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  • 10.03.2014           9      Teilen:   |

Neuer Vertrag

Anton Hysén kickt in South Carolina

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Anton Hysén wird zukünftig muss sich an das schwüle Wetter gewöhnen

Der schwule Fußballer aus Schweden hat einen Vertrag bei einem amerikanischen Club unterzeichnet.

Der 23-jährige Abwehrspieler Anton Hysén wird in der kommenden Saison für den US-Club Myrtle Beach Mutiny aus South Carolina spielen. Der Verein kämpft derzeit in der National Premier Soccer League, der vierten US-Liga. "Das ist eine großartige Gelegenheit für mich aus persönlicher und fußballerischer Sicht. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, das Team an die Tabellenspitze zu bringen", erklärte Hysén in einer Pressemitteilung des Südstaaten-Vereins.

Mutiny-Sportdirektor Pat Piscitelli hegt große Hoffnungen, mit dem früheren schwedischen Profi sportliche Erfolge zu feiern: "Ein Spieler dieses Kalibers mit internationaler Erfahrung wird eine positive Veränderung in unseren Team bewirken. Die Region Myrtle Beach wird einen wahren Genuss erleben und Fußball von höchster Qualität", so Piscitelli.

Hysén hatte 2011 für Aufmerksamkeit gesorgt, als er sich im Alter von 20 Jahren outete (queer.de berichtete). Er hat den großen Durchbruch im Profifußball bislang nicht geschafft und spielt derzeit in der dritten schwedischen Liga. Nach seinem Coming-out erklärte Hysén, dass ihm die Offenheit wahrscheinlich im Profifußball schadet: "Es könnte ja sein, dass ein Club Interesse an mir zeigt – und dann hört der Trainer, dass ich schwul bin, und dann ändern sie vielleicht plötzlich ihre Meinung." Trotzdem wolle er nicht wie andere Profis über Jahre seine sexuelle Orientierung verstecken.

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Zweitkarriere als Model und Tänzer

Ohnehin hat der 23-Jährige mehrere andere Standbeine: So arbeitete er als Model und wurde durch Auftritte in schwedischen TV-Shows bekannt. 2012 gewann er die schwedische Version von "Let's Dance".

Hysén gehört zu einer Fußballerdynastie: Sein Vater Glenn ist 68-facher schwedischer Nationalspieler und arbeitete unter anderem für den AC Florenz und den FC Liverpool. Auch seine beiden Brüder Alexander und Tobias sind Fußballer.

Die USA sind derzeit das einzige Land der Welt, in dem es einen offen schwulen Fußballer in der ersten Profiliga gibt: Der 26-jährige Robbie Rogers spielt seit letzten Jahr für Los Angeles Galaxy (queer.de berichtete). Er kickte auch bereits unter Nationaltrainer Jürgen Klinsmann für die amerikanische Nationalmannschaft. (dk)

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Tags: anton hysén, fußball, sport, myrtle beach
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Reaktionen zu "Anton Hysén kickt in South Carolina"


 9 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.03.2014
16:41:39


(-2, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ein schöner Mann!


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#2
10.03.2014
17:15:48


(-1, 7 Votes)

Von m123


Was die ungeouteten schwulen Fußballprofis betrifft, so kann ich nicht verstehen wie man wegen einer Hand voll homophoben Idioten verleugnet wer man ist und stattdessen Scheinfreundinnen hat oder sogar Scheinehen schließt. Was muss das für ein trauriges Leben sein, in dem man sich der Menschenfeindlichkeit von ein paar homophoben Idioten gefügig unterwirft.

Man lebt nur ein Mal und man hat nur ein Mal das Leben eines Mannes in den Zwanzigern. Wenn man in dieser eigentlisch schönsten Zeit des Lebens, d. h. in den Zwanzigern, sich die ganze Zeit verleugnet und das Wichtigste im Leben, nämlich die Liebe, nicht lebt, dann verpasst man etwas, was unendlich viel mehr wert ist als eine Fußballkarriere und man wird das dann später immer bereuen.

Außerdem, und das ist ja das Kuriose an dem Versteckspiel, denke ich, dass wir schon soweit sind, dass man auch als offen schwuler Fußballprofi seine Karriere ohne größere Probleme weitermachen kann und dass die überwältigende Mehrheit der Gesellschaft einen offen schwulen Fußballprofi gegen vereinzelte Verbalattacken verteidigen wird. Ich versteh nicht, warum sich ein schwuler Fußballprofi nicht einfach sagt, dass die Homophoben einfach nur irgendwelche Idioten sind, die wahrscheinlich auch Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder wegen ihres Geschlechts verbal beleidigen. Also ich würd als schwuler Fußballprofi diese Idioten einfach nur belächeln und Kraft daraus schöpfen, dass ich so lebe wie ich bin.

