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Ein neues Internetportal berät Schwule und Lesben bei Diskriminierung und Gewalt

Von Carsten Weidemann

Vielfalt ist das Ziel, Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen von Lesben und Schwulen sind das Thema: Alles, was es darüber zu wissen gibt, findet sich jetzt "auf einen Klick" im völlig neuen Internetportal www.vielfalt-statt-gewalt.de.

Es bietet all denen Orientierung und Hilfe, die Diskriminierungs- und Gewaltsituationen erlebt haben oder sich damit auseinandersetzen wollen. Das Besondere: Obwohl sich die Seiten an Lesben und Schwule gemeinsam richten, gibt es Unterseiten, die Frauen und Männer jeweils ganz individuell ansprechen. Erstmals haben sich hier auch zehn Antigewaltprojekte für Lesben und für Schwule in einem starken Bündnis gegen Gewalt vernetzt.

Denn Gewalterfahrungen wie Anpöbeleien, Drohungen und der körperliche Übergriff gehören immer noch zur Lebensrealität von Lesben und Schwulen. Viel häufiger sind es jedoch scheinbar harmlosere Formen von Homophobie, denen Lesben und Schwule begegnen: Ausgrenzung und Mobbing am Arbeitsplatz oder in der Schule, Herabsetzung und Beschimpfungen in der Familie während des Coming-outs, hämische Bemerkungen oder gar Psychoterror durch die Nachbarschaft.

"Das neue Internetportal vielfalt-statt-gewalt.de hat ein klares Ziel: Es macht alltägliche Gewalterfahrungen nicht nur transparent , sondern zeigt vor allem auch Handlungsmöglichkeiten in und nach Diskriminierungs- und Gewaltsituationen auf", so Almut Dietrich, die als Landeskoordinatorin der Anti-Gewalt-Arbeit in NRW die Seiten inhaltlich verantwortet.

Betroffene Lesben und Schwule erhalten darüber hinaus erste rechtliche Informationen und vor allen Dingen erfahren sie, wer in NRW kompetent zum Thema Diskriminierung und Gewalt berät und unterstützt.

Die Seiten richten sich jedoch nicht nur an Lesben und Schwule, die aktuell Opfer einer Gewaltsituation geworden sind, sondern möchten Lesben und Schwule als Community ansprechen, sich aktiv mit dem Thema auseinander zu setzen. "Über Handlungsmöglichkeiten ins Gespräch zu kommen, ist ein wichtiger Beitrag , um sich im Vorfeld gegen Diskriminierung und Gewalt zu schützen", so die Erfahrung der Landeskoordinatorin aus Beratungsgesprächen und Informationsveranstaltungen.

Diesem Anliegen geben eine Vielzahl von Fotomodellen aus der lesbisch-schwulen Szene ihr Gesicht. Sie zeigen: es lohnt sich, sich einzusetzen: Für Vielfalt - gegen Gewalt.

11. Dezember 2004



#1 oberflächlichAnonym
#2 SybillAnonym
  • 13.12.2004, 13:39h
  • Von wegen Schnickschnack. Es ist wichtig und toll, daß es solche Projekte gibt! Mut und weiter so!
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