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  • 03.04.2014           162      Teilen:   |

Vor dritter Demo in Stuttgart

Beatrix von Storch zum Bildungsplan: Widerstand ist Pflicht

Artikelbild
Beatrix von Storch hat - wie andere homophobe Politiker der Partei - gute Aussichten, für die "Alternative für Deutschland" im Europaparlament zu landen

In einem Gastkommentar auf kath.net schreibt die AfD-Politikerin, das "Gift der Genderideologie" sei nichts anderes als "Gewalt".

Von Norbert Blech

Zwei Tage vor der bereits dritten Demonstration in Stuttgart gegen eine bessere Schulaufklärung über Homosexualität verschärfen die Gegner des Bildungsplans ihre Rhetorik.

So behauptet die AfD-Politikerin Beatrix von Storch in einem Gastkommentar auf kath.net, der Plan der grün-roten Landesregierung verspritze "das Gift der Genderideologie nicht mehr tröpfchenweise, sondern kommt in einer Klarheit und Gewalt daher, die nun den Widerstand nachgerade zur Pflicht machen".

Es gehe der Regierung darum, "die Sexualisierung der Gesellschaft voranzutreiben", so von Storch. Sie fragt: "Geht es in der schulischen Sexualaufklärung darum, wie das menschliche Leben entsteht, oder geht es um Sex, sexuelle Praktiken, sexuelle Vorlieben und maximierte Triebbefriedigung? Wenn es um letzteres geht: warum sollte das Pflichtstoff sein? Mit welchem Recht darf der Staat diese die Intimität der Schüler so berührenden Inhalte vorgeben?"

Auch wolle der Staat Akzeptanz statt Toleranz lehren. Das sei ein "Versuch des Staates, auf innere Haltungen und Einstellungen der Schwächsten Einfluss zu nehmen, an den Eltern vorbei". Von Storch bemängelt, "die Genderer" wollten die Menschen mit "Manipulationen" umerziehen. Damit seien sie "zu weit gegangen": "Die Katze ist nun aus dem Sack. Die Genderei verliert ihre Maske. Der Widerstand kann sich formieren."

Fortsetzung nach Anzeige


Demoaufruf von großem Bündnis

Ein Plakat zur Demo am Samstag
Ein Plakat zur Demo am Samstag

Von Storch, die von der "Alternative für Deutschland" auf den aussichtsreichen vierten Spitzenplatz zur Europawahl gesetzt wurde (queer.de berichtete), betreibt mit ihrem Ehemann das Portal "Freie Welt", auf dem oft gegen den Bildungsplan oder LGBT-Rechte angekämpft wird, und weitere Portale, Thinktanks und Initiativen. So ist dem Verbund auch die "Initiative Familienschutz" mit der homophoben Sprecherin Hedwig von Beverfoerde und der Autorin Birgit Kelle angeschlossen, die beide für homophobe Thesen gerne in Talkshows eingeladen werden (queer.de berichtete).

Die Initiative ruft mit anderen Bündnispartern zu der Kundgebung in Stuttgart auf, die fleißig auf "Politically Incorrect" beworben wird und um 15 Uhr auf dem Marktplatz starten und in einer Demonstration zum Staatstheater enden soll. Zu den anderen Partnern zählen das "Bündnis Rettet die Familie" und "Frau 2000 Plus" von Birgit Kelle, die katholische Fundamentalistin Gabriele Kuby, "DVCK – Aktion Kinder in Gefahr" von Mathias von Gersdorff, die bisherigen Allein-Ausrichter der "Initiative 'Schützt unsere Kinder'", "Verantwortung für die Familie", Veranstalter von ähnlichen Protesten in Köln, und gar der Evangelische Arbeitskreis der CDU-Kreisverbände Stuttgart, Heilbronn und Rems-Murr.

Zu der Veranstaltung gibt es eine Terminseite bei Facebook und gar Plakatvorschläge, Flyer und Aufkleber. Ein Gegenprotest des CSD Stuttgart scheint diesmal nicht geplant, dagegen ruft das "Antifaschistische Aktionsbündnis" dazu auf, die Kundgebung zu stören und die Demo zu blockieren.

