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Derrick Gordon veröffentlichte freudestrahlend nach seinem Coming-out dieses Foto auf Instagram.

Wieder ein Coming-out im US-Sport: Zum ersten Mal spricht ein NCAA-Basketballer offen über seine Homosexualität.

Derrick Gordon von der University of Massachusetts hat sich am Mittwoch als erster Basketballer der National Collegiate Athletic Association (NCAA) als schwul geoutet. Es ist das dritte große Coming-out in US-Spitzensportarten binnes eines Jahres, nachdem NBA-Spieler Jason Collins und der Football-Nachwuchstar Michael Sam in der Öffentlichkeit über ihre Homosexualität gesprochen haben.

In einem Interview mit dem Fernsehsender NBC sagte der 22-Jährige: "Ich wollte in den nächsten Monaten nicht vorgeben, jemand zu sein, der ich nicht bin". Er habe bereits seit der Mittelstufe gewusst, dass er schwul ist. Nun sei er glücklich und ausgeglichen und habe deshalb diesen Moment als richtigen Zeitpunkt für sein Coming-out gewählt. Das könne auch anderen Sportlern helfen: "Es gibt derzeit viele Kids in meiner Situation, die nicht sie selbst sein können", so Gordon.

Seine Familie, seine Trainer und Mannschaftskameraden habe er bereits einige Tage zuvor informiert. Er habe von allen Seiten Unterstützung erfahren, nur sein Vater habe einige Stunden gebraucht, um die Neuigkeiten zu verdauen.

Gordon: Die Angst ist Vergangenheit


Gordon gab am Mittwoch eine ganze Reihe von Interviews

Gegenüber dem Sportsender ESPN ergänzte Gordon, dass ihm das Versteckspiel im Team zuletzt schwer gefallen sei. So habe er aus Angst eine Wand zwischen ihm und seinen Mitspielern aufgebaut, um zu verhindern, dass sie sein Geheimnis erfahren. Er habe letztendlich den Mut gefasst, offen mit seiner Sexualität umzugehen, weil er in der Zeitung über mehrere Coming-outs von Sportlern gelesen habe. Dieser Schritt habe sich zweifellos gelohnt, so das erste Fazit nach dem Coming-out auf Instagram: "Ich war in meinem 22-jährigen Leben noch nie so glücklich. Kein Versteckspiel mehr. Ich will einfach ein glücklichen Leben und den Sport machen, den ich liebe."

Die Universität von Massachusetts hat dem Basketballer Unterstützung zugesagt. Sein Trainer Derek Kellogg erklärte in der Zeitung "USA Today", er sei telefonisch am Samstag von einem auffällig nervösen Gordon informiert worden. Er habe ihm sofort seine "100-prozentige Unterstützung" zugesichert: "Ich habe ihm gleich gesagt, dass wir ihn lieb haben und er ein Teil unserer Familie ist, ganz gleich, was passiert." Ihm imponiere, dass Gordon an die Öffentlichkeit getreten ist, um anderen jungen Schwulen Mut zu machen und so eventuell Leben zu retten: "Wer will so jemand nicht in seinem Team haben?" (dk)

Youtube | "Sports Illustrated" analysiert: Welche Auswirkungen hat das Coming-out?


#1 FelixAnonym
  • 10.04.2014, 15:35h

  • Gut so!

    Für Liebe braucht man sich nicht zu schämen.

    Man muss sich nur schämen, wenn man sich selbst verleugnet und eine peinliche Schmierenkomödie spielt.
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#2 total blockiertAnonym
  • 10.04.2014, 16:12h
  • anderswo nutzen schwule die vorhandenen - unter den herrschenden gesellschaftlichen verhältnissen freilich eng begrenzten - spielräume. in den massenmedien, im öffentlichen raum, im sport.

    hierzulande tut sich in den genannten bereichen, v. a. bei jungen schwulen, weiterhin so gut wie nichts.
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#3 anti-schamAnonym
#4 seb1983
#5 CongratulationsAnonym
#6 RobbyEhemaliges Profil
#7 Timo1997Anonym
#8 seb1983
  • 10.04.2014, 17:19h
  • Antwort auf #7 von Timo1997
  • Das gönne ich auch jedem.
    Bekommen genügend Heteros bei Frauen ja auch dauernd, ob es nun passend ist oder nicht.

    Hättest du gestern aber auch schon bei ihm bekommen können, er sah wohl genau so aus wie heute.
    Schwulsein ist aber eine ganze Menge mehr!
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#9 Anti-SpamAnonym
  • 10.04.2014, 17:55h
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • Was spammst du eigentlich junge Schwule hier mit einem solchen Müll zu?

    Es kann einem jungen Schwulen scheißegal sein, ob Heteros dieses oder jenes nun bei Frauen auch tun oder nicht. (Heteros - oder eigentliche alle Menschen - werden von kleinauf mit genau solchen heterosexistischen Vorbildern, wie du sie hier ansprichst, überschüttet und auf die entsprechenden Rituale hin konditioniert. Also das genaue Gegenteil von dem, was gesellschaftlich mit männlicher und schwuler Körperlichkeit und Geilheit passiert. Deshalb ist dein Gerülpse an die Adresse eines jungen Schwulen, der sich über eine der ganz wenigen jüngeren Identifikationsfiguren im Bereich des Profisports freut und dem auch lustvoll Ausdruck verleiht, besonders widerlich. Und wieder einmal völlig fakten- und realitätsfern.)

    Ganz grundsätzlich braucht sich kein Schwuler daran zu orientieren, was Heteros (oder Heteronormierte) nun tun oder lassen. Es bedarf keinerlei Rechtfertigung für das, was Timo1997 hier geschrieben hat, und deine Gönnerhaftigkeit oder Erlaubnis braucht er schon gar nicht.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.04.2014, 18:10h
  • Respekt und jeder Fußballbundesligaprofispieler, der nun immer noch ein Schrankschwesterndasein führt, sollte sich daran ein Beispiel nehmen!
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