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  • 14.03.2014           16      Teilen:   |

Nach Neonazi-Angriff in Malmö

Berlin: Kundgebung vor schwedischer Botschaft

Artikelbild
Der Aktivist Showan Shattak lag nach der Attacke durch Rechtsradikale im künstlichen Koma. Unter dem Schlagwort "Kämpa Showan" erhielt er Solidaritätsadressen aus der ganzen Welt.

Nach der Neonazi-Attacke gegen mehrere Aktivisten gegen Homophobie rufen mehrere Organisationen zu einer Mahnwache am Sonntag auf.

Die Aktiven Fans von Tennis Borussia (TBAF) haben in Absprache mit der schwedischen Botschaft und mit Unterstützung des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) zu einer Kundgebung an diesem Sonntag in Berlin aufgerufen.

Anlass ist eine Gewalttat, die in Schweden für Entsetzen und zahlreiche Demonstrationen im ganzen Land geführt hatte: Am 8. März wurden in Malmö Aktivistinnen und Aktivisten von "Fotbollssupportrar mot homofobi", einem schwedischen Ableger der in Berlin gegründeten "Fußballfans gegen Homophobie", von Rechtsextremisten mit Messern angegriffen. Die Gruppe befand sich auf dem Nachhauseweg von der Frauentag-Mitternachtsparade.

Die Verletzten erlitten Stichwunden, unter anderem einen Stich in die Lunge. Am schlimmsten verletzt wurde dabei der Aktivist Showan Shattak. Er trug bei dem Angriff schwere Kopfverletzungen davon und lag zwischenzeitlich im künstlichen Koma. Der 25-jährige ist Gründer von "Fotbollssupportrar mot homofobi" und ist eng mit den Berliner Aktivisten verbunden.

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"Der Angriff und Mordversuch in Malmö zeigt erneut, dass Rassismus, Homophobie und andere Diskriminierungsformen nicht nur eine Meinung sind, mit der eine pluralistische Gesellschaft leben muss, sondern eine konkrete und oft lebensbedrohliche Gefahr. Nicht nur in Schweden, sondern auch in Deutschland gab es z.B. in Braunschweig, Aachen und Duisburg in den letzten Monaten zahlreiche Angriffe auf Fans verschiedener Vereine, die das Ideal einer bunten und diskriminierungsfreien Kurve und Gesellschaft vertreten wollten", so Christian Rudolph von den Aktiven Fans von Tennis Borussia, in einer Pressemitteilung.

Und Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg betont: "Homophobie und Rassismus sind Menschenrechtsverletzungen und müssen konsequent bekämpft werden", ergänzt Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg.

Der Protest findet am Sonntag, den 16. März nach einem Spiel von Tennis Borussia ab 17.30 Uhr auf dem Vorplatz der Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1 in 10787 Berlin statt. (pm)

Links zum Thema:
» Facebook-Seite zur Kundgebung
» Schwedische Facebook-Seite Kämpa Showan
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Tags: berlin, schweden, tennis borussia, showan shattak, malmö, neonazis
Schwerpunkte:
 Schweden
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Reaktionen zu "Berlin: Kundgebung vor schwedischer Botschaft"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
14.03.2014
17:38:25


(+7, 11 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Viele Teilnehmer bitte!


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#2
14.03.2014
19:28:25


(+12, 14 Votes)

Von Robin


Offenbar macht der konservative Rollback auch vor liberalen, vorbildlichen Staaten wie Schweden nicht halt.

Ein Grund ist auch, dass wir uns nicht genug wehren. Ich glaube, manche ahnen nicht mal, wo wir hinsteuern...


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#3
14.03.2014
20:05:35


(+11, 15 Votes)

Von Tödlich


"Der Angriff und Mordversuch in Malmö zeigt erneut, dass Rassismus, Homophobie und andere Diskriminierungsformen nicht nur eine Meinung sind, mit der eine pluralistische Gesellschaft leben muss..."

Nein. Grundfalsch.

Rassismus und Homophobie sind eben keine "Meinung", mit der eine demokratische Gesellschaft, die grundlegende Menschenrechte achtet, in irgendeiner Weise leben "muss" oder kann. Sie sind ein Verbrechen und gehören endlich so behandelt!

Dieses Anbiederungsgeschwafel (ganz im Stile von "Wir leben ja alle so frei wie nie...") in einer solchen Stunde und angesichts der tatsächlichen gesellschaftlichen Verhältnisse dort wie hier, wo Schwule im Alltag und im öffentlichen Raum weiterhin praktisch unsichtbar sind, ist wirklich zum Kotzen.