Uneinigkeit in Protestallianz

Mathias von Gersdorff galt einst als Witzfigut bei Youtube, inzwischen lacht niemand mehr
Mathias von Gersdorff galt einst als Witzfigut bei Youtube, inzwischen lacht niemand mehr

Von "Widerstand" spricht derweil auch das evangelikale Portal idea. Dessen Chef Helmut Matthies kommentierte, dass sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit Vertretern von evangelikalen Gruppen getroffen habe (queer.de berichtete), sei ein Erfolg der Evangelikalen, den weder Union noch katholische oder evangelische Kirche erreicht hätten. Kretschmann könne die nächste Wahl "gegen so viel 'Christenmacht' nicht gewinnen", das sei eine "Ermutigung für evangelikale Christen".

Mathias von Gersdorff, der früher mit Aktionen wie "Kinder in Gefahr" und "Stoppt Bravo" im Prinzip von niemanden ernst genommen wurde und inzwischen ein zentraler Sprecher der Proteste ist, sah hingegen nach dem Gespräch keine Wende und kritisierte wie einige andere Bündnispartner, dass Kretschmann nur einige Kritiker des Bildungsplans eingeladen habe. "Möglicherweise versucht das grün-rote Lager damit auch einen Keil zwischen die Gegner zu treiben", schreibt er in einem aktuellen Kommentar.

Das breite Bündnis der letzten Proteste, von Rechtsradikalen über Christen und Migranten bis hin zu AfD und CDU, steht jedenfalls auf wackeligen Beinen. Die spannende Frage ist, wie es sich weiter entwickelt. Oder, in den Worten von Mathias von Gersdorff: "Allerdings muss festgestellt werden, dass man Teilnehmerzahlen von zehntausenden oder gar hunderttausenden erst dann erreichen wird, wenn alle Gegner des Bildungsplanes 2015 dazu aufrufen."

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Tags: bildungsplan, beatrix von storch, alternative für deutschland, mathias von gersdorff
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Reaktionen zu "Beatrix von Storch zum Bildungsplan: Widerstand ist Pflicht"


 162 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
03.04.2014
13:09:28


(-10, 12 Votes)

Von m123


Beatrix von Storch ist the sexiest woman alive.


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#2
03.04.2014
13:16:47


(+16, 18 Votes)

Von Jupp Angenfort


"die nun den Widerstand nachgerade zur Pflicht machen."

Die Infamie der Steigbügelhalter für NSDAP-Lebenswelten:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Artikel_20_des_Grundgesetzes
_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland#Absatz_4


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#3
03.04.2014
13:18:27


(+19, 19 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Egal. Ihr Opa (verurteilter Kriegsverbrecher) wäre stolz auf sie:

"Am 24. März 1933 unterzeichnete er das Ermächtigungsgesetz, mit dem die nationalsozialistische Regierung unter Aussetzung der Reichsverfassung ohne Zustimmung des Parlaments Gesetze erlassen konnte.[1] Im April 1933 entließ er auf Intervention Hitlers seinen bisherigen Staatssekretär Arthur Zarden zugunsten des Finanzfachmanns der NSDAP, Fritz Reinhardt. Dies war für ihn mit einem Machtverlust verbunden, da Reinhardt z. B. das Steuerwesen fortan im Wesentlichen alleine leitete. Graf Schwerin von Krosigk war während der gesamten Zeit des Nationalsozialismus Reichsfinanzminister, seit 30. Januar 1937 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 3.805.231) sowie Mitglied der nationalsozialistischen Akademie für Deutsches Recht.[1] Im Jahr 1937 erhielt er von Hitler das Goldene Parteiabzeichen ehrenhalber. " (wiki)

Der andere Opa war Führer der Reiter-SA. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.


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#4
03.04.2014
13:35:25


(+13, 15 Votes)

Von sperling


ich hätte nicht gedacht, dass in deutschland noch einmal menschen gegen die rechte marginalisierter gruppen, die einst im kz saßen, auf die straße gehen würden. es fehlen eigentlich nur noch die fackeln und die mistgabeln. oder markante fahnen. aber vielleicht kommt das noch.

ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele deutsche noch einmal in absurder paranoia zu den opfern einer harmlosen minderheit stilisieren würden (so wie sich "arier"-deutsche einst als opfer der jüdischen minderheit stilisierten), und nicht merken, wie krank und absurd das ist.

ich hätte nicht gedacht, dass sich noch einmal mit solcher macht der gedanke durchsetzen würde, schwule und lesben seien gar nicht teil der gesellschaft, der schulen, der arbeitswelt, der kultur, des alltags, sondern irgendwelche nur halbmenschlichen lebensformen - auf dem acker des teufels gezüchtet und nicht normalen familien entstammend.

und ich hätte erst recht nicht gedacht, dass all das passieren würde, ohne dass die medien wenigstens klar analysieren und benennen würden, was dort tatsächlich geschieht.

nein, ich hätte mir all das noch vor einem jahr nicht vorstellen können. es sind beunruhigende zeiten.

wer nimmt uns gegen diesen gewalt schürenden wahnsinn in schutz? wo sprechen unsere mitstreiter_innen genügend deutliche worte?


