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  • 12.03.2014           29      Teilen:   |

Drohende Geldstrafe

Homophobe Fans: UEFA ermittelt gegen Bayern München

Artikelbild
In der englischen Presse ist das homosexuellenfeindliche Transparent ein großes Thema

Dem deutschen Rekordmeister droht eine Geldstrafe, weil Anhänger beim Spiel gegen einen englischen Verein ein homophobes Transparent gezeigt hatten.

Der Europäische Fußballverband UEFA hat eine Untersuchung gegen den deutschen Spitzenverein Bayern München eingeleitet, weil vermutlich Fans aus Österreich am Dienstag während des Champion-League-Spiels gegen Arsenal London einen homophoben Banner gezeigt haben. Nun wird wegen des Verstoßes gegen Antidiskriminierungsrichtlinien ermittelt. Die Kontroll- und Disziplinarkammer soll sich am 20. März damit beschäftigen, wie trotz Sicherheitskontrollen ein derartiges Transparent ins Stadion gelangen konnte.

Der Banner, der offen in der Allianz-Arena in München gezeigt wurde, trug die Aufschrift "Gay Gunners". Gunners ist der Spitzname des FC Arsenal. Darunter war die krude Zeichnung eines Spielers zu sehen, auf dessen Hintern ein Geschütz gerichtet ist. Auf dem Bild gab sich eine Fangruppe aus Tirol als Urheber der Zeichnung zu erkennen.

Der schwul-lesbische Fanclub "Queerpass Bayern" reagierte "mit großem Entsetzen" auf das Transparent. Der Vorfall zeige, dass "es weiterer Anstrengungen bedarf, um auch das letzte diskriminierende Gedankengut aus dem Stadion und aus den Köpfen der Menschen zu verbannen". Man betrachte den Vorfall zwar als "Einzelfall einiger weniger Unverbesserlicher", der aber nicht zu akzeptieren sei. "Wir entschuldigen uns im Namen der Gesamtheit der Bayernfans dafür", so Queerpass auf seiner Facebook-Seite.

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Weiteres Verfahren droht

Die UEFA leitete außerdem ein weiteres Verfahren ein, weil ein Fan auf einem Transparent die Anerkennung des Kosovo gefordert hatte. Politische Aussagen in Spielen sind nach dem Reglement der UEFA allerdings ebenfalls verboten. Im vergangenen Jahr war bereits der schottische Verein Celtic Glasgow zur Zahlung von 50.000 Euro verurteilt worden, weil Fans im Spiel gegen den AC Mailand mit Postern indirekt für die Unabhängigkeit Schottlands geworben hatten.

2012 war bereits ein homophobes Plakat bei Fans des Bundesligisten Borussia Dortmund aufgetaucht (queer.de berichtete). Auf dem Transparent in den Farben des Vereins war zu lesen: "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick". Der BVB wurde daraufhin vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt und verhängte schließlich je dreijährige Stadionverbote gegen mehrere Fans, die das Transparent hochgehalten hatten (queer.de berichtete).

Bayern München gehört zu den Erstunterzeichnern der "Berliner Erklärung", mit der gegen Homophobie im Sport vorgegangen werden soll (queer.de berichtete). In der Live-Übetragung im Fernsehen waren beim gestrigen Spiel auch Regenbogenflaggen zu sehen. (dk)

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Tags: fußball, sport, bayern münchen
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Reaktionen zu "Homophobe Fans: UEFA ermittelt gegen Bayern München"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
12.03.2014
16:09:53


(+12, 12 Votes)

Von Schande


Warum greift der tatenlose DFB da nicht sofort im Stadion ein, wie er es bei rassistischen Parolen auch tut?


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#2
12.03.2014
17:15:32


(-10, 12 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Daß die Fans von Bayern München nicht mehr alle Latten am Zaun haben, wissen wir schon.

Zuletzt manifestierte sich das im Fall Uli Hoeneß:

Bei der ersten Frage, ob Steuersünder zu einer Haftstrafe verknackt werden sollten, sind sich alle einig, daß es sein muß. Die zweite Frage war, ob Hoeneß ebenfalls hinter Gitter sollte, sprachen sich alle dagegen aus.

