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"Gegen Gender-Ideologie, Pädophilie und Frühsexualisierung"

Demo gegen "Gender-Ideologie" auch in München


Stuttgarter Demonstration der Homo-Gegner Anfang März (Bild: Guido Klein)

Nach Stuttgart und Köln wollen "besorgte Eltern" auch in der bayerischen Landeshauptstadt auf die Straße gehen, um gegen die Aufklärung an Schulen zu kämpfen.

Die Initiative "Besorgte Eltern" hat angekündigt, am 10. Mai in München eine Demonstration "gegen Gender-Ideologie, Pädophilie und Frühsexualisierung unserer Kinder an Kitas und Grundschulen" abzuhalten. Die Protestaktion wird unter dem Motto "Demo für alle" beworben, so ein Flyer (PDF) der Initiative.

Der Begriff ist eine direkte Übersetzung von "Manif pour tous", den Homo-Gegner in Frankreich im vergangenen Jahr nutzten, um gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht zu protestieren. Bei diesen Protestaktionen kam es dabei immer wieder zu Ausschreitungen und Verletzten (queer.de berichtete).

Die Protestaktion in München wird auf der selben Kampagnenwebsite beworben wie die Demonstrationen in Stuttgart gegen den Bildungsplan der baden-württembergischen Landesregierung. Dieser sieht vor, das Thema sexuelle Vielfalt im Unterricht fächerübergreifend zu behandeln, um damit die Homo- und Transsexuellenfeindlichkeit zu bekämpfen. In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs versammelten sich im Februar, März und zuletzt am vergangenen Samstag jeweils zwischen 600 und 800 Homo-Gegner. Sie forderten, dass Kinder davor geschützt werden müssten, im Unterricht etwas über nichtheterosexuelle Menschen zu erfahren. Auch in Köln gab es Demonstrationen der Aufklärungsgegner (queer.de berichtete).

Sehnsucht nach der Vergangenheit

Auf der Website fordern die Organisatoren Nicht-Heterosexuelle auf, möglichst unsichtbar zu bleiben: "Wir erwarten, dass Homosexuelle und andere sexuell abweichend Veranlagte als Bürger in der Republik ebenso in erster Linie bürgerlich handeln wie wir es tun." Schwule und Lesben dürften in der Öffentlichkeit nicht als "Propagandist einer Lebensform oder sexuellen Ausrichtung" auftreten.

Homo-Gegner in München protestierten bereits vor wenigen Wochen gegen eine Werbeaktion der Stadt für den Rabatt-Familienpass, weil dort auch Regenbogenfamilien gezeigt werden. Insgesamt 1.500 Menschen haben dazu eine Petition unterschrieben, in der sie die Rücknahme der "Provokation" verlangten. Diese Werbeaktion würde heterosexuelle Familien diskriminieren, hieß es weiter. (dk)



#1 GenderIdeologieAnonym
  • 08.04.2014, 13:26h
  • Also "demonstrieren" diese Faschisten in Wahrheit gegen sich selbst?! Denn wer will allen anderen seine menschenverachtende Geschlechterideologie und sexuelle Norm aufzwingen und alles auslöschen, was da nicht hineinpasst?
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 08.04.2014, 13:35h
  • Antwort auf #1 von GenderIdeologie
  • Das Problem sind weniger ein paar hundert Leute, die dem Elternalter oft schon entwachsen sind und manchmal schon so alt sind, dass sie noch unter und von Hitler erzogen und geprägt wurden.

    Das Problem sind 'bürgerliche' Politiker wie Hauk u. Co., die sich mit diesen Verfassungs- und Menschenfeinden verbünden.

    Was mich aber, da ich z. B. das CDU-Milieu ganz gut kenne, auch wieder nicht wirklich wundert.
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#3 Julek89
  • 08.04.2014, 13:58h
  • Warum halten die nicht ein Schild hoch mit der Aufschrift: "Ich bin blöd, haut mir aufs Maul!" ??

    ....ohne Worte diese "Menschen"....
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#4 VerbündetenAnonym
#5 Foxie
  • 08.04.2014, 14:28h

  • Wieso werden Hetero-Familien diskriminiert, wenn es den Familienpass AUCH für Regenbogenfamilien gibt? Es wird doch niemanden was weggenommen!
    Daß die offensichtliche Unlogik keinen stört, zeigt wieder mal, daß religiös-konservative Gehirnwäsche funktioniert. Leider.
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#6 daVinci6667
  • 08.04.2014, 14:31h

  • "Wir erwarten, dass Homose­xuelle und andere sexuell abweichend Veranlagte als Bürger in der Republik ebenso in erster Linie bürgerlich handeln wie wir es tun."

    Sexuell abweichend veranlagt??? Soll ich das etwa sein?? Hab schon einiges hören müssen, aber so hat mich bisher noch nie jemand bezeichnet. Muss wohl daran liegen das zu meinen Lebzeiten hierzulande schwuler Sex nie verboten war.

    Und damit kommen wir zum Kern der Sache. Wer heutzutage Schwule mit der Bezeichnung "abweichend veranlagt" ausgrenzt muss ein Nazi von vorgestern sein!

    "Schwule und Lesben dürften in der Öffentlichkeit nicht als "Propagandist einer Lebensform oder sexuellen Ausrichtung" auftreten."

    Na dann haut doch endlich ab! Nach Moskau!
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#7 RobbyEhemaliges Profil
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.04.2014, 15:01h
  • Erst Baden-Württemberg, jetzt Bayern! Wenn das auf die anderen 14 Bundesländer übergreift, dann haben wir den "worst case". Um diesen unbedingt zu verhindern, bedarf es sofortigen Handelns: die Gegendemo am 10. Mai in München!
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#9 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 08.04.2014, 16:19h
  • Und da Rot/Rosa/Grün, im Rathaus keine Mehrheit mehr hat, seit der letzten Kommunalwahl, und kleinere Parteien nicht wollen, laut "SZ", wird es vielleicht nicht schlechter, aber zumindest nicht besser, denn es gibt, vermutlich, die GK, von SPD/CSU.
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#10 romaniagirl
  • 08.04.2014, 16:42h
  • "Auf der Website fordern die Organisatoren Nicht-Heterosexuelle auf, möglichst unsichtbar zu bleiben..."

    Der CSD in Stuttgart hat m.W. bewusst beschlossen, keine Gegen-Demos mehr durchzuführen, damit die Fundis nicht noch mehr mediale Öffentlichkeit bekommen. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Strategie sinnvoll ist?
    Klar ist m.E. nur, dass wir uns von dem infamen Vorwurf der Pädophilie abgrenzen müssen, wie es der CSD ebenfalls tat. Dann aber reicht es m.E., wenn in "neues aus der Anstalt" und ähnlichen Sendungen die das Thema aufgreifen, die es lächerlich machen können...
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