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  • 15.04.2014           5      Teilen:   |

Streit um Einemstraße: SPD beklagt "Angriff" auf Büro

Im Dezember wurde ein Teil der Einemstraße feierlich in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße umbenannt
Im Dezember wurde ein Teil der Einemstraße feierlich in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße umbenannt

Unbekannte haben am Montag ein selbst gefertigtes Schild mit der Aufschrift "Gebt uns unsere Einemstraße zurück!" sowie weitere Zettel mit Informationen zu Karl von Einem an die Tür des SPD-Büros Tempelhof-Schöneberg geklebt.

Hintergrund der Tat ist die im Dezember 2013 erfolgte Umbenennung der Einemstraße in Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße (queer.de berichtete). Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895) war der erste bekannte Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen, während der preußische Kriegsminister Karl von Einem (1853-1934) als Wegbereiter der Nazis gilt.

"Dies ist ein erneuter Versuch der Einschüchterung und der Behinderung unserer politischen Arbeit vor Ort", erklärte Integrationssenatorin Dilek Kolat, die auch Vorsitzende der SPD Tempelhof-Schöneberg ist. Bei dem Vorfall handele es sich um einen "Angriff". "Das Kreisbüro der SPD in Tempelhof-Schöneberg ist ein Ort des Austausches mit den Bürgerinnen und Bürgern unseres Bezirks und wir freuen uns über die vielen Besucherinnen und Besucher, die sich über unsere politische Arbeit informieren möchten. Von dem neuerlichen Versuch, unsere Arbeit zu sabotieren, lassen wir uns nicht einschüchtern", so Kolat.

Bereits im Februar war es zwei Mal in Folge zu Angriffen und Zerstörungen der Ausstellung "Karl Heinrich Ulrichs – In öder Wüste tönt meine Stimme" im Rathaus Schöneberg gekommen (queer.de berichtete). (pm/dk)

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Tags: spd, berlin
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Reaktionen zu "Streit um Einemstraße: SPD beklagt "Angriff" auf Büro"


 5 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
15.04.2014
14:15:16


(+9, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Dieser Angriff sollte weiterer Ansporn sein die Straßennamen nicht nur in Berlin nach weiteren Personen zu durchforsten, die negativ in der Geschichte aufgefallen sind, und diese dann durch Namen von Menschen zu ersetzen, die sich demokratisch für Menschenrechte, Bürgerrechte und Gleichstellung eingesetzt haben..

Wer braucht das Gedenken an einen preußischen Kriegsminister, oder irgendeinen Kriegsminister ?

Wer braucht Straßen die mit Namen "glänzen", die an Krieg, Hunger, Vertreibung, Tod, Unterdrückung, Hass und Elend erinnern ?

Niemand..


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#2
15.04.2014
16:45:42
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von Alex


Nazis und deren Wegbereiter haben in Straßennamen nichts zu suchen. Da sind Kämpfer für Menschenrechte die deutlich bessere Wahl.


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#3
16.04.2014
09:58:16


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Man sollte vielleicht ganz auf die Benennung von öffentlicher Infrastruktur und sonstigen Einrichtungen nach Personen verzichten.

Beispiel Fritz Haber. Chemiker, Nobelpreisträger, Jude. Mitentwickler der Haber-Bosch-Synthese mit der Stickstoff aus der Luft fixiert wird. Das kann man einerseits für die Produktion von Düngemitteln benutzen - und da hat Herr Haber sicherlich seinen Anteil daß landwirtschaftliche Produktionssteigerungen mit der Bevölkerungsexplosion Schritt halten konnte, heute sind etwa die Hälfte aller Menschen auf unserem Planeten von derart produzierten Lebensmitteln abhängig. Das kann man aber auch zur Herstellung von Explosivstoffen für Waffen benutzen.

Darüberhinaus war Haber Berater und einer der Hauptantreiber für die Entwicklung von chemischen Kampfstoffen und der Methoden zu deren Kriegseinsatz im WWI.

Schlußendlich war Haber ein Verfolgter des Naziregimes.

Ich würde nur einen einzigen Menschen als Paten für die Benennung einer Straße zulassen, DeWitt Clinton.


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#4
16.04.2014
11:24:32


(+3, 3 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #3 von Smiley


"Darüberhinaus war Haber Berater und einer der Hauptantreiber für die Entwicklung von chemischen Kampfstoffen und der Methoden zu deren Kriegseinsatz im WWI."
damit ist er als namensgeber disqualifiziert..
es sei denn, in den erklärungsschildern wird dieser "beitrag zur zivilisation" ausdrücklich hervorgerufen!
Dann mag sich ein jeder sein urteil über diese person machen.


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#5
16.04.2014
12:04:27


(+2, 4 Votes)

Von Tai Ming
Antwort zu Kommentar #4 von stromboli


Link:
onlinestreet.de/strassen/Carl-Wurster-Platz.Ludwig
shafen.45945.html


Link:
de.wikipedia.org/wiki/Carl_Wurster


"Als Ausgangspunkt des Kalten Krieges gilt die Verkündigung der sogenannten Truman-Doktrin durch US-Präsident Harry S. Truman am 12. März 1947."

"Im I.G.-Farben-Prozess wurde Wurster am 30. Juli 1948 in allen Anklagepunkten freigesprochen."


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