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Die Sultan-Omar-Ali-Saifuddin-Moschee gilt als Wahrzeichen der Hauptstadt Bandar Seri Begawan und des ganzen Landes (Bild: watchsmart / flickr / by 2.0)

Mit der Einführung der Scharia in der kommenden Woche wird in dem ölreichen Sultanat Homosexualität zum Kapitalverbrechen.

Brunei plant ab dem 22. April die Einführung des Scharia-Rechts und sieht darin die Einführung der Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex vor. "Täter" dürften demnach gesteinigt werden. Dieses Verbot gilt nach aktuellen Planungen nur für Muslime, alle anderen müssten sich einem Zivilgericht stellen, das Homosexualität mit bis zu zehn Jahren Haft ahndet.

Außerdem bestraft das neue Scharia-Recht vor- oder außerehelichen Sex von Muslimen mit dem Tod, ebenso wie Vergewaltigung, schweren Raub oder Blasphemie. Auch Muslime, die ihren Glauben ablegen, sollen hingerichtet werden. Zuletzt wurde ein Todesurteil in Brunei 1957 vollstreckt.

UN: Brunei verstößt gegen internationales Recht


UN-Sprecher Rupert Colville ist entsetzt

Die Vereinten Nationen übten scharfe Kritik an den Plänen des asiatischen Landes. "Die Einführung der Todesstrafe für so eine weitreichende Reihe von Vergehen widerspricht dem internationalen Recht", erklärte Rupert Colville, ein Sprecher des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Steinigungen seien Folter und daher verboten, so Colville weiter. Außerdem würde die Einführung der Todesstrafe für einvernehmlichen Sex gegen mehrere internationale Verträge verstoßen.

Bislang droht Homosexuellen die Hinrichtung in den Ländern Iran, Jemen, Mauretanien, Nigeria, Saudi-Arabien, Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Brunei ist ein kleines, absolutistisch regiertes Sultanat im Südchinesischen Meer, das etwa doppelt so groß wie Luxemburg ist. Dort leben gut 400.000 Einwohner, von denen zwei Drittel Muslime sind. Der Islam ist Staatsreligion und wird hier weit strenger ausgelegt als im Nachbarland Malaysia. So ist etwa der Verkauf von Alkohol verboten, außerdem werden andere Religionen gegängelt. Das Land, das erst 1984 von Großbritannien unabhängig wurde, ist wegen seines Erdölvorkommens ein reicher Wohlfahrtsstaat und erreicht in etwa das selbe Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt wie Deutschland. (dk)



#1 m123Anonym
#3 timpa354Ehemaliges Profil
  • 15.04.2014, 16:38h
  • Religionen,die schlimmste Geißel der Menschheit. Gift für alle Menschen. Religion zerstört jegliches Mitgefühl, es geht nur um Macht und Geld. Das dumme Volk lässt sich am Nasenring durch die Manege führen, schlimm, wirklich schlimm. In so einem Land will doch keiner leben, mit so einem Land will doch keiner Geschäfte machen, ich meine die Bewohner dieses Landes zeigen doch in einem erschreckenden Ausmaß, dass sie sich von jeglicher Rechtsstaatlichkeit verabschiedet haben.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 m123Anonym
#6 carolo
#7 RobinAnonym
  • 15.04.2014, 17:44h
  • "in dem ölreichen Sultanat"

    Ein weiterer Grund für die Energiewende, damit man endlich vom Rohstoff Öl unabhängig wird und diesen Staaten nicht noch mehr Geld in den Rachen werfen muss.

    Ohne das Öl wären das alles bitterarme Entwicklungsländer, die für jeden Cent betteln müssten.
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#8 Fred i BKKAnonym
#9 m123Anonym
#10 Roman BolligerAnonym
  • 15.04.2014, 19:05h
  • Antwort auf #7 von Robin
  • Gegen die das System stützenden Eliten solcher radikal-autoritären Staaten sollte international konzertiert vorgegangen werden (UNO). Einerseits mit Negativimage-Kampagnen, besonders aber durch politische und ökonomische Hindernisse.

    Leider befinden sich diese Staaten in der grösser werdenden Gesellschaft von Gesinnungsgenossen oder -tätern (Russland, etc) und fühlen sich dadurch sicher, angespornt und immer einflussreicher. Des weiteren steigt die Bevölkerungszahl in solchen Schwellenstaaten (Nigeria etc), welche zudem über Ressourcen verfügen (Erdöl, Metalle), auf die der Westen nicht verzichten will.
    Der Westen erscheint zudem auch nicht mehr immer als Garant gesellschaftsliberaler Freiheiten, wenn man die zunehmenden rechtsradikalen Strömungen bedenkt.

    Eine vertrackte Situation? Ein globaler Backlash, dessen katastrophalen Auswirkungen noch gar nicht absehbar sind? Oder kann man darauf hoffen, dass die auch vorhandenen gesellschaftsliberalen Bürgerbewegungen (gleichgeschlechtliche Ehe; If you can play, you can play; etc) sich letztlich durchsetzen? Oder muss man sich mit einer Pluralität von Meinungen und Gesetzgebungen abfinden?
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