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  • 28.03.2014           44      Teilen:   |

Kurz nach Besuch in München

LGBT-Aktivist in Kiew angegriffen

Artikelbild
Konstantin M. nach dem Überfall am frühen Donnerstag

Drei vermummte Menschen überfielen Konstantin M. vor seinem Haus. Am Freitag Protest in München, wo er gerade erst zu Gast war.

Am Donnerstag ist der LGBT-Aktivist Konstantin M. vor seinem Haus in Kiew von drei unbekannten Personen überfallen worden. Die Attacke gegen das Mitglied der "Gay Alliance Ukraine" ereignete sich um sechs Uhr morgens und war, wie die Gruppe vermutet, offenbar zielgerichtet.

Die drei vermummten Personen schlugen gegen Gesicht und Bauch des Mannes, er erlitt eine aufgeplatzte Lippe und mehrere weitere Verletzungen und Blutungen. Den Berichten zufolge beleidigten die Angreifer ihr Opfer sowohl homophob als auch wegen seiner Herkunft: Er kommt von der Krim.

Zudem zerstörten die Angreifer das Handy von Konstantin und nahmen ihm Geld ab. Die Polizei soll den Vorfall detailliert aufgenommen haben, allerdings ohne den vermuteten homophoben Hintergrund. Es wird vermutet, dass es sich bei den Tätern um Nationalisten handelt.

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Protest in München

Konstantin M. war noch vor wenigen Tagen mit Mitaktivisten in München gewesen, um an einem Workshop zum Thema Ehrenamt teilzunehmen. Bereits seit längerem pflegen beide Szenen sowie beide CSDs einen regen Austausch unter dem gemeinsamen Dach "Munich Kiev Queer".

Aufgrund des Angriffs hat die Initiative, hinter der viele Münchner Organisationen und Gruppen stehen, zu einem Protest bereits an diesem Freitag ab 16 Uhr am Fischbrunnen am Münchner Marienplatz aufgerufen (Details bei Facebook); genau dort hatte man sich am letzten Samstag voneinander verabschiedet.

"Wir haben Kostja als einen sensiblen und engagierten jungen Mann kennengelernt, der mit hoher Konzentration und Eifer bei der Projektwoche in München dabei war und in naher Zukunft mit uns ein innovatives Projekt für die LGBT-Community in Kiew realisieren will", sagt Sibylle von Tiedemann, die den Workshop zusammen mit Uwe Hagenberg organisiert hatte. "Konstantin M. hat sich die gesamte Woche über in das ehrenamtliche Engagement der Münchner Szene eingebracht: Er hat einen Blog geschrieben, fotografiert und zum Schluss als Bartender hinter der Theke des Münchner Schwulenzentrums Sub die Gäste bedient."

Klare EU-Haltung gefordert

"Wir bitten die Landeshauptstadt, bei der Stadtverwaltung in Kiew zu intervenieren und eine bedingungslose Aufklärung dieses Verbrechens einzufordern", sagt Thomas Lechner. Der DJ vom Candy Club ist Mitglied bei Munich Kiev Queer. "Außerdem fordern wir, dass die Europäische Union (EU), die ja gerade über die Liberalisierung des Reiseverkehrs mit der Ukraine verhandelt, die Einhaltung der Menschenrechte zur Grundlage dafür macht." Es brauche unbedingt ein Anti-Diskriminierungsgesetz, das auch die Merkmale sexuelle Orientierung und Gender-Identität umfasse. Nach aktuellen Berichten könnte die EU bereit sein, darauf derzeit zu verzichten.

"Die Ereignisse der vergangenen Tage beweisen, dass die LGBT-Community in der Ukraine wie auch alle anderen sozialen Gruppen vor Gewalt und Diskriminierung geschützt werden müssen", so Stanislaw Mischtschenko von der Gay Alliance Ukraine und ebenfalls Mitglied von Munich Kiev Queer. "Das gilt gerade jetzt, da uns die Situation im Land unsicher macht. Wir brauchen diesen Schutz unbedingt und zwar jetzt sofort." (nb/pm)

Links zum Thema:
» Munich Kiev Queer
» Gay Alliance Ukraine
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Tags: ukraine, münchen, überfall
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Reaktionen zu "LGBT-Aktivist in Kiew angegriffen"


 44 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
28.03.2014
15:19:43


(+8, 12 Votes)
 
#2
28.03.2014
15:37:51


(-4, 10 Votes)

Von Weltbild


Ich vermute, in "ethischen Fragen" (und die Homosexualität ist bestimmt so eine) ist für so gläubige Gesellschaft wie die ukrainische nicht die Meinung der EU, was wirklich zählt, sondern das, was die lokalen geistlichen Autoritäten dazu sagen, wie ihre Haltung ist,- und da man schon aus der Orthodoxenkirche in dieser Situation wohl nichts hoffen kann, dann wäre die Worte der Toleranz aus den Reihen der katholischen Kirche (egal, ob der des lateinischen, ob des griechischen Ritus) in der Tat vom markanten Gewicht.


