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Drei Streifen im Regenbogen: Die Unterzeichnung der "Berliner Erklärung" gehört für Adidas zum Diversity Management

Als erstes Unternehmen hat der Sportartikelhersteller aus dem fränkischen Herzogenaurach die "Berliner Erklärung" unterzeichnet.

Vor acht Monaten initiierte die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld die "Berliner Erklärung" gegen Homophobie im Sport (queer.de berichtete), und noch immer kommen neue Unterstützer hinzu. Die fünfzigste Unterschrift leistete nun Herbert Hainer, der Vorstandsvorsitzender der Adidas-Gruppe. Nach zahlreichen Fußballverbänden, Sportfunktionären und Politikern ist der Sportartikelhersteller aus dem fränkischen Herzogenaurach das erste Unternehmen, das sich zu einem "aktiven Vorgehen gegen Homophobie auf allen Ebenen des Sports" verpflichtet.

Die Unterzeichnung erfolgte bereits am 14. Februar, eine Pressemitteilung gab es dazu nicht. Allerdings machte das Unternehmen das Engagement in seinem englischsprachigen Blog öffentlich. "In guter Gesellschaft mit berühmten Fußballclubs wie Bayern München und Sportverbänden wie dem DFB und der Bundesliga ist die Adidas-Gruppe das erste Unternehmen, das mit der Unterzeichnung des Dokuments klar Stellung bezieht gegen die Diskriminierung von Homosexuellen auf dem Spielfeld", schrieb dort Johannes Donath am 20. Februar.

Adidas will Vielfalt "noch vergrößern und fördern"


Seit dem vergangenen Jahr hat Adidas auch ein eigenes LGBT-Mitarbeiternetzwerk

"Diversity ist in unseren Unternehmenszielen verankert, da wir überzeugt sind, dass es Menschen mit unterschiedlichen Ideen, Stärken, Interessen und kulturellen Hintergründen benötigt, um erfolgreich zu sein", erklärte Adidas-Presssprecherin Simone Lendzian auf Anfrage von queer.de die Motivation des Konzerns. "Wir versuchen also nicht nur, die Vielfalt, die bei uns entstanden ist, zu managen, sondern wollen sie auch aktiv noch vergrößern und fördern, z.B. durch bewusstes Recruiting nach Vielfältigkeitskriterien."

Beim Thema Diversity sei Adidas "schon lange vorbildlich", bestätigte Jörg Litwinschuh, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. So präsentierte sich der Sportartikelhersteller im vergangenen Jahr u.a. bei der schwul-lesbischen Karrieremesse "Sticks & Stones", wo auch die Idee zu einem eigenen LGBT-Mitarbeiternetzwerk entstand. Heute gehören der Gruppe rund 20 Menschen an.

"Adidas setzt mit der Unterzeichnung der Berliner Erklärung ein sehr wichtiges Signal", ergänzte Litwinschuh. "Bisher waren die Unternehmen noch zurückhaltend; dabei ist es so wichtig, dass gerade die Sponsoren den Verbänden und Vereinen auch beim Thema Akzeptanzförderung zur Seite stehen."

Die Adidas-Gruppe gilt nach Nike als der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. In vielen Ländern, darunter Russland, ist sie Marktführer. Die börsennotierte Aktiengesellschaft hat knapp 47.000 Mitarbeiter, der Jahresumsatz beträgt rund 15 Milliarden Euro. Zur Adidas-Gruppe gehören die Marken Adidas, Reebok und TaylorMade. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Simon HAnonym
#3 NerdAnonym
#5 RobbyEhemaliges Profil
#7 sanscapote
  • 06.03.2014, 11:26h
  • Antwort auf #3 von Nerd
  • A. liess sich nicht davon abbringen die Spiele in Sotchi zu sponsorn. Auch waren sie nicht bereit, ein entsprechendes Informationsschild gegen Homophobie in Russland in ihrem Schaufenster in Moskau aufzuhaengen.

    Nun merken sie, dass viele Schwule ihre Produkte nicht mehr kaufen....die Macht des Geldes kann Einstellungen veraendern.
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#9 seb1983
  • 06.03.2014, 16:33h
  • Antwort auf #7 von sanscapote
  • Zumindest bewusst könnte ich dir bei den allermeisten Sportveranstaltungen generell nicht sagen wer überhaupt als Sponsor auftritt.

    Globale Konzerne fahren je nach Markt unterschiedliche Strategien:
    In Europa homofreundlich, in Russland feindlich.
    In Europa ohne Genfood, in den USA mit.
    In Europa Autos mit Euro XY Norm nach besten Umweltstandards hergestellt, in Indien ohne Kat und Abwässer ungeklärt in die Felder.
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#10 Simon HAnonym
  • 06.03.2014, 16:58h
  • Antwort auf #5 von Robby

  • Ist das echt so? Die hatte ich nämlich nicht auf der Sponsoren-Liste gesehen.

    In dem Fall wäre das ein plumper Versuch, sich von der Schuld freizukaufen.

    Hättest Du vielleicht auch eine Quelle?
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