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Den Pulitzer-Preis haben wir noch nicht bekommen (nun ja, hatten wir auch nicht erwartet), auch keine Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW (obwohl selbst der "Spiegel" merkwürdigerweise eine erhielt), ja nicht mal den Felix-Rexhausen-Preis des Bundes Lesbisch-Schwuler JournalistInnen, wohl weil sich der Verband noch immer mit den Szenemedien etwas schwer tut.

Nun aber wurde queer.de endlich mal für einen Preis nominiert, genauer gesagt ich selbst, Micha Schulze, der Geschäftsführer unserer kleinen Onlineportals. Obwohl die allermeisten Texte von meinen Kollegen und den freien Autorinnen und Autoren stammen…

"Meinen Glückwunsch zur Nominierung zum Knuddel Award 2014", informierte mich Initiator Sascha Stuhldreher kürzlich per Email, und als ich auf den beigefügten Link klickte, entdeckte ich eine lustig programmierte Seite mit noch lustigeren Texten plus ein uraltes Foto von mir aus Venedig. Wo haben die das bloß im Netz gefunden?

Wörtlich wird meine Nominierung in der Kategorie "Medienarbeit in der Szene" wie folgt begründet (ohne Korrektur):

Micha Schulze hat mit queer.de eine der wichtigsten Online Portale für schwule und lesbische Medien geschaffen. Queer.de informiert immer kritisch über homohophie in Deutschland und den rest der Welt. In verschiedenen Artikeln berichten Sie aber auch über die politische Landschaft und klären über Krankheiten auf.

Dabei haben wir gar keinen Medizinredakteur…

Ganz neu ist der "Knuddel Award" nicht. Er ist aus der Initiative "Knuddel mal wieder" hervorgegangen, die beim ledrigen Berliner Ostertreffen 2012 ins Leben gerufen wurde – wir hatten damals auch darüber berichtet. Im vergangenen Jahr wurde der in Privatinitiative verliehene "Ehrenpreis der LGBT-Community für mehr Toleranz und Akzeptanz in der Community" dann erstmals vergeben – wenn auch noch unter weitgehendem Ausschluss der queeren Öffentlichkeit.

Bei der "Medienarbeit" setzte sich 2013 der Privat-Aids-Aktivist im teilweisen Ruhestand Uwe Görke-Gott durch, in den anderen Kategorien siegten der Leipziger "Cocks"-Wirt Jörg Laske ("Bester Gastronom der Szene"), Schwester Theresia Nata Via Maia der perpetuellen Indulgenz ("Bester Repräsentant der Szene"), Robert Thewessen vom Berliner CSD e.V. ("Beste Vereins- und Präventionsarbeit in der Szene"), der damals noch nicht auf Stonewall-Abwegen war, sowie der Münchner Aktivist Guido Vael ("Ein Leben für die Szene").

In diesem Jahr nun soll der Knuddel Award am 30. Mai 2014 im Rahmen einer Gala im Kölner Theater im Bauturm verliehen werden. In der Kategorie "Medienarbeit" trete ich dabei gleich gegen mehrere verdiente Kollegen an, deren Nominierungstexte nicht weniger unterhaltsam sind – darunter der sehr geschätzte "Teilzeitblocker" [sic!] Marcel Dams, Stephan Ruthe von BRAVE TV und Tim Wiese von Deutschlandradio Kultur.

Ich weiß, da fällt die Wahl schwer. Dennoch fände ich es natürlich ganz knuddelig von Euch, wenn Ihr Euren Klick eventuell bei queer.de machen könntet – bis zum 25. Mai kann man noch abstimmen.

Im Falle, dass ich gewinnen sollte, biete ich den Organisatoren nächstes Jahr auch gerne meine Hilfe bei den Texten und der Pressearbeit an! Denn die Idee eines professionellen Szenepreises, mit dem die wichtige Arbeit von Aktivisten, Ehrenamtlern und Wirten gewürdigt wird, ist eigentlich eine sehr schöne!



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FinnAnonym
  • 02.04.2014, 11:01h
  • Herzlichen Glückwunch zur Nominierung...

    Vielleicht klappt es ja mit dem Gewinn...
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#3 HansieAnonym
  • 02.04.2014, 13:38h
  • (ohne Korrektur)

    Bei diesen vielen Rechtschreibfehlern kann ich mir gut vorstellen, wie die Preisverleiher aussehen....
  • Antworten » | Direktlink »
#4 General GrammatiAnonym
  • 02.04.2014, 14:05h
  • boah...

    Fünf Rechtschreibfehler in vier Sätzen. Dazu noch recht seltsam formulierte Sätze.
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#5 PansieAnonym
#6 mx5972Profil
  • 02.04.2014, 16:57hKerpen
  • Ich drücke ganz fest die Daumen!!!

    Hätte da auch eine Idee,falls du gewinnen solltest...... Freibier für uns ...Und freie Cocktails!!

    Für mich bitte einen Highlander! Also als Cocktail!!

    Daaankeeeeee :-)
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#7 AxelAnonym
  • 03.04.2014, 20:18h
  • Liebe Queer.de-Journalist_innen,
    die Jury des Felix-Rexhausen-Preises ist völlig unabhängig in ihrer Entscheidung. Daher würde es auch keine Rolle spielen, falls sich der BLSJ - wie im Text behauptet - tatsächlich "mit den Szenemedien etwas schwer" tun würde. Es muss also an etwas anderem liegen, dass bislang noch kein Szenemedium den Rexhausen-Preis gewonnen hat. Und übrigens: Eine wichtige Voraussetzung ist, dass man Beiträge einreicht. Für 2014 geht das noch bis zum 15. April:

    www.blsj.de/medienpreis/teilnahmebedingungen/

    Viel Erfolg!
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#8 Koechli
  • 03.04.2014, 21:49h
  • Ich drücke Dir/Euch ganz fest die Daumen!
    Ihr hättet den Preis für eure Mühen echt verdient.
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#9 Carsten ACAnonym
  • 04.04.2014, 12:51h
  • Hoffentlich bekommt queer.de die Auszeichnung.

    Es gibt im deutschsprachigen Raum kein anderes Web-Angebot, das so umfangreich, so ausführlich und so aktuell über GLBTI-Themen berichtet und sich so sehr für unsere Rechte einsetzt...

    Das muss endlich mal belohnt werden!
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#10 RobbyEhemaliges Profil