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Premierminister David Cameron setzte die Ehe-Öffnung gegen innerparteiliche Widerstände durch – auf europäischer Ebene bilden seien Tories aber mit extrem homofeindlichen Parteien wie ChristenUnie aus Holland oder PiS aus Polen eine gemeinsame Fraktion (Bild: bisgovuk / flickr / by-nd 2.0)

Großbritannien beginnt mit der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben: Seit Donnerstag werden im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen in England und Wales automatisch anerkannt.

Bislang wurden diese gleichgeschlechtlichen Ehen nur als "Civil Partnerships" (eingetragene Lebenspartnerschaften) gewertet. Diese gibt es in Großbritannien bereits seit 2005 (queer.de berichtete), sie enthalten gegenwärtig praktisch die gleichen Rechte wie heterosexuelle Ehen.

Wer unverheiratet ist, kann nun beim Standesamt in England und Wales ab sofort eine gleichgeschlechtliche Eheschließung beantragen. Wegen der gesetzlich vorgeschrieben Wartefrist werden die ersten schwulen und lesbischen Ehen am 29. März geschlossen werden. Bereits verpartnerte Paare müssen allerdings noch einige Monate warten, um ihre Lebenspartnerschaft auf Antrag in Ehen umwandeln zu lassen. Die Umwandlung ist allerdings nicht Pflicht.

Die Öffnung der Ehe wurde vom konservativen Premierminister David Cameron gegen Widerstände in der eigenen Partei durch das Parlament geboxt. Königin Elisabeth II. unterzeichnete die Gesetzesnovelle im Juli 2013 (queer.de berichtete).

Das teilautonome Schottland will ebenfalls die Ehe für Schwule und Lesben öffnen. Bei einer ersten Abstimmung sprachen sich mehr als vier Fünftel der Abgeordneten für die Gleichstellung aus (queer.de berichtete). Derzeit konzentriert sich die gesamte schottische Politik jedoch auf ein Referendum im September, bei dem die Schotten über ihren Verbleib im Vereinigten Königreich abstimmen werden. Erste Eheschließungen werden frühestens Ende des Jahres möglich sein.

Als einziger Landesteil hat Nordirland vergangenes Jahr die Ehe-Öffnung abgelehnt. Insbesondere die protestantischen Parteien stimmten im Parlament gegen die Gleichstellung, die von der katholisch-republikanischen Partei Sinn Féin beantragt worden war (queer.de berichtete). (dk)



#1 Simon HAnonym
  • 13.03.2014, 14:50h

  • Prima.

    Jetzt hoffentlich noch sehr bald die Eheöffnung und dann sind wir wieder ein Stück weiter.

    Nur in Deutschland hängen Union und SPD weiterhin im Mittelalter fest.
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#2 TimonAnonym
  • 13.03.2014, 14:57h

  • Und wieder mal sieht Deutschland sehr sehr alt aus. Dank Frau Merkel und ihren Schoßhündchen von der SPD...
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 MK1990Profil
  • 13.03.2014, 16:53hEssen
  • Schön und ich denke auch mit jedem weiteren Land, das die Ehe öffnet, steigt auch in Deutschland die Chance dafür.
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#5 GerritAnonym
#6 SchleicheR74
  • 13.03.2014, 20:09h
  • Hab Probleme meine Gefühle zu definieren. Freude, Scham und Ärger mit einer Prise Hoffnung.
    Freude für die Engländer, Scham und Ärger für Merkel und Deutschland. Aber so langsam muss doch das Einsehen kommen.
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#7 alexander
#8 lindener 1966Anonym
  • 13.03.2014, 21:35h
  • Und man darf sich auch klarmachen, dass noch Anfang der 90er in England ein ganz anderes Klima herrschte. Hohe "Schutzaltergrenze", clause 28 oder der sogenannte "spanner case". Vieles wurde vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt und letztlich geändert...

    de.wikipedia.org/wiki/R_v_Brown

    Es geht also doch....auch bei einer konservative Regierug.....
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 14.03.2014, 13:18h


  • Und das alles weil in England die Liberalen in der Regierung sitzen und die Eheöffnung gefordert haben.

    Dort wo Liberale mitregieren, kommt die Eheöffnung.

    Dort wo Sozialdemokraten mitregieren, kommt die Eheöffnung nicht, wie beispielsweise in Deutschland oder in Österreich derzeit.
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#10 Torsten_Ilg
  • 14.03.2014, 23:38h
  • Ich denke die Entwicklung in Großbritannien ist mit Bedacht gewählt, und auch klug terminiert worden. Premierminister David Cameron ist ein politischer Vertreter der konservativen Tory-Partei, die mit ihrer EURO-kritischen Haltung auch als möglicher und (potentiell) wichtigster Koalitionspartner für die deutsche AfD im Europaparlament in Frage kommt. - Ich denke eine an Werten orientierte Politik kann niemals gegen das Interesse von Schwulen und Lesben gerichtet sein. Dafür bedarf es der Bereitschaft ideologische Scheuklappen abzulegen. Fazit: Die politische Linke in Europa hat jedenfalls nicht automatisch das "Recht gepachtet", alleiniger Sachverwalter der Interessen von Schwulen und Lesben zu sein.
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