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  • 06.03.2014           94      Teilen:   |

Buddhismus

Dalai Lama: Homo-Ehe ist "okay"

Artikelbild
Der Dalai Lama erhielt 1989 den Friedensnobelpreis, weil er sich mit friedlichen Mitteln für sein von China besetztes Land Tibet einsetzte

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter erklärt im US-Fernsehen, dass er nichts gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben einzuwenden hat.

Der Dalai Lama hat sich in einem noch nicht ausgestrahlten Interview mit dem US-Talkshowmoderator Larry King für die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Eherecht ausgesprochen. In einem im Vorfeld auf Youtube veröffentlichten Ausschnitt der Sendung sagte der buddhistische Anführer auf die Frage nach seiner Meinung zur Homo-Ehe: "Das hängt von den Gesetzen des Landes ab. Ich denke, das ist okay. Es ist Sache der Einzelnen. Wenn zwei Menschen wirklich so fühlen und zufrieden sind, dann ist es okay". Der Friedensnobelpreisträger betonte auch, dass Diskriminierung und Mobbing von Homosexuellen "falsch" sei.

Auf Russland angesprochen erklärte der Dalai Lama, dass der Umgang mit Homosexuellen auch von Traditionen abhänge: "Das ist eine persönliche Angelegenheit", sagte der 78-Jährige. "Menschen, die einen bestimmten Glauben und spezielle Traditionen haben, sollten ihrer eigenen Tradition folgen. Im Buddhismus gibt es verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten, also sollte man [seinem Glauben] richtig folgen".

Youtube | Der bereits veröffentlichte Ausschnitt des Interviews
Fortsetzung nach Anzeige


Nein zu Onanie und Co.

In der Vergangenheit war der Dalai Lama von LGBT-Aktivisten kritisiert worden, weil er Homosexualität unter Buddhisten als falsch bezeichnete. So sagte er 1997 bei einer Pressekonferenz in San Francisco: "Vom Standpunkt eines Buddhisten sind Mann-zu-Mann-Beziehungen und Frau-zu-Frau-Beziehungen immer ein sexuelles Fehlverhalten". Er schränkte aber ein: "Vom Standpunkt der Gesellschaft aus können einvernehmliche homosexuelle Beziehungen schön, vergnüglich und harmlos sein".

Er sagte auch, dass die selben buddhistischen Einschränkungen beim Sex-Leben auch auf Heterosexuelle zuträfen. So seien auch ihnen Oralsex, Analsex und Masturbation oder Onanie verboten: "Selbst mit Ihrer eigenen Ehefrau ist die Nutzung des Mundes oder des anderen Loches sexuelles Fehlverhalten", so der Dalai Lama damals.

2007 sagte der geistliche Führer in einem Interview mit dem kanadischen Sender CBC, dass unter "praktizierenden Buddhisten ebenso wie unter Christen" Homosexualität "nicht erlaubt" sei.

Der Dalai Lama (bürgerlicher Name: Tendzin Gyatsho) spricht nicht für alle Buddhisten, sondern ist lediglich Anführer der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus, die einen kleinen Teil aller Gläubigen repräsentiert.

Das vollständige Interview von Larry King wird erst am Montag auf den On-Demand-Plattformen Ora TV und Hulu in den Vereinigten Staaten zu sehen sein. (dk)

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Tags: dalai lama, buddhismus, homo-ehe
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Reaktionen zu "Dalai Lama: Homo-Ehe ist "okay""


 94 User-Kommentare
« zurück  12345...910  vor »

Die ersten:   
#1
06.03.2014
17:28:35


(+6, 14 Votes)

Von Taktik


Ein vom Westen abhängiger Exilant kann anders einfach nicht.


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#2
06.03.2014
17:30:55


(+11, 19 Votes)

Von Jesus


Es ist mir völlig egal, ob der Papst, der Dalai Lama oder das Große Spaghettimonster die "Homoehe" befürworten oder nicht. Die sollen sich einfach mal hübsch wegtrollen!


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#3
06.03.2014
17:34:25


(+4, 14 Votes)

Von goddamn liberal


Ja mei. Der weiß halt, was die goddamn liberals in den USA gerne hören. Mir soll's recht sein.

Obwohl es mir egal ist.


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#4
06.03.2014
17:41:25


(-4, 12 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Super! An dem können sich die Religioten mal ein Beispiel nehmen!


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#5
06.03.2014
17:45:55


(+6, 8 Votes)

Von kotkügelchen


Marx ist tot! (d.h.: er ist wehrlos)

Herr Jetsun Jamphel Ngawang Lobsang Yeshe Tenzin Gyatso (ohne Beruf):

"I am not only a socialist but also a bit leftist, a communist. In terms of social economy theory, I am a Marxist. I think I am farther to the left than the Chinese leaders. [Bursts out laughing.] They are capitalists."

"Of all the modern economic theories, the economic system of Marxism is founded on moral principles, while capitalism is concerned only with gain and profitability. Marxism is concerned with the distribution of wealth on an equal basis and the equitable utilisation of the means of production. It is also concerned with the fate of the working classesthat is, the majorityas well as with the fate of those who are underprivileged and in need, and Marxism cares about the victims of minority-imposed exploitation. For those reasons the system appeals to me, and it seems fair. I just recently read an article in a paper where His Holiness the Pope also pointed out some positive aspects of Marxism."