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#4
14.03.2014
22:25:59


(+8, 8 Votes)

Von Tezz


Liebes Queer.de-Team,
vielen Dank, dass ihr über unsere Kundgebung berichtet!!!
Unseres Wissens nach liegt Showan leider nach wie vor im künstlichen Koma.

Fußballfans gegen Homophobie e.V.


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#5
15.03.2014
01:48:32


(+9, 11 Votes)

Von AlDie


Hat sich denn Eva Brunne noch gar nicht zu wort gemeldet?


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#6
15.03.2014
11:31:50


(+10, 10 Votes)

Von Nils
Antwort zu Kommentar #2 von Robin


Schweden ist tatsächlich ein mehrheitlich offenes und tolerantes Land. Wer schon einmal dort war, wird verstehen was ich meine ;)

Probleme mit Nationalisten, Rechtsextremen und "konservativen" Radikalen hat dieses Land aber nicht erst seit gestern. Mit den Schwedendemokraten sitzt sogar eine rechte Partei im Reichstag. Die rechte Szene dort ist sehr groß und sehr aktiv. Was hier leider etwas untergeht ist doch eher die Nachricht, dass ein solcher Vorfall in ganz Schweden Proteste und Kundgebungen nach sich zieht um eine solche Tat zu verurteilen. Dort wehrt sich die Bevölkerung gegen solche Tendenzen und will "ihr" Schweden verteidigen. Wer schwedische Regionalzeitungen verfolgt wird als Deutscher schon mal verwundert feststellen, wie ausführlich berichtet wird, wenn irgendwo im Supermarkt jemand rassistisch beleidgt wird. (In deutschland müssen schon Dutzende Menschen von Terrorkommandos massakriert werden, bis überhaupt eine Zeitung so etwas erwähnt).
Insofern würde ich für Schweden nicht von einem konservativen Rollback sprechen. Dort wird solchen Taten nur eine größere und für uns ungewöhnliche Aufmerksamkeit geschenkt. Aber eben Aufmerksamkeit in dem Sinne, dass die überwiegende Mehrheit die Freiheit verteidigt sobald sie irgendwo bedroht wird.


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#7
15.03.2014
11:50:53


(+5, 9 Votes)

Von quer
Antwort zu Kommentar #6 von Nils


(In deutschland müssen schon Dutzende Menschen von Terrorkommandos massakriert werden, bis überhaupt eine Zeitung so etwas erwähnt)

Youtube-Video:


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#8
15.03.2014
13:02:56


(+9, 9 Votes)

Von tennisborussia
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 15.03.2014
Antwort zu Kommentar #3 von Tödlich


Absolut berechtigter Kritikpunkt. Auch wenn der Satz wohl eher zum Ausdruck bringen sollte, dass unterschiedlichste Diskriminierungsformen etc. in offener sowie latenter Form leider nach wie vor Teil des gesellschaftlichen status quo sind, lässt er sich so lesen, dass sowas als Teil des demokratischen "Meinung"sspektrums erlaubt sein muss, dass man "ja mal sagen dürfen wird, dass ..." usw usf. - Was natürlich überhaupt nicht geht und exakt die Haltung verkörpert, die wir als Fanszene seit vielen Jahren bekämpfen, so wirkungsvoll wir das in unserem Umfeld leisten können. Der Satz befindet sich deshalb auch nicht im gestern veröffentlichten Aufruf, siehe u.a. hier:
Link zu www.tebe.de
und war hier versehentlich nochmal in der allerersten Entwurfsfassung durchgerutscht.

Würden uns morgen jedenfalls über breite Unterstützung auch über den Fußballkontext hinaus freuen. Kämpa Showan!


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#9
15.03.2014
17:52:15


(+6, 6 Votes)

Von Hugo
Antwort zu Kommentar #6 von Nils


"Aber eben Aufmerksamkeit in dem Sinne, dass die überwiegende Mehrheit die Freiheit verteidigt sobald sie irgendwo bedroht wird."

Du sprichst mir aus dem Herzen, deshalb wettere ich hier gegen konservative und extremisten.
In der Tat die nördlicheren Menschen sind viel offener als die südlichen und östlichen, da würde sich vielleicht lohnen Forschung zu betrteiben, warum das so ist, vielleicht kann was daraus lernen.


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#10
15.03.2014
17:55:09


(+6, 6 Votes)

Von Hugo
Antwort zu Kommentar #7 von quer


"Nichts gelernt? Wie Bayerns Behörden Neonazis unterschätzen | quer vom BR"

Wie bitte, unterschätzen?, die Behörden sind unterwandert von den rechtsextremen.


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