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Die baden-württembergische AfD heizt auf einer Demonstration in Stuttgart die Stimmung gegen Schwule und Lesben auf.

In einer Studie wird das Familienbild der AfD beleuchtet. Fazit: Die Partei positioniert sich in der Frage von LGBT-Rechten ganz in der Hand der Gleichstellungsgegner.

Als die Alternative für Deutschland (AfD) gestartet war, ging es fast nur um Europapolitik. Doch schnell hat sich die Partei mit der Familienpolitik ein zweites Standbein aufgebaut. Der Soziologe Andreas Kemper hat diese für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung in seiner Expertise "Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD" näher beleuchtet (PDF) – und ist zum Ergebnis gekommen, dass sich die AfD in den letzten Monaten zu einer Partei entwickelt hat, die zunehmend Stimmung gegen Homosexuelle macht:

Im Sommer 2013 zeigten sich geschlechterpolitische Auseinandersetzungen zunächst im Konflikt um die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft. Mit dem Rücktritt von Franz Niggemann, der hierfür explizit als Grund die zunehmende Dominanz der konservativen Position von Beatrix von Storch benannte, scheinen sich heteronormative Positionen zugunsten klassischer Familienkonstellationen (Vater, Mutter, Kinder) durchgesetzt zu haben. Bernd Luckes Statement zum Outing des schwulen Fußballspielers Hitzlsperger unterstreicht diese Dominanz.

Der besagte Franz Niggemann war Ende Januar 2014 als Vorstandsvorsitzender der Bezirksverbandes Tempelhof-Schöneberg der AfD zurückgetreten – Kemper zitiert dessen Rücktrittsbegründung, in der Niggemann die AfD als rechte Gängelpartei beschreibt:

Die AfD war angetreten, eine undogmatische, tolerante und nicht ideologiebefrachtete Partei und Alternative zu sein. Leider hat sie dieses Versprechen nicht erfüllt; die AfD geht den Weg in die Unfreiheit von rechts, mit starken Tendenzen, Randgruppen zu diskriminieren.

Auch die Teilnahme der AfD an den "mindestens latent homophoben" Demonstrationen gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg zeige laut Soziologe Kemper, dass die Parteibasis "antifeministisch und heteronormativ" eingestellt sei. Er sieht die AfD heute als Partei, die offen gegen Homo- und Frauen-Rechte kämpft. Das ist seine Einschätzung:

Familienpolitisch scheinen die Mitglieder der AfD die traditionelle Familie bedroht zu sehen durch eine Homolobby, die zuviel Einfluss insbesondere auf die Medien habe, wodurch es zu einer Verzerrung der wirklich relevanten mit marginalen Probleme käme.

Geschlechterpolitisch scheinen die Mitglieder der AfD jede Form von aktiver Gleichstellungspolitik bzw. grundsätzlich die Thematisierung von Geschlechterfragen abzulehnen. Beides wird von ihnen als "Genderismus" abqualifiziert. Hier ist bereits die Rede von einer drohenden "Umerziehung".



#1 SmileyEhemaliges Profil
#2 TimonAnonym
  • 09.04.2014, 15:58h

  • Die AfD zeigt immer offener ihr extrem rechtes, braunes Menschenbild.

    Nur die entscheiden, wie man zu sein hat und alle die ihnen nicht folgen sind minderwertig.
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#3 AlexAnonym
  • 09.04.2014, 16:01h

  • Die Rechtspopulisten von der AfD schüren Hass um daraus politisch Kapital zu schlagen.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.04.2014, 17:54h
  • Damit wurde die Aussage der AfD, nicht mit der NPD in einen Topf geworfen zu werden, mit der Studie ad absurdum geführt!
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#5 bärbel das schafAnonym
#6 GeorgGAnonym
  • 09.04.2014, 19:09h
  • Die AfD entwickelt sich zu einer wertkonservativen Partei, in etwa so, wie die CDU früher einmal war. Darauf sind ca. 20 - 30 % der Bevölkerung ansprechbar. Die AfD-Mitglieder und deren Wähler sind allerdings keine "Neo-Nazis" und auch nicht "braun", denn dann würden sie die NPD wählen. Auch sind sie nicht homophob (im psychologischen Sinn des Wortes), sondern sie wollen einfach die traditionelle Gesellschaft, in der sie aufgewachsen sind und in der sie vielleicht als Kind Liebe und Geborgenheit in einer Großfamilie erfahren haben, erhalten. In der Regel haben sie nichts gegen Eingetragene Lebenspartnerschaften, aber sie wollen keinen Umbau der Gesellschaft in Richtung Gender Mainstreaming.
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#7 DefragmentierungEhemaliges Profil
  • 09.04.2014, 19:39h
  • Antwort auf #6 von GeorgG
  • Solltest Du nicht besser Deine Eva-Braun-Gedächtnis-Bildchen endlich mal sortieren, statt hier Deine zutiefst bornierte und an Ignoranz sowie Bildungsferne schwer zu toppende Gülle zu verklappen?

    Wenn die Welt sich nach Deiner Vorstellung entwickeln würde, gäbe es heute keine Menschenrechte, denn die wurden allesamt gegen den erbitterten Widerstand, der von Dir so hochgelobten "traditionelle Gesellschaft" erkämpft.

    Die Afd ist faschistisch, rassistisch und homophob. Nur deren Mitglieder sind ÖFFENTLICH nicht dieser Ansicht. Dafür gibt es drei Gründe: 1. Sie holen sich einen drauf runter, andere Menschen auszugrenzen und ihnen zu schaden (zb: von Storch) ODER 2. Sie sind raffgierig (zb: Henkel) ODER 3. Sie waren nur in der Baumschule, wissen also nicht was "faschistisch" oder "homophob" bedeutet (zb: GeorgG.)
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#8 RobbyEhemaliges Profil
  • 09.04.2014, 19:45h
  • Antwort auf #1 von Smiley
  • Der ist zu feig, um Stellung zu nehmen. - Wie will er DIESES vernichtende Urteil über seine angeblich ja so "tolerante" und "homofreundliche" Partei (und was weiß ich, was sie seiner Meinung alles noch sein soll) entkräften?! Kann er gar nicht - ohne noch dreister lügen zu müssen als bisher sowieso schon.
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#9 PeerAnonym
  • 09.04.2014, 19:47h
  • Geben sich bürgerlich, sind aber in Wirklichkeit die gleichen Faschos wie NPD und Co. Wölfe im Schafspelz.
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