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  • 15. April 2014, Noch kein Kommentar

Dieses Foto wurde im vergangenen Jahr der Presse zugespielt

Unter den sieben Schirmherren und Schirmfrauen des CSDs San Francisco befindet sich in diesem Jahr auch die Whistleblowerin Chelsea Manning, die derzeit eine 35-jährige Haftstrafe absitzt. Sie erhält den Titel "Honorary Grand Marshal".

"Als Transfrau weiß ich zu schätzen, dass die CSD-Bewegung eine große Rolle spielt, verschiedene Communitys zusammenzubringen und in der Öffentlichkeit für queere Rechte zu kämpfen", so Manning nach Angaben des schwul-lesbischen Nachrichtenmagazins "The Advocate". "Ich bin immer gerne beim CSD dabei gewesen und fühle mich sehr geehrt, diesen Titel zu erhalten".

Manning war 2010 verhaftet worden, weil sie hunderttausende geheime Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks zugespielt hatte. Diese zeigten unter anderem Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak-Krieg. Zu diesem Zeitpunkt trug sie noch den Vornamen Bradley.

Im vergangenen Jahr hatte sie kurz nach ihrer Verurteilung ein Coming-out als Transsexuelle. Ihr Anwalt verbreitete damals eine Pressemitteilung, in der Manning erklärte: "Da ich die nächste Phase meines Lebens beginnen will, möchte ich, dass alle mein wahres Ich kennen. Ich bin Chelsea Manning und ich bin eine Frau" (queer.de berichtete).

Bereits im vergangenen Jahr sollte Manning Schirmherr des CSD San Francisco werden, als sie in der Öffentlichkeit noch als schwuler Mann wahrgenommen wurde. Nach Protesten wurden die Nominierung aber zurückgezogen. Viele Aktivisten hatten damals erklärt, Manning sei kein echter Whistleblower sondern lediglich ein gewöhnlicher Krimineller, der die nationale Sicherheit gefährdet habe. Der CSD-Vorsitzende Gary Virginia erklärte jetzt, dass der Rückzug im letzten Jahr ein falsches Zeichen gewesen sei. (dk)