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Kylie – noch lange kein Alteisen


Kylie Minogue meldet sich mit dem neuen Studioalbum "Kiss Me Once" und viel Weichzeichner zurück auf den Dancefloors (Bild: Warner Music)

Für ihr zwölftes Studioalbum "Kiss Me Once" holte sich die australische Sängerin Kylie Minogue hochkarätige Unterstützung an Bord.

Mehr als 70 Millionen Tonträger hat sie seit ihrem Karrierestart 1986 verkauft. Mit "Into the blue" schickt sich Kylie Minogue gerade an, ihren 35. britischen Top-10-Hit zu holen. Die fast 46-Jährige will aber noch lange nicht zum alten Eisen gehören, das stellt die Australierin mit ihrem neuen Album "Kiss Me Once" klar.

Für Studio-Werk Nummer Zwölf holte sich Kylie Minogue hochkarätige Unterstützung an Bord. Pharrell Williams, dank gleich dreier Nummer-Eins-Hits in den letzten zwölf Monaten Mann der Stunde, steuert "I was gonna cancel" bei. Mit seinen souligen Gitarrenriffs und einem leicht überkandidelten Background-Chorus gehört der Gutelaune-Song prompt zu den Highlights des Albums.

Kandidat für eine weitere Single-Auskoppelung: "Sexy Love"


Das Album "Kiss Me Once" ist bei Warner Music erschienen. Eine Deluxe-Edition enthält zwei zusätzliche Tracks und exklusives Video-Footage

Ähnlich angesagt wie Williams ist derzeit Kylies Landsfrau Sia Furler, die derzeit Perlen am laufenden Band unter anderem für Rihanna, Katy Perry oder David Guetta hervorzaubert. "Sexercise" gehört eher zu ihren schwächeren Songs, während sich das Titelstück "Kiss Me Once" mit jedem Durchgang mehr in die Gehörgänge schmeichelt.

Ein heißer Kandidat für eine weitere Single-Auskoppelung ist das unwiderstehliche "Sexy Love", auch "Feels So Good" entwickelt einen ganz eigenen Sog. Das eingängige "Million Miles" schließt nahtlos an den Kylie-Pop der 00er Jahre an, während "Les Sex", eine Zusammenarbeit mit dem New Yorker Elektro-Duo MNDR, zaghaft Neuland erschließt.

Das Album lässt sich gut an einem Stück genießen, Füllsel gibt's hier keine. Doch fehlen auch Überflieger à la "Can't get you out of my head". So ganz scheinen die Produzenten den ihnen anvertrauten Songs nicht vertraut zu haben. Anders lassen sich die vielen, teils überflüssigen Synthie-Effekte und Sound-Gimmicks nicht erklären. Der arme Enrique Iglesias etwa wird in dem von ihm mitgeschriebenen Duett gar nicht "Beautiful" von Cher-Vocodern fast bis ins Unkenntliche verzerrt.

Sei's drum: Die Geschichte des Pop wird mit "Kiss Me Once" nicht neu geschrieben, doch Kylie-Fans werden dieses Album zurecht lieben. (to)

Youtube | Trailer zum neuen Album


Kylies neuer Dance-Hit

Der australische Superstar Kylie Minogue hat sich mit einer vielversprechenden Single zurückgemeldet: "Into The Blue".
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