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  • 03.04.2014           8      Teilen:   |

USA

World Vision gibt Homo-Hassern nach

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World Vision will sich nicht von homophoben Dogmen verabschieden

Die größte christliche Hilfsorganisation aus den USA will weiterhin homosexuelle Mitarbeiter feuern, wenn diese einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten – ein Vorstandsmitglied zog sich daraufhin aus Protest zurück.

World Vision sammelt jährlich Milliarden ein, um humanitäre Hilfe für die Ärmsten der Welt, insbesondere Kinder, zu leisten – für Homosexuelle hat die US-Hilfsorganisation allerdings wenig übrig: Vergangenen Freitag stellte die im US-Bundesstaat Washington ansässige Gruppe klar, dass sie in den Vereinigten Staaten weiterhin keine verheirateten Schwulen und Lesben anstellen werde.

Eigentlich hatte die 1950 von einem evangelikalen Priester gegründete Organisation Mitte vergangener Woche noch bekannt gegeben, homosexuelle Angestellte nicht länger diskriminieren zu wollen. World Vision kündigte an, seine Richtlinien zu ändern und homosexuellen Mitarbeitern nicht länger mit der Entlassung zu drohen, wenn sie einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten. Mit der Entscheidung wollte die Organisation auf die Öffnung der Ehe im Bundesstaat Washington reagieren.

Nach heftigen Protesten und Boykottaufrufen von Priestern und evangelikalen Gruppen zog die Führung der Hilfsorganisation die Entscheidung jedoch 48 Stunden später zurück. In einem Brief erklärte der Präsident und ein Vorstandsmitglied, es sei ein Fehler gewesen, "unsere langjährige Firmenpolitik aufzugeben, nach der wir Enthaltsamkeit und christliche Glaubensfestigkeit bei unverheirateten Angestellten voraussetzen". Die Gruppe wolle damit weiterhin betonen, dass die Ehe ausschließlich eine "Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau" sei. Für World Vision ist damit jeder gleichgeschlechtliche Sex außerehelich und damit ein Verstoß gegen die Verhaltensrichtlinien der Organisation.

Diese homofeindliche Regelung ist kein Verstoß gegen Antidiskriminierungsgesetze, da World Vision als religiöse Nichtregierungsorganisation anerkannt ist und es für "Faith Groups" Ausnahmeregelungen gibt.

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Google-Managerin zieht sich aus World-Vision-Vorstand zurück

Google-Managerin Jacquelline Fuller tritt aus Protest gegen die homophobe Haltung aus dem World-Vision-Vorstand zurück
Google-Managerin Jacquelline Fuller tritt aus Protest gegen die homophobe Haltung aus dem World-Vision-Vorstand zurück

Als Reaktion auf die Entscheidung gab das World-Vision-Vorstandsmitglied Jacquelline Fuller am Mittwoch ihren Rücktritt bekannt. Die Google-Managerin erklärte in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP, dass sie weiterhin eine "überzeugte Anhängerin" der Arbeit von World Vision für die Ärmsten der Welt sei. "Ich stimme aber nicht mit der Entscheidung überein, homosexuelle Mitarbeiter in einer Ehe auszuschließen", so Fuller weiter.

Deutsche Sektion gegen Diskriminierung

Im Gegensatz zur World Vision USA erklärte die deutsche Sektion gegenüber queer.de, Homosexuelle nicht zu benachteiligen: "World Vision Deutschland diskriminiert nicht", so Sprecherin Dorothea Hohengarten. "Unsere Personalpolitik ist eindeutig nicht-diskriminierend, denn sie thematisiert die sexuelle Orientierung oder den persönlichen Lebensstil bei der Einstellung neuer MitarbeiterInnen gar nicht. Gleichstellung ist für uns selbstverständlich". Ob jemand mit gleichgeschlechtlichen Partner in einem eheähnlichen Lebensverhältnis lebt, "ist für uns irrelevant und wir fragen nicht danach", so Hohengarten.

World Vision hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zur größten christlichen Hilfsorganisation entwickelt. So nimmt die Gruppe rund drei Milliarden US-Dollar pro Jahr ein, das meiste davon durch Spenden. Sie beschäftigt weltweit mehr als 40.000 Menschen. Zudem arbeitet World Vision eng mit UN-Organisationen zusammen. In den USA profitiert sie außerdem von Entwicklungshilfeprogrammen der Regierung. Einen Teil der Einnahmen investiert die Gruppe auch in die christliche Missionierung in Entwicklungsländern. (dk)

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Tags: world vision, evangelikale
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Reaktionen zu "World Vision gibt Homo-Hassern nach"


 8 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
03.04.2014
14:24:11


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Christen, die sich um Kinder kümmern, aha, ist wohl ein Pädophilenparadies siehe Sandusky. Er hatte ja auch eine Wohltätigkeitsorganisation gegründet für seinen Kindernachschub.


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#2
03.04.2014
17:03:33


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die sollten sich schämen, vor evangelikalem Pöbel einzuknicken!


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#3
03.04.2014
17:37:35


(+8, 10 Votes)

Von oder so


World Vision sammelt jährlich Milliarden ein, um mit humanitärer Hilfe für die Ärmsten der Welt, insbesondere Kinder, flankierend Soft-Power-Hilfe für die politischen Ziele der US-Eliten zu leisten.

Man kann das aber auch ganz anders wahrnehmen.
Oder noch anders.


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#4
03.04.2014
18:22:33


(+8, 8 Votes)

Von Robin


Ein Spenden-Konzern, die sich an Spenden bereichert, hetzt auch noch gegen Minderheiten...

Bitte klärt möglichst viele Leute über die dubiosen Machenschaften von World Vision auf...


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#5
03.04.2014
23:02:42


(+4, 6 Votes)

Von Tonito


Kein Wunder, dass der mehrmals durch Homophobie aufgefallene Peter Maffay gerne für World Vision wirbt.


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#6
04.04.2014
08:51:46


(+5, 5 Votes)

Von XDAS


Faschisten stellen sich immer gerne als Gutmenschen und Retter der Menschheit hin, um ihre wahren Ziele zu verschleiern...

Ich hoffe nur, dass niemand mehr darauf reinfällt und die keinen einzigen Cent mehr einnehmen....


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#7
04.04.2014
11:48:46


(+5, 5 Votes)

Von Hugo


"Einen Teil der Einnahmen investiert die Gruppe auch in die christliche Missionierung in Entwicklungsländern."

Das muß vom amerikanisachen Präsidenten verboten werden und außerdem muß die UNO jedwelche Missionierung verbieten, egal was für eine Organisation es sich handelt.


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#8
04.04.2014
11:50:26


(+5, 5 Votes)

Von Hugo


"Die größte christliche Hilfsorganisation aus den USA will weiterhin homosexuelle Mitarbeiter feuern, wenn diese einen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten"

dan muß man diese Organisation verbieten, weil sie selbst diskriminiert.,


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