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  • 15.03.2014           26      Teilen:   |

Gleichstellung abgelehnt

Kein Adoptionsrecht für Lesben und Schwule in Portugal

Artikelbild
Heiraten ja, Kinder nein: Ein schwules und ein lesbisches Paar vor dem Parlament in Lissabon (Bild: ILGA Portugal)

Bei der ersten Lesung hatte es noch eine Mehrheit gegeben – doch bei der zweiten lehnte die konservative Regierungsmehrheit am Freitag eine Stiefkindadoption für Homosexuelle ab.

Rückschlag für Homorechte in Portugal: Im Parlament ist am Freitag ein Antrag der oppositionellen Sozialistischen Partei (PS), homosexuellen Paaren die Stiefkindadoption zu gewähren, knapp gescheitert. 107 Abgeordnete stimmten für den Entwurf, 112 dagegen – darunter fast alle Politiker der liberal-konservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho.

Bei der ersten Lesung im Mai 2013 hatte das Parlament dem Gesetzentwurf noch zugestimmt (queer.de berichtete). Sie sei tief enttäuscht und verstehe nicht, weshalb einige ihrer Kollegen zwischen den beiden Abstimmungen ihre Meinung geändert hätten, erklärte die einflussreiche Abgeordnete der Regierungspartei PSD Teresa Leal Coelho laut dpa. "Die Abschaffung dieses Adoptionsverbots und der Schutz der betroffenen Kinder sind dringend nötig", sagte sie. Mit dem Gesetzentwurf wollten die Sozialisten allen Homosexuellen in Ehe oder Partnerschaft, die älter als 25 Jahre sind, die Adoption eines leiblichen oder Adoptivkindes ihres Partners ermöglichen.

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Trotz Ehe-Öffnung im Jahr 2010 noch immer Diskriminierung

Als "absolut schockierend" kritisierte der Präsident der ILGA Portugal, Paulo Corte-Real, das Abstimmungsergebnis. Das Parlament erhalte eine verfassungswidrige Diskriminierung aufrecht. Den Regierungsparteien seien die Kinder "völlig egal", sagte er.

Portugal hatte im Jahr 2010 als eines der ersten Länder weltweit die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet, das Adoptionsrecht dabei jedoch ausdrücklich ausgespart. Bis 1982 war gleichgeschlechtlicher Sex in dem katholischen Land noch verboten.

Ein Antrag der linken Opposition, homosexuellen Paaren das volle Adoptionsrecht zu gewähren, war bereits im Mai 2013 gescheitert. Auch künstliche Befruchtung ist in Portugal nur heterosexuellen Ehefrauen erlaubt, eine Leihmutterschaft ist verboten. Schwule und lesbische Paare werden jedoch häufig als Pflegefamilien akzeptiert. (cw)

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Tags: portugal, stiefkindadoption, adoptionsrecht, teresa leal coelho, paulo corte-real
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Reaktionen zu "Kein Adoptionsrecht für Lesben und Schwule in Portugal"


 26 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
15.03.2014
12:03:28


(+5, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Trotz des knappen Abstimmungsergebnisses ist es für das erzkatholische Land ein Rückschritt! Wäre zu wünschen, daß sich bei den nächsten Wahlen die Mehrheitsverhältnisse im Parlament wieder ändern!


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#2
15.03.2014
12:15:20


(+14, 14 Votes)

Von goddamn liberal


Man wird genau hinschauen müssen, welche reaktionären Seilschaften da im Hintergrund Wühlarbeit betrieben haben...


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#3
15.03.2014
12:29:19


(+5, 7 Votes)
 
#4
15.03.2014
13:19:40


(+9, 9 Votes)

Von sperling


nicht mal die stiefkinddadoption?

es geht hier um kinder, die bereits de fakto mit zwei schwulen / lesbischen eltern zusammenleben. selbst WENN man annähme, dass das den kindern nicht guttäte (was natürlich nur wahn ist) - durch dieses verbot wird keinem einzigen kind dieses realität "erspart". die einzige reale konsequenz ist, dass diese kinder rechtlich schlechter abgesichert sind als kinder in gleicher konstellation mit hetero-eltern.

sogar aus der logik der konservativen heraus ist das eine entscheidung, die ausschließlich GEGEN DIE RECHTE DER KINDER wirkt. keinem einzigen der betroffenen kinder nutzt diese entscheidung irgendetwas. im gegenteil, alle haben nachteile, die andere kinder nicht haben.

noch deutlicher kann man nicht zeigen, dass es hier gar nicht um die interessen der kinder geht, sondern nur um das ausleben von macht, gehässigkeit und homophobie.

diese immer noch fast allgegenwärtige, kindisch-bockige homophobe aggression ist eine schande für die demokratie, für das christentum, für das mitgefühl und für die menschliche vernunft.


