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Lesbische und schwule Paare müssen leider draußen bleiben: Die Familie Salburg-Falkenstein möchte nur heterosexuelle Hochzeitsfeiern in ihrem Schloss (Bild: Wiki Commons / Luckyprof / CC-BY-SA-2.0)

Das im österreichischem Mühlviertel gelegene Traumschloss Altenhof kann man für Hochzeitsfeiern mieten – ein schwules Paar erhielt jedoch eine deftige Absage.

2.040 Euro muss man mindestens hinblättern, wenn man sich im Schloss Altenhof das Ja-Wort geben will – und da sind Bestuhlung und Catering noch gar nicht dabei. Doch das schreckt nur wenige ab. Denn das im Jahr 1204 erstmals urkundlich erwähnte Schloss im Mühlviertel in Oberösterreich bietet die ideale Kulisse für eine Traumhochzeit.

"Die große Schlosskirche ist ein barockes Kleinod und bietet einen wunderschönen Rahmen zum Heiraten sowohl im kleinen, als auch im großen Kreis", heißt es auf der Homepage. "Wer seine Hochzeit zu einem ganz und gar unvergesslichen Erlebnis machen möchte, ist somit im Schloss Altenhof an der richtigen Adresse."

Kein Verständnis für "derlei Partnerschaften"

Für ein schwules Paar aus Gmunden wurde ein Anfrage beim Schloss Altenhof nun tatsächlich zu einem "unvergesslichen Erlebnis". Eine gleichgeschlechtliche Hochzeitsfeier sei in seinem Haus unerwünscht, erklärte nämlich Schlossherr Norbert Graf Salburg-Falkenstein nach einem Bericht des Portals heute.at und schob dabei nicht einmal Termingründe vor. In seiner deftigen Absage heißt es wörtlich: "Als überzeugter Katholik hab ich für derlei Partnerschaften nicht das geringste Verständnis und wir stellen unsere Räume für solche Veranstaltungen sicher nicht zur Verfügung."

Auf der Facebook-Seite des Schlosses machen seit Bekanntwerden der Diskriminierung immer mehr Menschen ihrem Unmut Luft: "Ich bin schockiert und werde meine Hochzeitfeier mit Sicherheit nicht in solch homophober Umgebung begehen. Ich hätte als Hetero ja sogar gedurft, aber ich mag nicht mehr…", heißt es dort in einem Kommentar. Eine andere Userin schreibt: "Was ist nur aus der guten alten Nächstenliebe geworden? Ich schäme mich, dass es immer noch Leute wie Sie gibt."

Der Eigentümer des Schlosses war bislang für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Kurioses Detail: Auf der Schloss-Homepage ist unter der Rubrik
"Heiraten & Feste" ausgerechnet ein Zitat von Elton John zu lesen: "Im Laufe der Jahre fand ich heraus, daß perfekte Einladungen, an die man sich erinnert, behagliche Tradition mit erfrischend neuen Ideen kombinieren."

Offensichtlich hat Schlossherr Norbert Graf Salburg-Falkenstein noch nicht mitbekommen, dass der britische Sänger schwul und verpartnert ist… (cw)



#1 RobinAnonym
  • 27.03.2014, 07:46h
  • Der beste Beleg dafür, dass es ohne Anti-Diskriminierungs-Gesetze nicht funktioniert....
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#2 XDASAnonym
  • 27.03.2014, 07:56h
  • "Als überzeugter Katholik hab ich für derlei Partnerschaften nicht das geringste Verständnis und wir stellen unsere Räume für solche Veranstaltungen sicher nicht zur Verfügung."

    Immer wieder die Religionen und ihre fanatischen Anhänger...
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#3 TonitoAnonym
  • 27.03.2014, 08:00h
  • Wenn man sowas hört, erkennt man schnell, dass nicht nur die volle rechtliche Gleichstellung wichtig ist, sondern dass man auch Diskriminierung sanktionieren muss.

    Bei solchen Homohassern will man zwar eh nicht heiraten, aber dann sollen die wenigstens eine saftige Strafe für diese diskriminierende Ablehnung zahlen müssen.
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#4 FinnAnonym
  • 27.03.2014, 08:01h
  • Dass solche Fundamentalisten und Faschisten immer meinen, sie stünden über dem Gesetz...
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#5 Tonner66Ehemaliges Profil
  • 27.03.2014, 08:13h
  • Drauf gesch......! Länder mit faschistoiden Tendenzen so wie Österreich kriegen von mir eh kein Geld!
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#6 Ferrante
  • 27.03.2014, 08:28h

  • Naja, Österreich halt... Ich glaube aber, der würde alle möglichen Leute ablehnen, wenn ihm deren Nase nicht passt, zb Protestanten.
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#7 MaraAnonym
#8 Martin28a
  • 27.03.2014, 08:45h
  • Antwort auf #1 von Robin

  • Wieso wir haben doch Antidiskriminierungsgesetze, und selbst wenn diese nicht greifen oder sie greifen doch irgendwann, wird sich der Betreiber bestimmt dann ne blöde Ausrede einfallen lassen.
    Das beste Argument sind die Finanzen, wenn andere vernünftige Leute dort nicht mehr hingehen, ist das umso besser
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 Torsten_Ilg
  • 27.03.2014, 09:12h
  • Es gehört sicher auch zur unternehmerischen Freiheit "dumme" Entscheidungen zu treffen. - Aber trösten wir uns. Es gibt auch in Österreich so viele schöne Schlösser in denen Schwule und Lesben herzlich willkommen sind. Hier z.B. in der Südsteiermark.

    melcher.at/hochzeiten/
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