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Vorstellung mit Video-Galerie

Eurovision 2014: Das sind alle Teilnehmer


Conchita Wurst tritt mit einem hervorragenden Song an - und gegen viele Vorurteile (Bild: ORF / Thomas Ramstorfer)

Von Conchita Wurst bis zum homophoben Favoriten: In Kopenhagen tritt eine bunte, ingesamt aber auch schwache Auswahl an. Mit Video-Galerie aller Songs.

Von Norbert Blech

Noch sechs Wochen, dann beginnt in Kopenhagen das erste Halfbinale des 59. Eurovision Song Contests. 37 Länder nehmen teil – Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Serbien, Türkei und Zypern haben abgesagt, Portugal und Polen kehren in den Wettbewerb zurück.

Erstmals beteiligt sich, in gewissem Sinn, auch Australien am ESC: Das dänische Fernsehen übergab den Kollegen aus Down Under die Verantwortung für das Zwischenprogramm im zweiten Halbfinale. Beide Semis wie das Finale am 10. Mal finden in einem umgebauten ehemaligen Werftgelände statt. Unter dem Motto "#JoinUs" werden wieder über 100 Millionen Zuschauer dabei sein, diesmal erstmals auch in Neuseeland.

Ein schlechter Favorit


Aram Mp3 sorgt mit homophoben Äußerungen für Wirbel (Bild: Arnos Martirosyan)

Bereits am 6. Mai startet zur traditionellen Zeit um 21. Uhr das erste Halbfinale – mit dem aktuellen Favoriten der Buchmacher auf dem schlechten ersten Startplatz. Der Armenier Aram Mp3 hat einen gängigen wie etwas sehr auf Wiederholungen setzenden Popsong am Start. Allerdings machte er sich in den letzten Tagen durch homo- und transfeindliche Aussagen nicht nur Freunde.

So nannte er Mitbewerber Conchita Wurst auf einer Pressekonferenz "nicht normal" und "nicht angemessen" und bot an, ihr bei der Entscheidung zu helfen, "ob sie ein Mann oder eine Frau" ist. In einer anderen Pressekonferenz sagte er, dass er immer mit Vollgas einen Cruising-Ort in Eriwan umfahre, und dass Homosexualität für ihn ein Tabuthema bleibe, "egal, wie sich die Welt entwickelt hat".

Umso mehr gilt es für die Community, Wurst die Daumen zu drücken, auch wenn sie selbst in der weltweiten Szene und in ihrem Heimatland umstritten ist. Mit "Rise like a phoenix" hat sie ein nahezu perfektes Vehikel für ihre Stimme: Der Song in James-Bond-Titelmusik-Epik zieht alle Register. Spielten Homo- und Transphobie keine Rolle, würde das problemlos auf den ersten Plätzen liegen.

Youtube | Conchita Wurst - Rise like a phoenix

Schwacher Jahrgang


Mit gutem Startplatz im Finale, Schnuckelfaktor und guter Laune könnte Basim einen erneuten Sieg für Dänemark holen (Bild: Jens Rosenfeldt / DR)

Das liegt auch daran, dass die Gesamtübersicht einen musikalisch eher schwachen Jahrgang offenbart. Laut den Buchmachern haben noch Schweden, Norwegen und Ungarn Chancen auf den Gewinn – letztere mit einem Song über Kindesmissbrauch, der trotzdem gut im Radio laufen könnte. Nicht unwahrscheinlich wäre auch ein erneuter Gewinn Dänemarks – der junge Anis Basim Moujahid tritt mit einem sympathischen Ohrwurm an.

Deutschland, das sich im Vorentscheid eher gegen Unheilig als für Elaiza entschieden hat, dürfte im Mittelfeld landen, die Nachbarn aus der Schweiz nur mit Glück im Finale.

teaserbild
(37 Videos) Alle Videos der Teilnehmer des Grand Prix in Kopenhagen. Die Szene achtet vor allem auf das Abschneiden von Conchita Wurst.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.03.2014, 12:24h
  • Deutschland wird mitnichten im Mittelfeld landen und auch Österreich wird dieses Schicksal nicht widerfahren!