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#5
15.03.2014
16:09:39


(+7, 9 Votes)

Von Finn


"Bei der ersten Lesung hatte es noch eine Mehrheit gegeben doch bei der zweiten lehnte [...]"

Man merkt halt sehr deutlich, dass überall auf der Welt die Homohasser wieder auf dem Vormarsch sind. Die stecken Milliarden in den Kampf gegen Homorechte und schrecken vor keiner Lüge und keiner Trickserei zurück.

Und die werden immer mehr Oberhand gewinnen, wenn wir uns nicht endlich wehren...


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#6
15.03.2014
16:37:29


(+5, 7 Votes)

Von Wolfgang
Aus Bielefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 13.01.2011


@Finn

Du hast absolut Recht...
Es handelt sich um Homohasser, die sic aufgrund der Wühlarbeit der Religioten (siehe Zentralafrika, wo die amerkanischen Homohasser Riesensummen investieren und Leute bestechen, um Staaten und ihre Repräsentanten zum Homohaß zu bestecken) überall im Aufwind sind.
Auf der sicher nicht des Liberalismus und der Schwulenfeindlichkeit verdächtigen WELT gab es heute einen positiven Artikel über die natürlich vorkommende Homosexualität in den diversen Spezies. Normalerweise kommt dann immer der Hinweis der dummen Religiösen, der Mensch sei kein Tier - sie können sich eben damit nicht abfinden, daß wir auch nur eine Primatenart sind.
Aber diesmal kam es noch ignoranter: obwohl im Artikel die evolutionären Vorzüge der Homosexualität auch für die Fortpflanzung der jeweiligen Art (denn darum geht es in der Evolution: nicht die Fortpflazung des Individuums, sondern um die Erhaltung der Art) beschrieben wurde, kamen im Forum die entsetzlich dummen Antworten:
ja, wenn alle homosexuell wären, dann würde die Menschheit aussterben.
Homosexuelle könnten keine Kinder bekommen und seien deshalb ein Fehler der Natur usw. usf.
Gebetsmühlenartig wird immer wieder der gleiche Unsinn wiederholt. Da kann man noch so oft mit Erkenntnissen kommen, die die "Natürlichkeit" (wenn das überhaupt ein Kriterium sein sollte) belegen, aber diese Leute sind entweder zu dumm (dabei ist es leicht einsehbar, welchen evolutionären Vorteil Homosexualität auch für Heterosexuelle hat) oder bewußt verbohrt - in diesem Fall läuft alles auf "Der Liebe Gott hat´s verboten" hinaus. Es gibt kein anderes "Argument" für die Ablehnung; vielleicht noch die persönlichen Ekel, der aber auch wieder anerzogen ist und schließlich auf dem religiösen Verbot beruht.
Der Kampf um gleiche Rechte für Homosexuelle ist also mehr - er ist ein Kampf gegen die Dummheit und gegen die Religion die die soziale, kulturelle, wissenschaftliche, aber vor allem zivilisatorische Fortentwicklung ablehnt.
Es scheint in der Tat so, daß wir entschiedenere Maßnahmen gegen diesen Terror der Dummheit und der Religionen (die dann wieder benutzt werden von Autokraten wie Putin oder korrupten Politikern wie in Afrika, um Popanze aufzubauen und damit abzulenken von den eigenen Machenschaften) andere Maßnahmen ergreifen müssen als nur das brave Demonstrieren. - Wenn wir nicht langsam aufwachen, werden wir uns im Untergrund wiederfinden und mit anderen Gruppen als bewaffnete Partisanen gegen die Religionen kämpfen müssen.


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#7
15.03.2014
16:51:43
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von child


Künstliche Befruchtung und Leihm. ist das gleiche, d. h. wer wen macht weiss man nicht. Gen Technik. Kompliziert


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#8
15.03.2014
17:37:42


(+4, 6 Votes)

Von mitfühlend
Antwort zu Kommentar #4 von sperling


"christentum" und "vernunft" in einem atemzug?

really?


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#9
16.03.2014
01:36:56


(+4, 6 Votes)

Von vinho verde
Antwort zu Kommentar #2 von goddamn liberal


Chritliche Religionsfaschisten am Werk, was sonst?


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#10
16.03.2014
09:50:48


(+6, 6 Votes)

Von Sebi


Die Katholiban hat halt in Portugal noch echt viel Einfluss.

Aber in Deutschland ja auch. Immerhin hat Portugal schon die Ehe geöffnet und ist damit schonmal ein ganzes Stück weiter als Deutschland, wo der politische Arm der katholischen Kirche Deutschland jetzt schon in der dritten Legislaturperiode im Klammergriff hält.


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