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  • 29.03.2014           17      Teilen:   |

"Archiv der anderen Erinnerungen"

Paragraf 175: Eine Entschuldigung reicht nicht

Artikelbild
Jörg Litwinschuh, Chef der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, und Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung am Freitag in Berlin (Bild: Robert Niedermeier)

Berliner Senat und Bundesstiftung Magnus Hirschfeld vereinbaren Kooperation: Zeitzeugen berichten in einem Video-Archiv über die Verfolgung von LGBT nach 1945.

Von Robert Niedermeier

"Es war jedes Mal wie ein Schlag in die Magengrube, wenn ich über Verhaftungen und Verurteilungen gehört habe"", sagt der 78-jährige Dr. Harm-Peter Dietrich als er über das homophone gesellschaftliche Klima der 1950er- und 1960er-Jahre in Deutschland berichtet. Betretenes Schweigen im Saal des Ortes der Information, welches sich in Berlin unter dem Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas auf der Cora-Berliner-Straße befindet. Dietrich: "An der Kriegsfront wurden solche Leute gleich an die Wand gestellt". Solche menschenverachtenden Sprüche musste sich der Arzt im Ruhestand als junger Mann selbst von Juristen in der eigenen Verwandtschaft anhören, wenn damals über Homosexuelle gesprochen wurde.

Legitimiert durch die bundesdeutsche Gesetzgebung durch den Paragraf 175, der bis 1969 einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen unter Strafe stellte, fühlte sich die Bevölkerung ermuntert, Schwule zu verunglimpfen und zu denunzieren. "Es genügte, wenn zwei Männer zusammen in einem Haus übernachteten, um von Nachbarn angezeigt zu werden", erzählt der Mediziner in Anwesenheit der Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) sowie den weiteren Kooperationspartnern, Aktivisten und Journalisten. Rund 50.000 Männer wurden zwischen 1945 und 1969 nach dem Paragraf 175 verurteilt.

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Zeitzeugen berichten von der Repression in den 1950er-und 1960er-Jahren

Opfer und Zeitzeuge Dr. Harm-Peter Dietrich auf der Pressekonferenz am Freitag: "Wir sind eine seltene, vergängliche Ware" - Quelle: Robert Niedemeier
Opfer und Zeitzeuge Dr. Harm-Peter Dietrich auf der Pressekonferenz am Freitag: "Wir sind eine seltene, vergängliche Ware" (Bild: Robert Niedemeier)

Harm-Peter Dietrich ist wie der 69-jährige Klaus Born und der 79-jährige Günther Hamann einer der Zeitzeugen, die sich für das von der Magnus Hirschfeld-Stiftung initiierte Video-Dokumentations-Projekt "Archiv der anderen Erinnerungen" zur Verfügung stellen. Das von Forscherteams begleitete Video-Archiv soll der Nachwelt eine Erinnerung an die Zeit der Repression bewahren.

Nicht anwesend ist an diesem trüben März-Freitag die transsexuelle lesbische Frau Sabine Augstein, deren bereits gedrehtes Video vor Ort gezeigt wird. Der "Schwulen-Paragraf" 175, der seit 1871 in Deutschland galt, von den Nazis verschärft wurde und in der Nazi-Version auch in Westdeutschland Bestand hatte, wirkte sich auch auf die Lebenssituation von Lesben, Transgendern und Intersexuellen aus.

"Es ist höchste Zeit, die Verfolgten zu Wort kommen zu lassen", sagt Senatorin Kolat, die zusammen mit Jörg Litwinschuh, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, die Kooperationsvereinbarung zum Video-Projekt unterzeichnet. Weitere Partner sind u.a. die Berliner Humboldt-Universität, vertreten durch die Forschungsstelle "Archiv für Sexualwissenschaft", und das Institut für Zeitgeschichte mit fachlicher Unterstützung des Max-Planck-Institutes.

Senatorin Kolat wünscht, dass sich auch die Bundesregierung dem Thema verstärkt annähme, und würdigt vor allem den Mut der Zeitzeugen für ihre Offenheit. Geld indes macht sie nicht locker, sondern ruft stattdessen im Saal zu Spenden auf. "Das Projekt ist noch nicht durchfinanziert", betont auch Litwinschuh, "doch wir wollten – auch mit Rücksicht auf das Alter einzelner Zeitzeugen – nicht länger warten."