    Den Buchmachern darf man auch nicht über den Weg trauen, denn der Spruch "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt" bewahrheitet sich immer wieder!

    Ich habe in die Songs schon hineingehört und bin der Meinung, daß Norwegen und Ungarn es dieses Jahr genauso wie Rußland, Aserbaidschan und die Ukraine nicht ins Finale schaffen.
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#3 SebiAnonym
  • 25.03.2014, 12:59h
  • Das wichtigste ist, dass der Favorit "Aram MP3" aus Armenien möglichst weit hinten landet.

    Homophobie und Transphobie darf nicht auch noch erfolgreich sein...
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#4 puschelchenProfil
  • 25.03.2014, 13:02h irgendwo in nrw
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness

  • Stimmt. Deutschland landet weit hinten, fernab vom Mittelfeld. Der Song ist einfach grottenschlecht.

    Österreich hat keine Schnitte, weil aus etlichen dumpfbackigen Ländern keine Punkte kommen werden. Und das hat nichts mit dem Song zu tun.

    Die Bookies wissen schon recht gut, wie der Hase laufen wird. Mir würde aus den letzten Jahren kein Sieger einfallen, der entweder haushoher, oder zumindest Mitfavorit war.
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#5 YannickAnonym
  • 25.03.2014, 13:04h
  • Ich werde schon aus Prinzip Conchita Wurst wählen, auch wenn ich den Song eher durchschnittlich finde.

    Wenn Conchita Wurst weit nach vorne käme, wäre das ein deutliches Zeichen gegen Homo- und Transphobie. Und das lohnt sich alleine schon, um die hasserfüllten Fratzen der Homohasser unter Teilnehmern, Funktionären und Zuschauern zu sehen.

    Ganz wichtig dabei:
    da das Finale deutlich mehr Zuschauer hat und deutlich mehr mediale Aufmerksamkeit hat als die beiden Halbfinals, muss man schon beim Halbfinale für Conchita Wurst anrufen, damit sie überhaupt ins Finale kommt und auch möglichst viele Leute das sehen!

    Glücklicherweise ist das Halbfinale wo Conchita Wurst teilnimmt auch das Halbfinale, wo Deutschland abstimmen darf. Also bereits beim Halbfinale fleißig anrufen, damit sie überhaupt ins Finale kommt...
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#6 FelixAnonym
  • 25.03.2014, 13:06h
  • Vielen Dank an queer.de für die Zusammenstellung aller Beiträge. So braucht man sich nicht mühsam alles zusammenzusuchen, wenn man einen Überblick haben will.
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#7 LucaAnonym
  • 25.03.2014, 13:07h
  • Antwort auf #5 von Yannick
  • Geht mir ähnlich!

    Ich hätte mir von Conchita Wurst einen flotteren, fetzigeren Titel gewünscht. Damit wären die Aussichten sicher besser gewesen.

    Aber dennoch werde ich ihn schon aus Prinzip wählen!
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#8 PetterAnonym
  • 25.03.2014, 13:09h
  • Antwort auf #3 von Sebi
  • Volle Zustimmung!

    Egal, wen man wählt, aber man sollte auf jeden Fall dazu beitragen, dass der armenische Sänger möglichst weit hinten landet.

    Homo- und Transphobie muss bestraft werden!
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#9 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 25.03.2014, 13:14h
  • Antwort auf #5 von Yannick
  • Keine Chance, denke ich. Kein Newcomer mehr und damit kein "Aha-Effekt" mehr. Nach diesen Kriterien würde ich entscheiden. Ausserdem Symphatie verspielt. Zu viele Auftritte im Unterschichten-TV der Privaten, als Quoten-Transe um die Szene ins Lächerliche zu ziehen. Da ist Sie aber nicht alleine. Den Part teilt sie sich mit anderen. So was kommt bei mir nicht an.
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#10 gespanntAnonym
  • 25.03.2014, 13:18h
  • ich finde unseren song gar nicht so schlecht. viel unpassender hätte ich unheilig als vertreter empfunden
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