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Miroslav Stoch bestreitet, die homophoben Beschimpfungen selbst auf sein Instagram-Profil gestellt zu haben (Bild: Wiki Commons / Paulblank / CC-BY-SA-2.0)

Gegen Miroslav Stoch wird ermittelt, weil er im Internet einen homophobe Tirade gestartet haben soll. Der Mittelfeldspieler macht Hacker für die Beschimpfungen verantwortlich.

Der griechische Fußballverband ermittelt gegen den 24-jährigen Spieler Miroslav Stoch vom Erstligisten Paok Thessaloniki. Der slowakische Nationalspieler soll auf seinem Instagram-Profil mehrfach den Satz geschrieben haben: "Wir werden euch verdammte Schwule in Toumba töten". Toumba ist der Name des Heimstadions von Thessaloniki. Das Team muss dort am Mittwoch zum Rückspiel im Halbfinale des nationalen Pokals gegen Olympiakos Piräus antreten.

Der Fußballspieler, seine Mitspieler und sein Verein behaupten, das Instagram-Konto von Stoch sei gehackt worden. Sie fordern eine Einstellung des Verfahrens.

Beim Spiel am Mittwoch darf Stoch nicht eingreifen: Er hatte beim Hinspiel in Piräus vor rund zwei Wochen wegen groben Foulspiels nach 35 Minuten die Rote Karte gesehen. Sein Team hat das Spiel daraufhin mit 1:2 verloren.

Stoch ist bereits 40 Mal für die slowakische Nationalmannschaft aufgelaufen. Er hat auch mehrere Erfolge im Vereinsfußball verbucht: So wurde er 2009 mit dem FC Chelsea englischer Pokalsieger, 2010 gewann er mit dem FC Twente die niederländischer Meisterschaft. Ein Jahr später konnte er mit Fenerbahçe Istanbul türkischer Meister werden. Mit diesem Verein gewann er auch 2012 und 2013 den türkischen Pokal. Stoch wurde außerdem 2012 mit dem renommierten FIFA-Puskás-Preis ausgezeichnet. Damit wird der Fußballer oder die Fußballerin geehrt, die das ästhetischste und schönste Tor des Jahres erzielt hat.

Seit dieser Saison ist Stoch an PAOK Thessaloniki ausgeliehen worden. Der zweifache griechische Meister wurde bis vergangenen Monat von Huub Stevens trainiert wurde, der inzwischen beim VfB Stuttgart angeheuert hat.

International ist Homophobie von Fußballverbänden in den letzten Jahren immer mehr geahndet worden. So wurde im vergangenen Monat eine empfindliche Strafe gegen den deutschen Champion-League-Gewinner Bayern München verhängt, weil Fans ein homosexuellenfeindliches Transparent gezeigt hatten (queer.de berichtete). Deutsche Fußballfans glauben aber laut einer Umfrage aus dem letzten Jahr, dass sich der Deutsche Fußballbund nicht entschieden genug gegen Homophobie einsetzt (queer.de berichtete). (dk)



#1 AlexAnonym
  • 14.04.2014, 15:23h

  • Es muss untersucht werden, ob das wirklich Hacker waren oder ob das nur eine faule Ausrede ist.

    Aber wenn er es war, muss eine saftige Geldstrafe folgen und so jemand hat dann auch im Sport nichts mehr zu suchen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FennekAnonym
  • 14.04.2014, 19:15h
  • Solange nichts bewiesen ist, muss man ihn als unschuldig ansehen.

    Sollte aber seine Schuld bewiesen werden, muss er mit aller Härte bestraft werden. Und noch zusätzlich für diese Lüge...
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#4 RobbyEhemaliges Profil
  • 14.04.2014, 19:28h
  • Wir sollten niemanden vorverurteilen. Sollte sich allerdings wirklich herausstellen, dass er diesen homophoben Scheiße SELBST gepostet hat, dann sollte er bestraft werden und sich auch bei uns LGBTIs entschuldigen. Wenn sein Account wirklich gehackt worden sein sollte, dann müssen auf jeden Fall die Verantwortlichen ausfindig gemacht und angeklagt werden. So ein Verhalten kann in keinem Fall geduldet werden - egal WER nun dafür verantwortlich ist.
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#5 I Ramos GarciaAnonym