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  • 13.03.2014           5      Teilen:   |

Neues Album "Symphonica"

George Michaels Mogelpackung

Artikelbild
George Michael zählt mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten britischen Solokünstlern (Bild: Universal Music)

"Symphonica" ist zwar sein erstes Live-Album nach über 30 Jahren im Musikgeschäft, doch auf neue Songs müssen die Fans weiterhin warten.

Von Michael Thiele

George Michaels "Symphonica" ist schon eine ziemliche Mogelpackung! Vollmundig angekündigt als neues, sechstes Studioalbum, stellt sich die Platte schnell als Zusammenschnitt seiner letzten Welttournee von 2011/12 heraus.

Neue Songs? Fehlanzeige! Dabei hat Michaels beeindruckender Comeback-Song "White Light", den er 2012 bei den Olympischen Sommerspielen in London live präsentierte, Lust auf mehr neues Material gemacht. Man hat sich doch gefreut und gedacht, ja, er kann's noch, seine Lust am Komponieren ist zurück!

Nun also ein Live-Album, immerhin das erste nach über 30 Jahren im Musikgeschäft und über 100 Millionen verkauften Tonträgern. 75 Shows hat Michael auf seiner "Symphonica"-Tour gegeben, und das, wie der Titel andeutet, samt großer Orchesterbegleitung. Also wirft man gespannt einen Blick auf die Tracklist, um zu sehen, welche Songs es auf die Platte geschafft haben.

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Sieben überarbeitete Eigenkompositionen, sieben Cover

"Symphonica" erscheint am 14. März 2014 bei Universal Music
"Symphonica" erscheint am 14. März 2014 bei Universal Music

Tatsächlich bestand die während der Tour mehrfach geänderte Setlist im Schnitt aus 23 Songs pro Abend. Große Hits aus dem eigenen Backkatalog wie "Careless Whisper" oder "Faith" hat Michael zwar nicht gespielt, von den Wham!-Klassikern ganz zu schweigen. Dafür hat er spannende Songs von New Order, The Police, Rihanna, Amy Winehouse oder Rufus Wainwright gecovert. Doch siehe da, sie wurden gestrichen! Letztlich bleiben auf "Symphonica" 14 Songs übrig, 7 Eigenkompositionen und 7 Cover, für die Michael ja schon immer eine Vorliebe hatte. Mehr nicht. Irgendwie fühlt sich die Mogelpackung noch mogeliger an.

Und das Mogelpackungs-Gefühl wird auch nicht weniger, denn nach jedem einzelnen Song gibt es eine Pause. Und Pausen sind bei Live-Alben immer sehr problematisch, da sie das Konzert zu einer sterilen Angelegenheit machen. Sie versauen die Dramaturgie. Sie splitten den Applaus, der mit jedem neuen Lied an- und abschwellt und insofern unauthentisch und gesteuert wirkt. Nicht minder steril wirkt "Symphonica", weil faktisch keine Kommunikation zwischen dem Künstler und seinem Publikum stattfindet. Mehr als ein "Good evening!" ist nicht drin. George Michael singt, und die Leute hören zu.

Stimmliche Brillanz, einfühlsamer Gesang

Dennoch hat "Symphonica" seine Momente. Da sind der Gänsehaut-Eröffnungssong "Through" und das unverwüstliche "Praying For Time". Mit dem Klassiker "My Baby Just Cares For Me" macht man sowieso nie was falsch. Und mit Michael Bublés "Feeling Good" kommt sogar kurzzeitig Schwung in die Bude.

Den Hut ziehen muss man vor Michaels stimmlicher Brillanz. Der Gesang des 50-Jährigen ist sensibel und einfühlsam, ja er hat etwas Reinigendes und steht noch über dem Orchester im Zentrum dieser Aufnahmen. Einzig aus dem etwas schief gesungenen "Wild Is The Wind" hätte man mehr machen können und müssen, wie die zum Vergleich herangezogene, eindringliche Version von David Bowie aus dem Jahr 1976 beweist.

Ist "Symphonica" also den Kauf wert? Wer auf schöne Jazz- und Soul-Momente steht, wer Konzertmitschnitte mag, die eine getragene, melancholisch-meditative Atmosphäre haben, und wer George Michael verehrt, der soll ruhig zugreifen. Der Rest wartet lieber auf wirklich neue Songs.

Youtube | Hörprobe aus dem Album: "Praying For Time"
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Homepage von George Michael
» Fanpage auf Facebook
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Tags: george michael, symphonica
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Reaktionen zu "George Michaels Mogelpackung"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
13.03.2014
09:24:45


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Besser eine Mogelpackung als billig abgekupfert!


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#2
13.03.2014
09:30:04


(-1, 5 Votes)
 
#3
13.03.2014
10:54:07


(+3, 3 Votes)

Von XDAS


Ich persönlich hielt zwar George Michael immer schon für maßlos überschätzt (er ist gut, aber nicht so genial wie manche tun), aber dieses Album als Mogelpackung zu kritisieren, nur weil er überarbeitete Eigen-Titel und Cover singt, finde ich auch übertrieben.

Musiker sind eben keine Hitmaschinen, die in festem Rhythmus neue Titel zu schreiben haben. Wenn die Zeit reif ist, wird er vielleicht auch wieder mit neuen Titeln kommen. Und wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter...


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#4
13.03.2014
14:41:56


(+2, 2 Votes)

Von maaaartin


naja, mir reicht im zweifelsfall die erste wham lp um mal wieder trällernd durch die wohnung zu hüpfen - "mixing with the wrong boys playing with the wrong toys... "


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#5
14.11.2015
13:34:22


(0, 0 Vote)

Von Wadim
Antwort zu Kommentar #3 von XDAS


Doch, er i genial


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