibt es schliesslich Swinger Clubs und Freudenhäuser.... . Und die Freudenhäuser firmiere auch hin und wieder als "Sauna," nur dass die Dame extra kostet... .
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#2 TorbyAnonym
  • 05.03.2014, 18:45h

  • Bin selber Soldat und kann sagen. Er hat recht. Und genu das was er sagt sagen viele meiner Hetero-Kameraden. Ich bin zu 100% akzeptiert in der Truppe. Und wieso ? Weil ich ganz "normal" bin und nicht in diese wiederlichen Sexsaunen gehe. Man respektiert mich so wie ich bin und ich habe seit 3 Jahren einem Freund. Auch er ist sehr beliebt innerhalb meiner Kameradschaft. Das würde mit Sichherheit nicht so sein wenn mein Freund und ich in Sexsaunen oder ähnliche ekligen "Einrichtungen" gehem würden.
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#3 marttinProfil
  • 05.03.2014, 18:52h60311
  • Zeigt nicht gerade persönliche Größe, wenn man die Diskriminierung, der man selbst ausgesetzt war, an anderer Stelle weiterführt, sobald man als "normal" akzeptiert wurde.
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#4 Peter SingerAnonym
  • 05.03.2014, 19:09h
  • Der Artikel ist irreführend. Dieser Mann fordert nicht das (staatliche) Verbot solcher Saunen, er sagt nur dass diese zu Vorurteilen und Homophobie fürhen. Da hat er zweifellos recht.

    "Viele schwulen und bisexuellen Männer nutzen die Saunen, ohne Drogen zu nehmen oder ungeschützten Sex zu haben"

    Das will ich auch hoffen. Trotzdem ist es verachtenswert und widerlich. Aber natürlich hat jeder die Freiheit das zu tun was er will. Man sollte es einfach nicht zu einem Teil der schwulen Identität machen.
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#5 RobbyEhemaliges Profil
  • 05.03.2014, 19:25h
  • Antwort auf #4 von Peter Singer
  • Ich wüßte nicht, was an einer Gay-Sauna angeblich "verachtenswert und widerlich" sein soll. - Dein Kommentar ist ANMASSEND, IGNORANT und echt zum Kotzen! Bist Du ein verklemmter katholischer Moral-Apostel, oder was?!
    Wenn DU nicht in eine Gay-Sauna gehen willst, dann geh' halt nicht hin, zwingt Dich schließlich niemand dazu. Das gibt Dir aber noch lange nicht das Recht, Gay-Saunen deshalb total zu verdammen. - Es gibt nämlich durchaus verdammt viele Schwule, die da GERN hingehen. - Mich eingeschlossen. - Und NEIN - der Besuch einer Gay-Sauna ist weder "verachtenswert" noch "widerlich". Im Gegenteil: Es ist verdammt geil! Und zwar unabhängig davon, ob man jetzt nur zum entspannen und quatschen - oder ob man wegen dem UNGEZWUNGENEN SEX in die Sauna geht! -
    Wenn DU nicht mit ungezwungenem Sex umgehen kannst - Dein Problem. - Ich hab dazu eben eine andere Einstellung - und außerdem eine ungezwungene Art, Sex auszuleben. - Jedem das seine...
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#6 sozialpsychologeAnonym
#7 SmileyEhemaliges Profil
  • 05.03.2014, 19:33h
  • Das ist einer von denen die als großes Endziel den asexuellen Schwulen haben wollen. Den weichgespülten, netten adretten schwiegermutterkompatiblen Beinah-Hetero. Bei dem niemand mehr auf die Idee kommen kann daß er irgendeine Form von Sexualität sein Eigen nennt.

    Nebendran, eine Sauna ist kein Bordell. Ich gehe da nicht hin und bezahle jemanden für Sex. Ich gehe da hin und habe Sex mit jemandem der unter haargenau denselben Bedingungen dort ist wie ich. Desgleichen Darkrooms, Sexparties. Ich möchte diese Institutionen bitte nicht mit unmoralischem heterosexuellem Kommerzfick - Prostitution - verglichen bekommen, danke.

    Ich möchte überhaupt nicht haben daß mir jemand vorschreibt unter welchen Bedingungen und wo und mit wem und in welcher Weise und mit wievielen ich legitimerweise Sex haben kann. Ganz besonders nicht der Scheißtyp da.
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#8 fake fakerAnonym
  • 05.03.2014, 19:33h
  • Antwort auf #2 von Torby
  • "Das würde mit Sichherheit nicht so sein wenn mein Freund und ich in Sexsaunen oder ähnliche ekligen "Einrichtungen" gehem würden."

    Was interessieren sich deine "Kameraden" eigentlich so sehr für "widerliche Sexsaunen" oder ob du dort hingehst oder nicht??

    Deine Einlassungen klingen nach einem Milieu, in dem man sich heimlich einen auf "solche Einrichtungen" und das dortige (zusammenfantasierte) Geschehen abwichst. Oder zumindest neidisch darauf ist!
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#9 RobbyEhemaliges Profil
  • 05.03.2014, 19:37h
  • Antwort auf #2 von Torby
  • Mein Kommentar an "Peter Singer" trifft auch auf Dich zu.
    Und nochmals zum Mitschreiben - extra für Dich:
    GAY-SAUNEN SIND WEDER WIDERLICH, NOCH VERACHTENSWERT! Wer mit Gay-Saunen ein Problem hat - braucht ja nicht reinzugehen, lustfeinlicher Ignorant!
    Das einzige, was WIRKLICH verachtenswert ist, ist EURE ANMASSUNG und INTOLERANZ, Andersdenkenden gegenüber.

    ICH stehe nicht auf S/M. Na und?! Deshalb verlange ich ja auch nicht, dass alle S/M-Kneipen zumachen müssen, weil die angeblich "igitt und was weiß ich noch alles" wären, oder?!

    Ein bißchen mehr Toleranz würde DIR und diesem "Peter Singer" wirklich guttun.

    Und wenn Du Dich total verstellst und auf "straight-like-um-jeden-Preis" machst, nur damit Dich Deine sogenannten Kameraden angeblich anerkennen und akzeptieren, dann sagt das verdammt viel über Deine Persönlichkeit aus. Nämlich, dass Du zu feig bist, zu Dir selbst zu stehen. Genauso, wie Du wahrscheinlich auch zu feig bist, Dich öffentlich als Schwuler zu zeigen. Denn "Huch!" es könnte ja wer mitbekommen!

    Schließ Dich am besten mit Mikesch zusammen. Der ist genauso anmaßend anderen Schwulen und ihrer Lebenseinstellung gegenüber wie DU und dieser "Peter Singer".
    Und SOWAS wie DU erwartet allen Ernstes von uns anderen Usern Verständnis oder Toleranz...
    Du müßtest ihr schon eine verdammt große Menge lernen. Auch was das AKZEPTIEREN UND TOLERIEREN ANDERER angeht!

    Ich denke, das war deutlich genug.
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#10 RobinAnonym
  • 05.03.2014, 19:39h
  • Was fällt dem ein, anderen vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben?!

    Ich selbst halte auch nicht viel von schwulen Saunen und gehe da nicht hin. Aber ich käme nie auf die Idee, anderen da Vorschriften machen zu wollen.

    Es wird ja niemand gezwungen, da hin zu gehen. Solange da keiner zu was gezwungen wird und alles in gegenseitigem Einvernehmen geschieht, hat sich da kein anderer einzumischen. Punkt.
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