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Gründer der Westboro Baptist Church

Hass-Prediger Fred Phelps ist tot


Fred Phelps in einem gut zehn Jahre alten Bild, als er noch die bloße Tolerierung von Homosexuellen als größtes Übel der Menschheit beschrieben hat

Der Hass auf Homosexuelle war sein einziger Lebensinhalt: Jetzt ist der am meisten verachtete amerikanische Prediger tot.

Fred Phelps, der Gründer der homophoben Westboro Baptist Church aus Topeka (US-Bundesstaat Kansas), ist am Mittwochabend im Alter von 84 Jahren gestorben. Das haben sein Sohn Timothy und seine Tochter Shirley gegenüber Lokalmedien bestätigt.

Bereits vor wenigen Tagen hatte Phelps Sohn Nate auf Facebook geschrieben, dass sein Vater im Krankenhaus im Sterben liege. Nate hatte sich 1980 von der Kirche losgesagt und ist jetzt Atheist und ein LGBT-Aktivist in Kanada. Er hatte vor wenigen Tagen auch bestätigt, dass sein Vater bereits 2013 aus der Kirche exkommuniziert worden sein soll, weil er einen "sanfteren" Glauben lehren wollte. Details aus der medienscheuen Kirche sind allerdings nicht bekannt.

Die Kirche besteht fast nur aus Familienmitgliedern – laut US-Medienberichten sollen zirka 100 Menschen in der Sekte aktiv sein.

"Schwuchteln sterben – Gott lacht"

Phelps war über Jahrzehnte der Anführer der Kirche, deren Mitglieder bei Demonstrationen am Rande von Beerdinungen von ermordeten Schwulen oder verstorbenen HIV-Positiven mit Schildern wie "Gott hasst Schwuchteln" oder "Schwuchteln sterben – Gott lacht" erschienen sind. Viele der Teilnehmer waren Kinder. Später protestierten sie auch bei Begräbnissen von US-Soldaten, mit Aufschriften wie "Schwuchtel-Armee". Die Soldaten hätten die gerechte Strafe von Gott dafür erhalten, dass die US-Regierung Homosexualität "ermögliche", so die Begründung.

2011 konnte die Westboro Baptist Church einen großen Erfolg vor dem Obersten Gerichtshof der USA erzielen: Die Richter hatten mit acht gegen eine Stimme entschieden, dass die Protestaktionen vor Beerdingungen vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien (queer.de berichtete). Auch wenn die Kirche von fast allen Medien für ihre Hetzjagden verurteilt worden war, hatten 21 Medienorganisationen die Klage unterstützt – darunter auch angesehene Firmen wie die Nachrichtenagentur AP. Sie fürchteten, dass bei einer Niederlage der Westboro-Kirche die in den USA fast absolute Meinungsfreiheit eingeschränkt und damit die Berichterstattung erschwert werden könnte. (dk)



#1 breaking newsAnonym
#2 NikkiProfil
  • 20.03.2014, 19:17hberlin
  • Eigentlich müsste ich mich "fast" schämen sowas nun zu sagen....aber auch nur fast.....

    Gut so den Hass tötet viel mehr Menschen...
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 20.03.2014, 19:17h
  • Auf Soldaten-Beerdigungen rumzumaulen, das hat schon was. Meinungsfreiheit find' ich gut, auch wenn es manchmal schwerfällt.
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#4 Sebastian TrommAnonym
#5 FlorianAnonym
  • 20.03.2014, 19:21h
  • So ein "Mensch" hat hier nichts zu suchen. Wir werden heute Abend hier in den USA seinen Tot feiern. Was fuer ein wiederlicher "Mensch", der auf Soldatengraeber spuckte, und hass verbreitete. Reine Luftverschwendung!
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#6 David77Anonym
  • 20.03.2014, 19:24h
  • Wünschen wir seiner Familie, dass sie bei seiner Beerdigung den gleichen Respekt erfährt, den sie anderen auch gewährt hat!
    Man sollte die Familie mit einem Freundfest auf dem Friedhof begleiten! Ist doch alles durch die freie Meinungsäußerung gedeckt!!
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#7 chrisProfil
  • 20.03.2014, 19:25hDortmund
  • Antwort auf #1 von breaking news
  • Nur weil jemand tot ist, macht ihn das im Nachinein nicht zu einem besseren Menschen oder zu jemandem, dem man vergeben muss. Er war ein menschenverachtendes Arschloch und er wird es auch im Tod bleiben. Und gerade diese Demoaktionen bei Beerdigungen sind an Abartigkeit kaum noch zu überbieten. Wäre der mit seinen Schildern aufgetaucht, während ich meinen Freund zu Grabe getragen hätte, dann hätte der Type schon viel früher ins Gras gebissen.
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#8 FlorianAnonym
#9 realsmurf
  • 20.03.2014, 19:30h
  • Normalerweise müsste die US Army und die Schwulen/Lesben in den Staaten da auch jubelnd und gröhlend bei der Beerdigung antreten.
    Mal sehen, wie die Familie von Ihm das findet...
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#10 hammerfaustAnonym
  • 20.03.2014, 19:41h
  • Antwort auf #7 von chris

  • Wollen wir genauso menschenverachtend und intolerant sein wie der Verstorbene?
    Jegliche weitere Diskussion über ihn wàre nur in seinem und seiner Anhänger Interesse.
    Also: RIP ,you will not be missed.
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