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Vor mehr als dreißig Jahren hat Tina mit Ingrids Tochter Apple in Spanien am Strand gespielt. Da war Tina noch Tim, der kleine Tim. Eine Tragödie aus der Zeit damals reicht bis in die Gegenwart... (Bild: Constantin Film)

In Doris Dörries Film "Alles inklusive" arbeiten eine einstige Hippiebraut und ein Transvestit die gemeinsame Vergangenheit auf.

Den albernen Vornamen verdankt Apple (Nadja Uhl) ihrer Mutter Ingrid (Hannelore Elsner). Nie mehr will sie so chaotisch leben wie damals in ihrer Kindheit. In Spanien, in dem Zelt am Hippie-Strand von Torremolinos, 1967, als Apples Mutter eine wilde Affäre mit Karl hatte.

Jetzt, dreißig Jahre später, erlebt die Singlefrau Apple ein Liebesdesaster nach dem anderen und fühlt sich einzig und allein von ihrem Hund verstanden. Und die ehemalige barbusige Strandkönigin Ingrid, mit über sechzig noch immer rebellischer Freigeist, kehrt nun nach mehr als drei Jahrzehnten als All-inclusive-Touristin zurück nach Torremolinos: Der Hippie-Strand existiert nicht mehr und vor lauter Hotelbunkern, billiger Animation und feiernden Abiturienten erkennt sie das ehemalige Fischerdorf kaum wieder.

Transvestit Tina sieht sich als Opfer der Hippie-Zeit


Das Plakat zum Film: Bundesweiter Kinostart von "Dallas Buyers Club" ist am 6. März 2014

Die Begegnungen mit einem Bootsflüchtling (Elton Prince) und vor allem mit dem Transvestiten Tim alias Tina (Hinnerk Schönemann) zwingen Ingrid, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Wie Apple sieht sich auch Tina als Opfer der wilden Zeit von damals. Sein Vater, ein braver Bürger, hatte sich damals in Ingrid verknallt, und vor Verzweiflung darüber hat seine Mutter Selbstmord begangen. Gleichzeitig ist Tina auch Opfer der All-Inclusive-Szene, denn er tritt dort in armseligen Playbackshows auf und singt deutsche Schlager.

Doch am Ende versöhnt sich Tina mit der Vergangenheit, was ausgerechnet die Frau, die ihm, wie er meint, das alles angetan hat, möglich macht. Und auch Ingrids Tochter Apple, die ihre Mutter in Spanien besucht, erlebt eine Überraschung…

Regisseurin Doris Dörrie hat für ihre Generationenkomödie "Alles inklusive" – eine Adaption ihres gleichnamigen Romans – ein prominentes Schauspielensemble aufgefahren, das sichtlich Spaß an der Übertreibung findet. Urkomische und tragische Szenen reihen sich so munter aneinander wie in einem Klassiker von Pedro Almodóvar – ein Eindruck, der durch die spanische Kulisse noch verstärkt wird. Manche Konstellationen wirken zwar allzu künstlich, manche Charaktere strotzen nur so vor Klischees – und doch hat man sie am Ende alle lieb: die gealterten Hippies, die Spießer im All-inclusive-Bunker und die traurige Transe, die auf Frauen steht. Deutsche Vielfalt 2014! (cw)

Youtube | Offizielles Video zum Film: "Tinas Welt"
Youtube | Offizieller Trailer zum Film
Infos zum Film

Alles inklusive. Komödie. Deutschland 2014. Regie: Doris Dörrie. Darsteller: Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Hinnerk Schönemann. Laufzeit: 123 Minuten. Sprache: Deutsch. FSK 12. Verleih; Constantin Film. Bundesweiter Kinostart: 6. März 2014


#1 maxxAnonym
  • 06.03.2014, 22:57h
  • Das Wort in der Überschrift ist trans*feindlich und das Letzte. Könntet ihr das ändern?
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#2 SuhiAnonym
#3 DefragmentierungEhemaliges Profil
#4 maxxAnonym
  • 10.03.2014, 15:14h
  • Das T-Wort in der Überschrift ist eine transfeindliche Beschimpfung. Musst du homofeindliche Wörter erklären damit Szenemedien auf die verzichten? Denke kaum.
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