Linke kritisiert "Primat der symbolischen Politik"

Klaus Born ist der erste Zeitzeuge, der im Dezember 2013 ein Videointerview für das Archiv der anderen Erinnerungen gegeben hat
Klaus Born ist der erste Zeitzeuge, der im Dezember 2013 ein Videointerview für das Archiv der anderen Erinnerungen gegeben hat

Klaus Lederer, schwuler Landesvorsitzender der Linken und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, legt gegenüber queer.de den Finger in genau diese Wunde: "Grundsätzlich gilt in Berlin das Primat der symbolischen Politik." Schirmherrschaften, Ordensverleihungen und die Unterzeichnung von Vereinbarungen ersetzten im rot-schwarzen Berlin, laut Lederer, engagiertes, couragiertes und auch finanziertes öffentliches Handeln. Zwar hätte die Senatsverwaltung es nun endlich geschafft, die bereits für 2012 angekündigte Kooperationsvereinbarung mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld abzuschließen. Doch, so kritisiert der Linkspartei-Chef: "Anders als beispielsweise in Rheinland-Pfalz, wo die Landesregierung hierfür auch Finanzmittel zur Verfügung stellt, darf das in Berlin nichts kosten."

Nach der Unterzeichnung ging die Gesprächsrunde auf die kollektive Schuld der gesamten Gesellschaft ein. "Eine Entschuldigung und Erinnern allein reicht nicht aus", sagt ein weiterer Zeitzeuge, der sich im Publikum erhebt und individuelle Entschädigungszahlungen an die Opfer anregt. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass der von den Nazis verschärfte "175er" selbst von heute gehuldigten Politiker-Ikonen wie Konrad Adenauer und dem noch lebenden SPD-Altkanzler Helmut Schmidt unterstützt worden sei. Dietrich appelliert ans Gewissen der heute agierenden Politiker – im Land Berlin und auf Bundesebene. Zwar haben die 1950er- und 1960er Jahre den Deutschen Aufschwung und Wohlstand gebracht, aber es war eine "dunkle, dumpfe und zutiefst kleinbürgerliche Zeit."

Freunde begingen Selbstmord – aus Scham

Gegenüber queer.de berichtet er aus dieser Ära der Unterdrückung und Stigmatisierung: Etwa von präparierten Toilletten (Klappen) in Hamburg. Dort haben sich unter dem damaligen Innensenator Helmut Schmidt, Polizisten hinter Waschraum-Spiegeln von "Klappen" in einem kleinen Raum verschanzt, um Schwule bei sexuellen Handlungen zu ertappen. Aus seiner Zeit in München erzählt er von Polizisten, die Schwule zu Sex motivierten, um sie anschließend festzunehmen. Er selbst wurde nie angeklagt, aber verhört und schikaniert, und Freunde begingen Selbstmord – aus Scham. Dietrich berichtet auch von einen ihm bekannten schwulen Richter aus Hannover, der andere schwule Männer verurteilte. "Eine ganze Generation wurde durch diese Gesetzgebung zu Tätern und Opfern gemacht." Das wirke sich bis ins Heute aus, denn noch immer fühlten sich schwule Männer als minderwertig.

"Der Schaden ist mit Worten nicht gut zu machen", sagt Harm-Peter Dietrich vor dem Podiums-Publikum in Richtung der Senatorin. Dennoch lobt er das Projekt, jedoch nicht ohne Mahnung an die Politik: "Liebe Frau Kolat, helfen Sie mit, Zeitzeugen zu finden, ermutigen Sie diese Menschen mitzumachen", sagt der engagierte Doktor auch in Bezug auf die fragile Finanzierung des Projekts: "Eile ist geboten, ich als Arzt und Betroffener kann es sagen: Wir sind eine seltene, vergängliche Ware."

Links zum Thema:
» Homepage des Archivs der anderen Erinnerungen
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Tags: paragraf 175, schwulenverfolgung, dilek kolat, berliner senat, bundesstiftung magnus hirschfeld, jörg litwinschuh, archiv der anderen erinnerungen, harm-peter dietrich, klaus born, sabine augstein
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Reaktionen zu "Paragraf 175: Eine Entschuldigung reicht nicht"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
29.03.2014
12:55:59


(+10, 12 Votes)

Von warum


fehlt dieses denkmal, herr lederer?

