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  • 31.03.2014           4      Teilen:   |

Streit um Ehe-Öffnung

Ledig in Michigan, verheiratet im Bund

Artikelbild
Ihre Ehe währte nur wenige Stunden: Trotz Ehe-Zertifkats gelten Glenna Dejong (li.) und Marsha Caspar im US-Bundesstaat Michigan weiterhin als ledig

Der US-Justizminister erkennt die rund 300 Ehen schwul-lesbischer Paare an, die in der kurzen Phase der Ehe-Öffnung im Bundesstaat Michigan geschlossen wurden.

Nachdem Richter im US-Bundesstaat Michigan das Eheverbot für Lesben und Schwule in der vergangenen Woche erst aufhoben und dann wieder einführten (queer.de berichtete), streitet die Politik um die rund 300 homosexuellen Paare, die das kurze Fenster der Gleichberechtigung zum Heiraten nutzen.

Anders als Michigan selbst erklärte US-Justizminister Eric Holder die Ehen für rechtmäßig und erkannte sie bundesweit an. "Diese Familien haben Anspruch auf alle relevanten Bundes-Vorteile", heißt es in einer Verlautbarung Holders vom Freitag. Dieselbe Entscheidung hatte der Justizminister bereits für die gleichgeschlechtlichen Paare aus Utah getroffen, die im Dezember 2013 und Januar 2014 geheiratet haben. Auch dort hatten Gerichte das Ehe-Verbot erst aufgehoben und dann wieder eingeführt (queer.de berichtete).

Der US-Bundesstaat Michigan hingegen will das Ende der gerichtlichen Klärung abwarten. Trotz Ehe-Zertifikats gelten die 300 gleichgeschlechtlichen Paare dort weiterhin als ledig.

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Warten auf das US-Verfassungsgericht

Bundesrichter Bernard Friedman hatte am 21. März 2014 das seit 2004 in der Verfassung von Michigan verankerte Ehe-Verbot für Lesben und Schwule als Verstoß gegen die US-Verfassung mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Bereits am nächsten Morgen wurden in vier Landkreisen rund 300 lesbische und schwule Paare getraut.

Noch am selben Tag stoppte jedoch ein Berufungssgericht auf Antrag von Michigans republikanischem Generalsstaatsanwalt Bill Schuette die kurze Zeit der Gleichberechtigung. Bis zu einer endgültigen Entscheidung dürfen lesbische und schwule Paare seitdem nicht mehr in dem US-Bundesstaat heiraten. Am Dienstag wurde dies noch einmal vom sechsten Bundesberufungsgericht bestätigt.

Eine letztinstanzliche Klärung wird vom US-Verfassungsgericht erwartet, dies kann jedoch Jahre dauern. (cw)

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Tags: michigan, ehe-öffnung, eric holder
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Reaktionen zu "Ledig in Michigan, verheiratet im Bund"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
31.03.2014
09:49:39


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Für den Supreme Court wäre es besser, wenn es die Aufhebung des Eheverbotes für die Schwulen und Lesben in Michigan noch im April abschaffen und damit verfassungswidrig erklären würde! Da wird wertvolle Zeit verschenkt, wenn das leider noch mehrere Jahre dauern dürfte!


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#2
31.03.2014
10:04:41


(+6, 6 Votes)

Von Robin


Diese lächerliche Situation zeigt nur wieder mal, wie absurd solche Ehe-Verbote sind.


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#3
31.03.2014
15:23:25
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Alex
Antwort zu Kommentar #2 von Robin


Volle Zustimmung.

Man schließt in diesem Bundesstaat eine Ehe, die dann von den USA anerkannt wird, aber nicht in diesem Staat.

Das zeigt nur wieder mal, dass solche Flickschusterei nicht funktioniert und eine einheitliche Lösung für alle US-Staaten längst überfällig ist.


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#4
31.03.2014
19:00:56


(+4, 4 Votes)

Von Hugo


Da sieht man mal wieder, den ewiggestrigen ist jedes Mittel recht.


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