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#6
06.03.2014
18:26:21


(+1, 9 Votes)

Von LK Geschichte
Antwort zu Kommentar #5 von kotkügelchen


Hat er wenigstens einen Hauptschulabschluss?


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#7
06.03.2014
18:40:02


(+4, 10 Votes)

Von will man das
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


wirklich:

Victor und Victoria Trimondi indes sahen sie als wichtige Quelle, zumal offenbar einiges von dem, was sie beschreibt, in den Tantras (Lehrtexten) dokumentiert ist. Darunter auch abstruse Rituale wie die Verwendung von Kot, Urin und Menstruationsblut zur Intensivierung von Einführungsritualen und eben die Tatsache, dass auch Minderjährige daran teilnehmen. Es gibt andere Aussteiger, die das bestätigen. Ein Großteil der religiösen Bräuche entzieht sich allerdings einer Kritik, weil sie geheim sind.

Link:
jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/357408/Alle-m
oegen-den-Dalai-Lama-Zurecht-Blick-hinter-eine-Fas
sade


Ratzinger soll rollen? Und Franziskus auch?
Und Gänswein?

Als der katholische Mönch Johannes Grueber im 17. Jahrhundert Lhasa besuchte, war er darüber entsetzt, dass der Kot hoher Lamas als hochpotenzierte Medizin gehandelt wurde. Dieses Phänomen ist später von mehreren Tibetreisenden bestätigt worden. Als sich der heutige junge XIV Dalai Lama in den 50er Jahren in Beijing aufhielt, verrichtete er seine Geschäfte auf einem goldenen Topf. Den Inhalt schickte man nach Lhasa, um ihn dort zu einer Medizin zu verarbeiten. Das ist aktenkundig.

Link:
home.arcor.de/tantram/


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#8
06.03.2014
18:40:26


(+9, 13 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Der Religionsführer der tibetanischen Buddhisten unterscheidet -was häufig übersehen wird- zwischen 'believer' und 'non believer' und fordert, dass 'believer' sich an ihre 'traditions' zu halten haben. Nach seiner Auffassung ist Homosexualität generell für seine 'believer' ein 'sexual misconduct' (warum er für sich in Anspruch nimmt, für den Buddhismus im allgemeinen zu sprechen, bleibt sein Geheimnis).

Der Anführer der tibetanischen Theokratie spielt meisterhaft auf der Klaviatur westlicher Medien. Man könnte meinen, sein römisch-katholischer Kollege sei bei ihm in die Lehre gegangen.


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#9
06.03.2014
18:53:19


(+7, 11 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


FoXXXyness hat's wieder nicht verstanden: "An dem können sich die Religioten mal ein Beispiel nehmen!"

Tun sie ja.

Er findet es erklärtermaßen in Ordnung, wenn Russen Schwule und Lesben verfolgen, weil das eben religiöse Tradition in Russland ist. - Kannst du genau so im Artikel nachlesen, wenn die Buchstaben nicht zu klein für dich BILD-Gewohnten sind.


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#10
06.03.2014
19:14:55


(+3, 9 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #2 von Jesus


Kann @Jesus nur zustimmen!

Das was Tendzin Gyatsho positiv herausstellt ist nur der Umstand sich darüber im klaren zu sein und auch zuzugeben das seine Leeren [sic] nur für die eigene Gefolgschaft relevant sind und nicht Universalanschpruch und Missionierungsauftrag damit verbunden sind.

Das steht im Gegensatz zu u.a. "dem Islam" , RKK und andere "christliche" Vereine (Die detaillierte Auflistung überlasse ich gerne Timm Johannes).

Das seine Toleranz bei seinen eigenen Glaubensgenossen endet, ist ja oben nachzulesen, jeder denke sich dazu seinen Teil.

Im übrigen möchte ich anmerken, das die Gelug-Schule so gut wie gar nichts mit dem zu tun hat, was der unbedarfte Westler unter Buddhismus versteht.

Im Tibet vor 1950 herrschte eine religiöse Diktatur und Bedinungen, unter denen ich nicht hätte leben wollen. Die Jetzigen Zustände sind unbeschtritten suboptimal, aber nur wenige mit der Free-Tibet-Fahne auf dem Balkon haben sich wirklich mit dem Gelbhemdenregime auseinandergesetzt.

Zugegebenermaßen hat Tendzin Gyatsho gesagt, das er sich eine Regierung mit demokratischen Elementen vorstellen kann, das wäre aber ein Novum und hätte nichts mit dem alten religiösen Systhem zu tun. Die Frage, die sich mir dan aufdrängt ist: Wenn schon Demokratie, wozu dann überhaupt noch einen religiösen Gott-König? (Auf HRH QEII könnte ich auch gerne verzichten, aber das ist ein anderes Thema)

Für Interessierte:
Colin Goldner: Hinter dem Lächeln des Dalai Lama


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