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Cheforganisator Andreas Stiene (li.) wird in Zukunft nur noch die sportliche Turnierleitung übernehmen, da er u.a. aus beruflichen Gründen kürzer treten muss. Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle losten vor der Presse die Vorrunden-Gruppen aus (Bild: CTC)

Trotz des angekündigten Rückzugs von Cheforganisator Andreas Stiene und des Sozialwerks für Lesben und Schwule als Veranstalter ist die Zukunft des Kölner Benefiz-Fußballturniers gesichert.

Mit über 20.000 Besuchern rechnen die Veranstalter des Kölner Come-Together-Cups zu dessen 20. Jubiläum am 29. Mai (Christi Himmelfahrt) auf den Vorwiesen des RheinEnergie-Stadions. Und das nicht zum letzten Mal: Trotz des angekündigten Rückzugs von Cheforganisator Andreas Stiene und des Sozialwerks für Lesben und Schwule als Veranstalter wird es das multikulturelle und bunte Fußball-Fest auch ab 2015 weiter geben.

Auf einer Pressekonferenz wurde Ende März die Kölner Aidshilfe als neuer Mitveranstalter neben dem Jugendzentrum anyway präsentiert. Die Gruppenauslosung des Benefiz-Turniers durch Kölns erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) und FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sorgte für interessante Paarungen und zahlreiche Lacher, angesichts kreativer Team-Namen wie "IRON Ladies", "One Touch Kalk" und "Happy Feet".

Als weitere Neuigkeit wurde der Preisträger des Come-Together-Herzes 2014 bekannt gegeben: Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement wird in diesem Jahr der Essener Maik Schütz ausgezeichnet. Seit über 20 Jahren mit HIV infiziert, ist er in verschiedensten gemeinnützigen Zusammenhängen aktiv.

Rund 1.000 Spieler auf 12 Feldern


Mit Spaß für Toleranz: Der Come-Together-Club wird jährlich zur Verständigung zwischen homo- und heterosexuellen Menschen für Freizeitsportler veranstaltet (Bild: CTC)

Beim Come-Together-Cup treten je 30 Frauen- und Männer-Teams mit insgesamt rund 1.000 Spielern auf den zwölf Feldern vor dem RheinEnergie-Stadion an. 140 Helfer und 25 Schiedrichter tragen ehrenamtlich zum bisherigen Erfolg des Freizeit-Fußball-Turniers bei, das im letzten Jahr 20.000 Euro für den guten Zweck einsammelte.

Zum 20. Jubiläum will man das noch toppen und macht mit einem 80-seitigen Jubiläumsheft auf sich aufmerksam, das unter anderem von Netcologne, der REWE-Group und der Sparkasse KölnBonn unterstützt wird. Darin bedankt sich unter anderem Köln Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD), der seit Beginn der Turnierreihe im Jahr 1995 Schirmherr ist, für die tolle Zusammenarbeit.

Für gute Laune sollen wie gewohnt der Biergarten und das ohne Eintritt genießbare Bühnenprogramm sorgen. Dieses Jahr kann man sich auf die Paveier als Hauptact freuen. Dazu werden Caro, Michael Fischer, die Special-Guest-Band, das Tanzkorps der StattGarde Colonia Ahoj, die Mitsinglegende Björn Heuser und diverse Überraschungsgäste für Unterhaltung sorgen.

Ein Verein soll die Zukunft sichern

Nach dem Rückzug des Sozialwerks für Lesben und Schwule als Veranstalter, soll nun ein neuer Verein gegründet werden, der Come-Together-Cup e.V., an dem sich neben den Initiatoren und langjährigen Machern das Jugendzentrum anyway sowie die Kölner Aidshilfe gleichermaßen beteiligen.

Man sei inzwischen "an Grenzen gestoßen", was das ehrenamtliche Engagement betrifft, heißt es zur Begründung. In Zukunft soll es deshalb eine Professionalisierung geben und Teile der Orga-Arbeit mit einer noch auszuschreibenden Stelle bewältigt werden, deren Finanzierung für 2015 komplett von der Kölner Birkenapotheke übernommen wird. (cw/pm)