Wenn also Herr Hoeneß morgen ab in den Knast wandert, dann sollten die Fans, die für Freispruch plädierten, sofort mit eingebuchtet werden!


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#3
12.03.2014
18:07:46


(+7, 7 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


"...verhängte schließlich je dreijährige Stadionverbote gegen mehrere Fans, die das Transparent hochgehalten hatten (queer.de berichtete)."

Ähmm...der Link führt zu - Katholiken sehen sich im "Kulturkampf".
Kann das bitte mal jemand ändern?


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Anm. d. Red.: Danke für den Hinweis. Jetzt führt der Link zum richtigen Artikel.

 
#4
12.03.2014
18:09:52


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Das ist echt das letzte! Da sieht man wieder mal, was dem FC Bayern der Kampf gegen Homophobie WIRKLICH wert ist: Gar nichts! Gegen den Verein müßte nicht nur eine Geldstrafe verhängt werden - die sie meiner Meinung nach zwangsweise an eine LGBTI-Einrichtung zahlen müßten - sondern auch ein komplettes Verbot von sogenannten "Fans" im Stadion. Ich wette, wenn die "tolle" Mannschaft vor leeren Rängen spielen müßte, wäre sofort Ruhe mit irgendwelchen homophoben Entgleisungen!


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#5
12.03.2014
18:35:05


(+8, 10 Votes)

Von Yannick


Solche homophoben Aktionen müssen endlich genauso konsequent verfolgt und hart bestraft werden, wie Rassismus im Fußball, etc.

Wenn das endlich ernste Konsequenzen hätte, würde sich das auch ändern.


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#6
12.03.2014
18:51:17


(+6, 10 Votes)

Von Fassungslos


"Wir entschuldigen uns im Namen der Gesamtheit der Bayernfans dafür", so Queerpass auf seiner Facebook-Seite.

Wie bitte? Seit wann entschuldigt sich denn der Attackierte? Wenn sich jemand erklären muss, dann doch wohl eher die Vereinsführung, die sowas tatenlos hat durchgehen lassen!


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#7
12.03.2014
19:21:44


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #2 von FoXXXyness


Hoeneß ist mir nicht sympathisch, FCB nicht mein Verein, eine Gefängnisstrafe hat er sich mit seiner Steuerhinterzieherei mehr als verdient. Und nicht zu knapp bemessen.

Aber ich verstehe die FCB Fans sehr gut die sich hinter ihn stellen. Erstmal läßt man einander nicht einfach so fallen und dann: Hoeneß hat als Manager bemerkenswerte Arbeit für diesen Verein geleistet. Natürlich ist er nicht allein für den Erfolg verantwortlich, aber er hat maßgeblich daran mitgewirkt Bayern zu einer konstant dominanten Größe zu entwickeln. Sowohl wirtschaftlich wie auch sportlich.

Daß die Bayernfans ihm dafür dankbar sind und loyal, das kann ich sehr gut nachvollziehen.

..

Und jetzt werde ich meine Tastatur mit Desinfektionsmittel bearbeiten.


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#8
12.03.2014
19:36:09


(+2, 8 Votes)

Von Hugo


Wer mich kennt, der weiß, das ich kein Freund des Profifusballs bin und von Bayern München schon gar nicht, aber, das man jetzt einen Verein wegen dem Vorfall verteufeln muß, finde ich übers Ziel hinausgeschoßen, weil: Wer was ins Stadion hineinschmuggeln will, der schaft das, auch mit Kontrollen. Die Täter muß man hart bestrafen mit Geld und Haftstrafen.


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#9
12.03.2014
21:11:48


(+4, 4 Votes)

Von myystery
Antwort zu Kommentar #8 von Hugo


"Der BVB wurde daraufhin vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt."
Wahnsinn. 20.000 Euro Strafe.
Wieso nicht gleich eine Runde Lollies?


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#10
12.03.2014
21:31:34


(+5, 5 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Robby


Der Verein kann sich kaum aussuchen welche Idioten er als Fans hat die müssen ausfindig gemacht und bestraft werden, was nun wohl auch passiert.

Die zusätzliche Strafe gegen den Verein ist sinnvoll damit solche Deppen kapieren dass sie damit dem eigenen Verein schaden.


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