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  • 24.03.2014           92      Teilen:   |

Rechter Erfolg bei Kommunalwahlen

Frankreich: Schwuler Kandidat des Front National wird Bürgermeister

Artikelbild
Der Kandidat mit seiner Parteichefin auf einem Wahlplakat

Steeve Briois, Generalsekretär der rechtsextremen Partei, war im letzten Jahr durch ein Buch geoutet worden.

Bei den Kommunalwahlen in Frankreich am Sonntag ist auch ein schwuler Mann zum Bürgermeister gewählt worden: In der Kleinstadt Hénin-Beaumont bei Lille erzielte Steeve Briois rund 50,3 Prozent der Stimmen. Der 41-Jährige ist Generalsekretär des Front National.

Die rechtsradikale Partei unter Marine Le Pen konnte in der ersten Wahlrunde landesweit rund sieben Prozent der Stimmen und gleich mehrere Bürgermeisterposten holen; auch die Konservativen legten stark auf 48 Prozent zu, während die regierenden Sozialisten bei 43 Prozent landeten.

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Gegen ein Outing ging Briois gerichtlich vor

Steeve Briois ist seit Ende der 1980er für den Front National aktiv, seit 2011 als Generalsekretär. Ende letzten Jahres wurde er in einem Buch als schwul geoutet; der Politiker versuchte daraufhin, das Buch verbieten zu lassen. Auf die Frage, ob er als Bürgermeister homosexuelle Paare trauen würde, hatte er ausweichend geantwortet. Einerseits sagte er, er werde das Recht respektieren. Andererseits sagte er, er sehe die Ehe als Verbindung von Mann und Frau.

Le Pen hatte für einen Wahlsieg angekündigt, die "Ehe für alle" wieder abzuschaffen. Als Generalsekretär steht Briois hinter den weiteren extremistischen Positionen der Partei, teilte auch selbst gegen "Sozialschmarotzer", Roma oder Muslime aus. (nb)

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Tags: frankreich, front national, steeve briois
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Reaktionen zu "Frankreich: Schwuler Kandidat des Front National wird Bürgermeister"


 92 User-Kommentare
« zurück  12345...910  vor »

Die ersten:   
#1
24.03.2014
18:47:04


(+12, 12 Votes)

Von goddamn liberal


Nochmal: Im Westen nichts Neues.

Fügt dem skurrilen französischen Panorama von sephardisch-nordafrikanischen Rassisten und Homophoben (Zemmour), afrikanischen homophoben Antisemiten mit FN-Verbindung (Dieudonné M'bala M'bala), homophoben Muslimbrüdern (Ramadan) und ebensolchen Ultrakatholen (Bourges, Barbarin) einen pink-braunen Farbtupfer hinzu.

Von der Gleichheit der Menschenrechte zur gleich verteilten Unmenschlichkeit.

Würggg..

Bei unsereinem kommt da dann noch eine ordentliche Portion Selbsthass hinzu.


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#2
24.03.2014
18:55:30


(+9, 11 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


"The party has always welcomed gay members, as long as they keep quiet and remain invisible."

Link:
blogs.mediapart.fr/blog/melextra-jet/010413/gay-me
mbers-front-national-keep-low-profile


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#3
24.03.2014
19:02:58


(+7, 9 Votes)

Von Mikesch


Ich frage mich, was in solch einem Mann wohl vorgehen mag.


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#4
24.03.2014
19:42:22


(+9, 9 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von Mikesch


Tja. Da bist Du nicht der einzige.


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#5
24.03.2014
20:50:11


(-13, 19 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von goddamn liberal


Ich denke bei der Front National hat er einen sehr schweren Stand. Aber die FN ist eine französische "Erscheinung" und hat mit den politischen Verhältnissen in Deutschland sehr wenig gemein. Das Thema Gleichstellung wird sicherlich weltweit weiterhin unterschiedliche Regelungen beinhalten. Ob es immer ratsam ist, den Ehebegriff als die einzig wahre Option für uns Schwule und Lesben zu sehen, sei mal dahingestellt. Immerhin gab es in der Vergangenheit hitzige Debatten, auch innerhalb der schwul-lesbischen Community. Die Stimmen derer, die in der einfachen Öffnung der klassischen Ehe eine Anbiederung an das "spiessig-konservative Hetero-Milieu" sahen, klingen mir noch heute in den Ohren. Meines Erachtens geht es in erster Linie um die gleiche Wertigkeit von auf Dauer angelegten homosexuellen und heterosexuellen Paarbeziehungen und nicht um ideologische Grabenkriege.


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#6
24.03.2014
21:45:21


(+5, 11 Votes)

Von Peer


Schlimm, dass EU-weit die Neonazis auf dem Vormarsch sind. Auch schwule Faschisten sind nicht besser...

Aber das ist die EU auch zu einem guten Teil selbst schuld. Wie die Bürger da enteignet werden (durch Witz-Zinsen auf Erspartes, etc.) weil man die Euro-Mitglieder nicht unter Kontrolle hat, treibt die Leute geradezu in die Arme der Rechten, die mit einfachen Parolen die Ängste der Bürger aufgreifen.