Ich würde auch meinen Arsch drauf verwetten, dass jeder schwule Fußballprofi, der sich noch nicht geoutet hat, sich nach einem Coming Out ärgern würde das nicht schon früher gemacht zu haben, wenn er merkt, dass es nämlich überhaupt keine Probleme macht und wenn man von der überwältigenden Mehrheit der Gesellschaft unterstützt wird. Außerdem leben wir in Deutschland und nicht in Uganda. Ich glaube, dass Homosexuelle, die in Uganda offen homosexuell leben, über die Luxusprobleme von schwulen deutschen Fußballprofis nur den Kopf schütteln würden. Die wären heilfroh, wenn sie als schwuler deutscher Fußballprofi offen schwul leben würden und könnten.


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#3
10.03.2014
20:03:15


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #2 von m123


Wie naiv und blauäugig. Tatsache ist, er würde sich, nach Beendigung seiner Laufbahn, nicht ärgern, daß er sich nicht schon früher geoutet hat. Und für mehrere Millionen Euro auf dem Konto, würde ich auch 15 Jahre schweigen. Wenn man so will, sein dickes Konto ist Schweigegeld. Nicht der, um den es hier geht, den kennt niemand, sondern Spitzen-Profis. 4. Liga in den USA, wo selbst die erste Liga fast niemand kennt. Na danke. Warum, meinst Du, outen sich viele Sportler erst nach Beendigung der Karriere? Bedauerlich, aber einfach Realität.


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#4
11.03.2014
10:58:13


(+3, 5 Votes)

Von m123
Antwort zu Kommentar #3 von LangsamLangsam


"Warum, meinst Du, outen sich viele Sportler erst nach Beendigung der Karriere?"

Weil sie nicht erkennen, dass nur Coming Outs die Situation im Profisport normalisieren können. Und weil sie zuviel unberechtigte Angst vor negativen Konsequenzen haben.


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#5
11.03.2014
11:16:05


(+3, 5 Votes)

Von m123
Antwort zu Kommentar #3 von LangsamLangsam


"Wie naiv und blauäugig."

Naiv und blauäugig ist es zu denken, dass die Drohkulisse, die homophobe Kräfte aufgebaut haben, einem offen schwulen Fußballer die Karriere kosten könnte.

"Tatsache ist, er würde sich, nach Beendigung seiner Laufbahn, nicht ärgern, daß er sich nicht schon früher geoutet hat. Und für mehrere Millionen Euro auf dem Konto, würde ich auch 15 Jahre schweigen."

Monetär gesehen vielleicht nicht. Aber wenn man 15 Jahre lang seine Sexualität nicht frei auslebt, sondern immer ein Versteckspiel führt, Angst davor hat dass man als Schwuler entlarvt wird, die ganze Zeit ein Scheinleben oder Doppelleben führt, dann ist das psychisch extrem belastend, und ab Karriereende werden sie sich darüber, dass sie diese Zeit eines offen schwulen Lebens in den Zwanzigern niemals zurückbekommen. Man lebt nur einmal. An deiner Aussage sieht man auch, dass sich heute alles nur noch um Geld dreht und Leute dafür praktisch alles tun würden, bis hin zur jahrelangen Verleugnung ihrer eigenen Identität in der Öffentlichkeit. Kein Geld der Welt kann diese Lüge rückgängig machen, kein Geld der Welt kann einem die viel kostbarere Lebenszeit zurückgeben, kein Geld der Welt kann einen wieder jünger machen, so dass man diese schönste Zeit des Lebens nochmal offen schwul genießen könnte. Kein Geld der Welt. Außerdem ist deine Grundannahme falsch, dass man angeblich dann keine Millionen mehr verdienen könnte, wenn man sich als schwul outet. Man wird dann auch weiterhin Millionen verdienen können. Man wird ja kein schlechterer Fußballspieler dadurch, dass man sich als schwul outet. Würde eine Mannschaft einen Spieler nach seinem Coming Out rauswerfen, so würde das ein unglaublich negatives Medienecho hervorrufen und die Mannschaft medial vernichten. Ich bin garantiert nicht naiv oder blauäugig, ich sehe das durchaus sehr realistisch. Und mal ernsthaft, wenn man eh schon Multimillionär ist, dann kann es einem doch selbst für den nicht realistischen Fall, dass man nach einem Coming Out nicht mehr ganz soviel verdient wie vorher, doch eigentlich völlig egal sein. Wenn ich drei oder vier Millionen Euro hätte, dann wäre das für mich schon unendlich viel Geld, was für den Rest des Lebens für ein Luxusleben reicht. Nein, ich würde mich doch nicht selbst verleugnen nur weil ein paar homophobe Idioten was gegen Schwule haben.