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#5
03.04.2014
13:49:10


(+13, 15 Votes)

Von myystery


Haben diese Menschen - abgesehen von ihrem ausufernden Homo-Hass - irgendwelche Lebensinhalte?


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#6
03.04.2014
13:57:29


(+13, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von sperling


"ich hätte nicht gedacht, dass in deutschland noch einmal menschen gegen die rechte marginalisierter gruppen, die einst im kz saßen, auf die straße gehen würden. es fehlen eigentlich nur noch die fackeln und die mistgabeln. oder markante fahnen."

"Was du ererbt von Deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen!"

Am Fall Beatrix von Storch ist die ideologische (Familien-)Kontinuität klar abzulesen. Wieso wundert Dich das?


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#7
03.04.2014
13:59:25


(+14, 18 Votes)

Von Interessen


Die Elitenprojekte mit Blick auf den weiteren Verlauf der (Dauer-) Krise formieren sich.

"Beatrix von Storch ist u. a. zusammen mit Vera Lengsfeld Vorstandsmitglied des Vereins BürgerKonvent [...] Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Beurteilung der "Alternative für Deutschland" bezeichnet den BürgerKonvent als "Apo von rechts und von oben", die auf die Rückführung des Staates auf Kernkompetenzen und den Abbau von Sozialleistungen zugunsten privater Vorsorge abziele. Dazu werde mit Hilfe eingekaufter und professioneller Kampagnenpolitik Druck auf Politiker ausgeübt. Die Strukturen seien "intransparent und nicht demokratisch".

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Beatrix_von_Storch


"Ihr Ehemann Sven von Storch ist Direktor des Instituts für Strategische Studien Berlin (ISSB) und gibt die vom Verein Zivile Koalition getragene Blogzeitung FreieWelt.net heraus. Gemeinsam kämpfen sie für eine niedrigere Besteuerung der Unternehmer, eine weitere Aushöhlung der sozialen Sicherungssysteme und die Ablösung des Verhältniswahlrechts durch das kleine Parteien tendenziell benachteiligende Mehrheitswahlrecht.

Damit vertreten sie die gleiche gewerkschaftsfeindliche und kapitalfreundliche Agenda wie Henkel, der die Linkspartei durch eine entsprechende Wahlrechtsänderung aus dem Parlament zu bugsieren hofft und das politische Führungspersonal bis hin zu den Ministerpräsidenten der Länder und dem Bundespräsidenten direkt wählen lassen will. Diese Form der unmittelbaren Demokratie zielt jedoch nicht auf eine Erweiterung der echten politischen Teilhabe, sondern auf die bessere Legitimation autokratischen Durchregierens von oben nach unten, im Interesse der Unternehmen versteht sich." (Hintergrund.de)


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#8
03.04.2014
14:02:05


(+8, 8 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ehrlich gesagt empfinde ich als Gewalt, dass man ständig diese hässliche Visage in den Medien sehen muss. Ich denke sie sollte einfach aus dem closet kommen. Vielleicht hat sie dann noch ein liebevolles Leben statt ein hasserfülltes, die Kleine. Das muss ein hartes Brot sein für ihren Mann, morgens beim Frühstück schon so einen Anblick verkraften zu müssen.


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#9
03.04.2014
14:06:53


(+5, 9 Votes)

Von Timm Johannes


Die Frau ist extrem rechtsradikal.

In der Heute-Show wurde das schon sehr gut thematisiert. In einem Mitschnitt einer Rede von ihr wurden die Wörter "Führer" /"führt" festgehalten und am Ende dann das Wort "Autobahn".

Übrigens die AfD brüstet sich damit einen schwulen Spitzenpolitiker in ihren Reihen zu haben und das sie deswegen nicht rechtsradikal sein könne Den Namen habe ich aber wieder vergessen. Die heute-show vergab daraufhin in Ironie das Prädikat "Voll schwul" für die AfD.


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#10
03.04.2014
14:06:58


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #5 von myystery


Nein.


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