Wenn man z.B. sieht, dass die Zinsen auf Erspartes noch unter der Inflationsrate liegen, dann ist das de facto ein Negativ-Zinssatz, also eine Enteignung der Bürger.

Auch die zunehmende Arbeitslosigkeit ist eine direkte Folge falscher EU-Politik und trägt zu dieser Entwicklung bei.

Wenn die EU nicht sehr bald etwas ändert (und notfalls auch Staaten wie Griechenland aus dem Euro ausschließt, wo die Milliarden bisher gar nichts gebracht haben), dann wird das das Ende der EU sein und vielleicht sogar das Ende des Friedens in Europa.

Die Zeit drängt...


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#7
24.03.2014
21:50:25


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Das passiert, wenn schon sechsjährige Kinder den Christopathen in die Hände fallen, er hat sein Selbst verloren. Wenn es nicht so gruselig wäre, könnte er einem direkt leid tun, denn er wird nie wissen was es heißt ein wahres Leben zu führen.


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#8
24.03.2014
22:11:32


(-6, 10 Votes)

Von LoreleyTV


solche Typen gab es und gibt es zu allen Zeiten:Adolf Hitler,Ernst Röhm,Michael Kühnen,
gerade einige Schwule versuchen Ihre Veranlagung durch besonders maskuline Art zu tarnen und finden rechtsradikale Parteien anziehend oder tragen auch gerne Militäruniformen und Lederkleidung als Ausdruck von Männlichkeit. .Meistens sind diese Personen aber nur Attrappen und übernehmen im Bett beim Sexualverkehr die weibliche Rolle.Das ist die Wahrheit,nichts als die Wahrheit,die reine Wahrheit.


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#9
25.03.2014
00:09:00


(+9, 11 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Tja... Es gibt Frauen, die gegen Frauenemanzipation sind, Juden, die antisemitisch sind, Schwule die homophob sind, Schwarze, die gegen Schwarze sind, Genies, die dusselig sind und Trottel nicht manchmal ein paar gute Ideen haben... ja... und es gibt vor allem vieles, das mich aus den Socken haut.


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#10
25.03.2014
00:41:31


(-11, 17 Votes)

Von Oliver42
Antwort zu Kommentar #3 von Mikesch


@Mikesch
"Ich frage mich, was in solch einem Mann wohl vorgehen mag."

Das Thema "schwule Männer und rechte Parteien" hatten wir bereits in verschiedenen Artikeln im Laufe der Jahre im Queer-Forum.

Insbesondere vor paar Jahren, als es um die BZÖ und Österreich ging und es um die Bubenspezel dort ging. Ähnlich auch die Debatten als es um die Niederlande, Geert Wilders und dortige schwule Männer, die sich bei den Rechten engagieren

Zu deiner Frage kann ich Dir folgendes antworten:

Zwar würde ich NIE eine rechte Partei wählen oder dort Mitglied werden; aber hineindenken kann ich mich in diese Menschen schon, denn gerade viele schwule Männer in den Großtädten der Niederlande, Frankreich aber auch hier bei uns in Deutschland sammeln oftmals sehr negative Erfahrungen mit Menschen, die aus islamisch geprägten Staaten zu uns kommen.

Das Thema Homophobie im Islam und homophobe Textpassagen im Koran wurden hier schon oft diskutiert im Forum.

Und immer wieder habe auch ich darauf hingewiesen, dass es im Islam bis heute kaum Stimmen, Imame oder Koranschulen gibt, die dem Thema Homosexualität und homosexuelle Paare positiv gegenübersteht. Diese Personen und Vereine sind ein kleine Minderheit im Islam.

Aufgrund eines Einwanderungsdrucks nach Europa aus dem islamisch geprägten Nordarfika und des Nahen Ostens nach Europa ist insbesondere Südfrankreich (Marseille) aber auch die großstädtischen Gebiete in Paris, Rotterdam, Amsterdam als auch in zunehmendem Maße in London, Berlin, Frankfurt oder Köln von islamischer Einwanderung betroffen.

Und es gelingt nur teilweise die nach Europa einwandernden islamischen Menschen in die hier vorherrschenden Gesellschaftsmeinungen einzubinden (siehe Salafisten, usw.). Wenn dann schwule Männer im Alltag negative Erfahrungen desöfteren (!!!) mit solchen einwandernden islamischen Menschen sammeln, entwickeln Sie sich zu Sympathisanten mit rechten Parteien und können mit den Aussagen der Linken, Grünen und Sozialdemokraten zum Thema Einwanderung und Islam nichts mehr anfangen, weil ihre Alltagswelt in den Größstädten wie Marseille, Rotterdam oder Paris mit den einwandernden islamischen Menschen nunmal nicht so toll ausschaut.

Was hilft es, wenn Grüne, Linkspartei und SPD die Vorzüge der Einwanderung nach Europa feiern und preisen, wenn nebenan im Mietshaus Salafisten als Nachbarn wohnen.


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