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In Ägypten werden noch immer Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung ins Gefängnis geworfen (Bild: Michael Coghlan / flickr / by-sa 2.0)

Bis zu acht Jahre müssen die Beschuldigten hinter Gittern, weil sie sich "abartig" verhalten hätten.
Vier Männer sind am Montag in Ägypten wegen Homosexualität zu Haftstrafen verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat die Staatsanwaltschaft die Männer beschuldigt, "abartige Partys" veranstaltet zu haben. Außerdem hätten die Männer Frauenkleider getragen. Drei von den Beschuldigten müssen für acht Jahre ins Gefängnis, einer wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.

Zwar ist Homosexualität in Ägypten nicht direkt strafbar, Schwule werden allerdings mit Gummiparagrafen verurteilt. Ihnen wird zur Last gelegt, dass sie die öffentliche Ordnung gefährdeten oder sich der "moralischen Verdorbenheit" oder "der Verletzung der Lehren der Religion" schuldig gemacht hätten. Der spektakulärste Massenprozess ereignete sich 2001, als die Polizei 52 Männer auf einer Party verhaftete. 23 von ihnen wurden trotz internationaler Proteste zu Haftstrafen und Zwangsarbeit verurteilt.

Arabischer Frühling hat Lage für LGBT nicht verbessert

Menschenrechtsaktivisten aus Ägypten beklagen, dass sich seit dem Sturz von Hosni Mubarak die Situation im Land noch verschlechtert habe: "Nach der Revolution hatte die Kritik immer ein sexuelles Element. Manchmal wurden Frauen, die bei Protesten mitgewirkt haben, als Prostituierte oder als unsittlich beschimpft und Männer wurde als Homosexuelle verunglimpft", sagte Adel Ramadan von der Gruppe "Egyptian Initiative for Personal Rights" (EIPR). Daher würden Schwule und Lesben weiterhin nur versteckt in Ägypten leben. Laut einer Umfrage des "Pew Research Global Attitudes Project" aus dem Jahr 2013 glauben 95 Prozent der Ägypter, dass die Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren dürfe.

Wie das Mubarak-Regime zuvor benutzte auch der inzwischen geschasste Präsident Mohammed Mursi und die neue Übergangsregierung Homosexualität als Vorwand für die Verfolgung von Andersdenkenden. So wurde im vergangenen Jahr der Satiriker Bassem Youssef verhaftet, der "Al Barnameg" moderiert, die ägyptische Version der "Heute Show". Youssef erklärte, dass ihm neben den Vorwürfen Präsidentenbeleidigung und Islam-Verleumdung auch die "Werbung für Homosexualität und Unzüchtigkeit" vorgeworfen worden war. Er ist nach einer nationalen und internationalen Protestwelle auf Kaution wieder freigelassen worden. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.04.2014, 15:05h
  • Wieder einmal hat sich Ägypten als Reiseziel für die LGBTI-Community disqualifiziert!
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#2 GeorgGAnonym
#3 David77Anonym
  • 08.04.2014, 15:34h
  • Antwort auf #2 von GeorgG
  • "Wie wird sich die deutsche Gesellschaft verändern, wenn immer mehr islamische Fundamentalisten als Asylanten nach hier kommen? "

    Das sehen wir ja bereits, wie sie sich verändert. Die Proteste in BW gegen den Bildungsplan, die Hardliner gegen die Eheöffnung, die in Deutschlad wieder nach hinten gerückt ist, das sind ALLES islamische Fundamentalisten, die dafür verantwortlich sind und im Bundestag sitzen, nicht wahr? Das kann man nur verhindern, indem man den christlichen-religiösen Einfluss verstärkt, und nicht etwa den religiösen Einfluss ALLGEMEIN zurückdrängt, nicht wahr?
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#4 David77Anonym
#5 NeinZuReligionenAnonym
  • 08.04.2014, 15:58h
  • Antwort auf #3 von David77
  • genau, der religöse einfluss ganz allgemein muss zurückgedrängt werden.

    dem islam kommt allerdings eine schlüsselrolle bei religionsbedingter fortschritssfeindlichkeit zu. muslimische religionsverdrehte waren sehr viel aggressiver und hatten damit vorbildfunktion für christliche religioten. die sehen nun z.b. in baden-württemberg, was sie alles erreichen können, wenn sie nur aggressiv genug vorgehen: der grüne kretschmann diskutiert mit ihnen dank ihrer aggressivität darüber, ob gleichbehandlung von schwulen und lesben wirklich nötig ist.
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#6 ImperialistWorldAnonym
  • 08.04.2014, 16:16h
  • Antwort auf #2 von GeorgG
  • Zitat Link:

    "...insbesondere aus der Russischen Föderation, Syrien, Somalia, Eritrea sowie Serbien und Mazedonien."

    GeorgG: "...islamische Fundamentalisten..."

    Beispiel Syrien:

    www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung

    Geostrategisch doppelt nützlich

    Die USA und ihre Verbündeten verfolgen mit der Unterstützung Al-Qaedas eine doppelte Strategie. Die islamistischen Kämpfer dienen einerseits als eine Art Schattenarmee, die gegen feindliche Regierungen und Mächte eingesetzt werden kann. Das erspart andererseits eine direkte militärische Intervention, gewährleistet aber gleichzeitig die Durchsetzung eigener politischer und geostrategischer Pläne.

    Bereits in Afghanistan, in Bosnien, in Tschetschenien und im Kosovo diente die Dschihad-Internationale vor dem 11. September 2001 als Vorkämpfer westlicher, vornehmlich US-amerikanischer Interessen. (58) Erstmals nach 9/11 kam es im vergangenen Jahr in Libyen wieder zu einer offenen Zusammenarbeit westlicher Mächte mit Al-Qaeda. Noch offensichtlicher und umfassender ist die Kooperation gegenwärtig in Syrien.

    Al-Qaeda dient dabei nicht nur als Schattenarmee, sondern auch als Vorwand für eine militärische Intervention. So wurde der Krieg in Afghanistan mit der dortigen Präsenz Al-Qaedas begründet tatsächlich war die Invasion schon vor 9/11 beschlossene Sache.

    www.hintergrund.de/201208132194/politik/welt/syrien-schlacht
    feld-international-agierender-dschihadisten.html
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#7 SchlüsselrolleAnonym
  • 08.04.2014, 16:23h
  • Antwort auf #5 von NeinZuReligionen
  • Das rassistische Muslimhasser-, Migrantenhasser- und Homohasser-Portal "PI-News" spielt eine Schlüsselrolle bei den Zusammenrottungen rechter Rattenfänger gegen die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in mehreren Städten.
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#8 -hw-Anonym
#9 Schlüssel XXLAnonym
#10 GeorgGAnonym