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#3
28.03.2014
16:33:46


(-8, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Leider wird die EU das ganze aussitzen und darum geht auch das Interesse an den Europawahlen auch immer mehr zurück!


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#4
28.03.2014
16:56:50


(+6, 10 Votes)

Von ehemaligem User Robby


Schade, dass der Protest so kurzfristig angesetzt wurde. Dadurch habe ich es erst jetzt - also zu spät - mitbekommen. - Wie wahrscheinlich viele andere auch... Ich hoffe, dass sie nächstes Mal ein bißchen mehr Zeitvorlauf für diejenigen einplanen, die nicht direkt aus München sind... Hätte gerne teilgenommen, da ich das Thema für sehr wichtig halte.


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#5
28.03.2014
18:27:15


(+6, 12 Votes)

Von polikujhtg


Wer hat was anderes erwartet als das? Wo doch die EU und die USA die rechtsnationalistischen Gruppierungen im Land unterstützt?

Im übrigen werden die Menschen in der Ukraine bald spüren was es heißt zur EU zu gehören - b ei den Sprapaketen die ihnen auferlegt wurden...


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#6
28.03.2014
18:41:58


(+8, 14 Votes)

Von krimskrams


Kiew: Rechter Sektor sagt Sturm auf Parlament ab

Link:
de.ria.ru/politics/20140328/268133600.html


Und weil es nach der Sprachreglung rechts von DIE LINKE keine Faschisten geben darf:
"ultranationalistischen Kräfte" (Islamisten in Syrien: Freiheitskämpfer)
Wölfe im Schafspelz

Link zu www.sueddeutsche.de

Kiewer Parlament weiter im Visier des Rechten Sektors

Link zu www.dw.de

"Was die Menschen wollten, was sie riskierten, was sie sich immer noch erhoffen, darum geht es fast kaum noch - das war auch der Eindruck der Protestierenden, mit denen ich in der vergangenen Woche in der Ukraine gesprochen habe: Dass die Werte, die sie für europäische halten, den Europäern selbst ziemlich egal sind."

Link zu www.spiegel.de

Und anderswo

Bild-Link:
tiananmen-square-1989.jpg


Bild-Link:
nnfirstlady9213e.jpg


"Das ist die Lage, die dadurch noch einmal schwieriger wird, dass sich China, Indien, Brasilien und Südafrika mit Russland solidarisiert haben. Diese sogenannten Schwellenländer jedes für sich ein wirtschaftliches powerhouse lehnen einen Ausschluss Moskaus von den G-20-Treffen ab. [...] Russland und China: Ihre Kooperation würde die politische Landkarte grundlegend verändern. Darum wird es umso wichtiger sein zu hören, was Xi Jinping nach seinem Gespräch mit Merkel sagt.

Link zu www.tagesspiegel.de

Selbstinszenierung der Basher-Faschos

Bild-Link:
oJYqimax8Wk.jpg


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#7
28.03.2014
18:52:08


(+6, 12 Votes)

Von tachles


"Und weil es nach der Sprachreglung rechts von DIE LINKE keine Faschisten geben darf:

"ultranationalistisc hen Kräfte"

Lustiger als Marina Weisband und Marieluise Beck?

Geht:

UKRAINE
Jüdischer Mogul will Präsident werden
27. März 2014
Vadim Rabinovich sass wegen Schwarzmarktgeschäften schon sieben Jahre in Haft.
[....] Er wolle das Mythos abbauen, sagte er, wonach die Ukraine antisemitisch sei, wie es in der ganzen Welt kolportiert werde. «Ich bin möglicherweise der beste Kandidat. Wir brauchen Einheit, und ich bin ein Kandidat der Einheit. Ich habe keine spezifischen Machtgelüste, sondern will nur meinem Lande helfen», sagte Rabinovich nach der Abgabe seiner Kandidatur. Nach der Verbüssung einer siebenjährigen Haftstrafe wegen Schwarzmarktgeschäften machte Rabinovich nach 1991 sein Vermögen im Metallsektor."

Link:
tachles.ch/news/juedischer-mogul-will-praesident-w
erden


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#8
28.03.2014
19:27:38


(+6, 10 Votes)
 
#9
28.03.2014
19:32:22


(+6, 10 Votes)

Von gepflogenheiten


Unsere "ultranationalistischen Kräfte" weiter auf Kuscheltierkurs?

Nach dem Mißbrauch von "Pink Panther" zur zynischen Dokumentation der NSU-Morde auf Video-CD, muss nun das "Krümelmonster" dran glauben.

"Rechte Propaganda im Schulhof
Neonazis gehen in Krümelmonster-Kostüm auf Kinderfang"

Link zu www.focus.de


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#10
28.03.2014
19:36:46


(+6, 8 Votes)
 
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