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#6
11.03.2014
13:46:24


(-1, 5 Votes)

Von Suroh
Antwort zu Kommentar #5 von m123


Scheinbar sehen das die Spieler aber nicht so. Du führst grade sämtliche Sachen auf, die dich stören würden, beziehst aber nicht den Standpunkt der Spieler ein. Warum? Weil du dich, genauso wenig wie ich im übrigen, nicht in sie hineinversetzen kannst. Klar geht es da auch um Geld, aber gleichzeitig auch um einen persönlich zu erfüllenden Traum, nämlich den von der Profikarriere als Fußballer. Bedeutet, dass es auch gleichzeitig Teil ihrer Identität ist, sowie eben auch ihre Sexualität. Und entsprechend werden sie dies auch bewerten. Zusätzlich kommt hinzu, dass der Körper das Kapital der Spieler ist und sie nur einen begrenzten Zeitraum über mit diesem Geld verdienen können, mal vom machoorientierten Umfeld abgesehen. Und ich wiederhole mich: anscheinend bemessen die Spieler einem Outing nicht die Bedeutung (natürlich auch verbunden mit Angst) zu wie du sie ihm zumisst, sonst hätten schon viel mehr sich geoutet. Und das können weder du noch ich am Ende nachempfinden oder verstehen, eben weil wir nicht in deren Position sind.


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#7
11.03.2014
17:55:36


(-3, 5 Votes)

Von ehemaligem User LangsamLangsam
Antwort zu Kommentar #4 von m123


Hätte ich die Wahl, zwischen Situation und Millionär, was glaubst Du würde ich wählen ? Und die Situation im Profisport ändert sich automatisch, wenn der gesellschaftliche Rahmen und die Akzeptanz sich ändert. Dazu brauchts den Profisport nicht. Ein Haus baut man ja auch nicht vom Dach aus, sondern vom Fundament. Ich bin auch nicht scharf drauf, zu wissen, welcher Sportler schwul ist. Es ist sein Job, genau wie bei meinen Kollegen, in der Firma. Interessiert mich nicht. Eigentlich ein ganz normaler Zustand, denn wir kommen sehr gut aus.


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#8
12.03.2014
14:34:12


(+2, 4 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


"Die USA sind derzeit das einzige Land der Welt, in dem es einen offen schwulen Fußballer in der ersten Profiliga gibt."

Und in Deutschland beleidigen sog. "Fans" des Meisters den Gegner in der Champions League mit einem homophoben Plakat:

Link zu www.spiegel.de

Ich hoffe, es wird teuer. Der Bayern-Präsident hat sicher noch was auf dem Konto.


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#9
12.03.2014
18:59:38


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User Robby
Antwort zu Kommentar #5 von m123


An sich hast Du recht, dass es viel positives bringen könnte, wenn sich mehr AKTIVE Sportler outen würden. -
Trotzdem finde ich es schon etwas seltsam, dass ausgerechnet DU Dich für einen offenen Umgang mit dem Schwulsein einsetzt. - Immerhin gehörst Du - genau wie ein gewisser "Mikesch" ja auch zu der Fraktion, die von uns anderen Schwulen immer wieder fordert, dass wir möglichst unauffällig, möglichst 'straight-like' sein sollen - dass wir unsere Homosexualität schön vor allen verstecken und auf straight machen sollen - dass wir nicht offen unsere Sexualität ausleben dürfen, weil das angeblich 'billig und igitt' ist - dass wir beim CSD nicht mehr so bunt sein dürfen wie wir wollen etc.
Die Liste ist endlos.

Und ausgerechnet sagst (Zitat): "Nein, ich würde mich doch nicht selbst verleugnen nur weil ein paar homophobe Idioten was gegen Schwule haben." -
Da haben wir in Deinen bisherigen Kommentaren zu den Themen "Sex, offener Umgang mit Sex, offen schwul sein, Szene-Orte" etc. aber das komplette Gegenteil von Dir gepostet bekommen. -
Diese extreme Diskrepanz Deiner Aussagen solltest Du uns doch einmal erklären, "m123". Es ist nämlich nicht unbedingt glaubwürdig, wenn Du einmal SO sagst - und dann nur ein paar Kommentare später das komplette Gegenteil von Deinen früheren Statements behauptest...
Welche Einstellung hast Du jetzt wirklich? Das würden wir doch ganz gern mal wissen...


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