Youtube-Video:


" Der "Schwulen-Paragraf" 175, der seit 1871 in Deutschland galt, von den Nazis verschärft wurde und in der Nazi-Version auch in Westdeutschland Bestand hatte, wirkte sich auch auf die Lebenssituation von Lesben, Transgendern und Intersexuellen aus."


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#2
29.03.2014
13:27:58


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Zeitzeugen werden immer weniger. Bleibt zu hoffen, daß diese noch auf den Zug aufspringen!


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#3
29.03.2014
14:58:04


(+9, 11 Votes)

Von Consigliere
Antwort zu Kommentar #1 von warum


Wirkte sich aus.

Auf irgendwen. Irgendwie.

§ 175
(1) Ein Mann, der mit einem anderen Mann Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt, wird mit Gefängnis bestraft.
(2) Bei einem Beteiligten, der zu Zeit der Tat noch nicht einundzwanzig Jahre alt war, kann das Gericht in besonders leichten Fällen von Strafe absehen.

§ 175a
Mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren, bei mildernden Umständen mit Gefängnis nicht unter drei Monaten wird bestraft:
1. ein Mann, der einen anderen Mann mit Gewalt oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben nötigt, mit ihm Unzucht zu treiben, oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen;
2. ein Mann, der einen anderen Mann unter Mißbrauch einer durch ein Dienst-, Arbeits- oder Unterordnungsverhältnis begründeten Abhängigkeit bestimmt, mit ihm Unzucht zu treiben oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen;
3. ein Mann über einundzwanzig Jahre, der eine männliche Person unter einundzwanzig Jahren verführt, mit ihm Unzucht zu treiben oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen;
4. ein Mann, der gewerbsmäßig mit Männern Unzucht treibt oder von Männern sich zur Unzucht mißbrauchen läßt oder sich dazu anbietet.

1946-1969: 50000 Verurteilte.

Männer.


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#4
29.03.2014
15:50:33


(+4, 6 Votes)
 
#5
29.03.2014
16:55:22


(+10, 10 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Oh ja, mit heute 72 Jahren bin auch ich ein Zeitzeuge dieser unseligen 50er und 60er Jahre im Adenauer-Mief. Durch starkes Anpassungsvermögen und Heuchelei mit Weibergeschichten haben wir es aber mehrheitlich geschafft, trotz strafbarer homosexueller Handlungen nicht in die Mühlen dieser postfaschistischen Justiz zu kommen. Ich erinnere mich noch heute an eigentlich nette Nachbarn oder Freunde, die sich über verhaftete 175er lustig machten, ohne jemals einen Funken Verständnis dafür aufzubringen.
Als ich 1966 von meiner Firma ins national-katholische und faschistische Spanien versetzt wurde, kam ich dann vom Regen in die Traufe, aber das ist ein anderes Thema.


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#6
30.03.2014
10:43:49


(+5, 7 Votes)

Von Sebi


Es muss endlich volle Rehabilitierung aller Opfer dieses aus der Nazizeit stamenden Paragraphen her, der noch bis zu Beginn der 90er in abgeschwächter Form bestand...

Aber das lehnen CDU, CSU, FDP und SPD ja weiterhin ab.


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#7
30.03.2014
16:20:53


(+6, 6 Votes)

Von Consigliere
Antwort zu Kommentar #6 von Sebi


§ 175 Unzucht zwischen Männern
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren wird bestraft:
1. ein Mann über achtzehn Jahre, der mit einem anderen Mann unter einundzwanzig Jahren Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt,
2. ein Mann, der einen anderen Mann unter Mißbrauch einer durch ein Dienst-, Arbeits- oder Unterordnungsverhältnis begründeten Abhängigkeit bestimmt, mit ihm Unzucht zu treiben oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen zu lassen,
3. ein Mann, der gewerbsmäßig mit Männern Unzucht treibt oder von Männern sich zur Unzucht mißbrauchen läßt oder sich dazu anbietet.

(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 ist der Versuch strafbar.

(3) Bei einem Beteiligten, der zur Zeit der Tat noch nicht 21 Jahre alt war, kann das Gericht von Strafe absehen.

§ 175b
(aufgehoben)

1969-1973: 1000 Verurteilte

-

§ 175 Homosexuelle Handlungen
(1) Ein Mann über achtzehn Jahren, der sexuelle Handlungen an einem Mann unter 18 Jahren vornimmt oder von einem Mann unter 18 Jahren an sich vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Das Gericht kann von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen, wenn
1. der Täter zur Zeit der Tat noch nicht einundzwanzig Jahre alt war oder
2. bei Berücksichtigung des Verhaltens desjenigen, gegen den die Tat sich richtet, das Unrecht der Tat gering ist.

1973-1994: 3000 Verurteilte

-

§ 175
(aufgehoben)

seit 1994

-

Von den verantwortlichen Gesetzgebern zwischen 1872 und 1994 sind dafür zur Verantwortung gezogen worden: KEINE.


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#8
30.03.2014
23:10:09


(+6, 6 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Als 68-Jähriger bin ich ebenfalls Zeitzeuge dieser Zeit. Ich war zwar nicht dirket betroffen, da ich als Jugendlicher nicht darin verwickelt wurde, jedoch trotzdem einen Schock erlitt. Mangels Aufklärung und allgemeiner Tabuisierung von Sexualität und ohne das Wissen dieser Verbote äußerte ich meine homosexuelle Veranlagung, die ich als natürlich empfand, wo ich hätte jederzeit bestraft werden können. Ich war völlig unaufgeklärt, was mich hätte ins Gefängnis bringen können. Meine Eltern wußten über meine Homosexualität, aber sie schwiegen aus Angst darüber. Ich konnte mich nicht in diesen Fragen an sie wenden. Sexualität war ein großes Tabu!
Sie haben aus Angst vor diesem Thema noch nicht mich einmal gewarnt, daß ich durch mein Verhalten ins Gefängnis wandern könnte. Sie dachten, daß sie durch Schweigen über das Thema Sexualität als auch durch extreme Prüderie meine Sexualität in die richtigen Bahnen lenken könnten. Sie haben zwar meine Sexualität nicht durch direkte Verbote und Drohungen unterdrückt, jedoch konnte ich ahnen, daß sie diese Sexualität mißbilligten.

Ich wurde auch Zeuge einer Denunziation, wo ein homosexuelles Paar verurteilt wurde. Natürlich wurde nicht darüber gesprochen, daß sie Sex miteinander hatten. Ich bekam jediglich nur zu erfahren, daß sie wegen ihrer Freundschaft verhaftet worden sind.
Da brach für mich eine Welt zusammen. Ich dachte nun, daß es eine strafbare Handlung ist, Freunde und Freundinnen zu haben - andrerseits begrüßte man Freundschaften und heiratete sogar (Mann mit Frau). Das war extrem widersprüchlich für mich.
Die beiden waren nach der Abbuße der Gefängnisstrafe stigmatisiert. Es war dann allgemein bekannt, daß sie homosexuell und vorbestraft waren und somit keine Möglichkeit mehr hatten, einen Beruf zu ergreifen. Man zerstörte ihre Existenz und trieb sie in den Selbstmord. Da das am Ende der 50 Jahre war und ich mich an die Namen nicht mehr erinnern kann, außer der der Denunziantin, nämlich meiner Nachbarin, kann ich faktisch diese Geschichte nicht mehr belegen. Genau das ist der Punkt, weswegen man auf eine Entschädigung wartet, nämlich bis alles vergessen und verstorben ist.


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#9
31.03.2014
09:43:47


(+1, 3 Votes)

Von MichiCGN
Profil nur für angemeldete User sichtbar


..., den § 175 gab es schon seit der Reichsgründung 1871.Im Jahr 1934 wurde der § 175 jedoch verschärft.


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#10
31.03.2014
09:45:08


(+5, 5 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Jadughar


Dazu kann ich beisteuern, dass ich Anfang der 60er von einem schwulen Freund folgende Geschichte erfuhr: Im angetrunkenen Zustand nahm er sich mal ein Taxi und fand den Fahrer so anziehend, dass er ihm den Hof machte, worauf dieser direkt mit ihm zur nächsten Polizeiwache fuhr und ihn denunzierte. Ich glaube, der Freund bekam eine Geldstrafe, war aber dann natürlich vorbestraft.
Dann erinnere ich mich auch an Schulkameraden, die sich sehr abfällig über einen bekannten "175er" unterhielten, der den rosa Winkel aus dem KZ am Arm trug und auch damals nach Ende der NS-Zeit noch stigmatisiert blieb.


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