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  • 16.04.2014           41      Teilen:   |

Klammern an verfassungswidriges Gesetz

Lousiana verbietet weiterhin Homo-Sex

Artikelbild
Im phallisch anmutenden Louisiana State Capitol in der Hauptstadt Baton Rouge ist auch das Repräsentantenhaus untergebracht (Bild: Stuart Seeger / flickr / cc by 2.0)

Mehr als zwei Drittel der Parlamentarier von Louisiana halten an einem Gesetz zur Verfolgung von Homosexuellen fest, obwohl es eigentlich seit elf Jahren verfassungswidrig ist.

Das Repräsentantenhaus von Louisiana hat am Montag mit 27 zu 66 Stimmen den Antrag einer demokratischen Abgeordneten abgelehnt, das Verbot von Sex außerhalb der Ehe – insbesondere unter Homosexuellen – aufzuheben. Derartige Gesetz wurden zwar bereits 2003 vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten für einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der US-Verfassung erklärt und dürfen daher nicht mehr angewandt werden (Lawrence v. Texas). Allerdings haben sich mehrere Südstaaten geweigert, die verfassungswidrigen Regelungen abzuschaffen. Zuletzt hatte Virginia im März diesen Jahres ein "Sodomy Law" aus seinen Büchern entfernt – hier stimmte das Parlament mit 100 zu null Stimmen für die Aufhebung (queer.de berichtete).

Das Gesetz in Louisiana verbietet "unnatural carnal copulation" (unnatürliche körperliche Paarung). Zwar hat sich der verantwortliche Ausschuss vergangene Woche mit neun zu sechs Stimmen für die Abschaffung ausgesprochen, allerdings führte die homofeindliche Gruppe "Christian Louisiana Family Forum" daraufhin eine erfolgreiche Kampagne durch, um das Gesetz zu erhalten. Die Aktivisten schrieben alle Abgeordneten an und argumentierten, dass die Aufhebung des Gesetzes eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit sei. Das Gesetz verbiete, was die meisten Bürger Louisianas für "gefährlich, ungesund und unmoralisch" hielten.

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Verdeckte Ermittler gegen Schwule

Zwar dürfen Richter Homosexuelle nicht mehr nach dem Gesetz verurteilen, allerdings kritisieren LGBT-Aktivisten, dass die bloße Existenz dieser Regelung Homosexuelle in eine kriminelle Ecke stelle und sie daher Nachteile erfahren würden. Eine Auswirkung zeigte sich im letzten Jahr, als ein Provinz-Sheriff verdeckte Ermittler auf Schwule ansetzte. Die Polizisten spielten sexuelles Interesse vor und nahmen die nichtsahnenden Männer mit in eine Polizei-Wohnung. Dort verhafteten sie ihre Opfer, deren Bilder später – wie in den USA üblich – veröffentlicht wurden. Inzwischen hat sich der Sheriff für seine Ermittlungstaktik entschuldigt (queer.de berichtete).

Der Bibelgürtel der Südstaaten ist die homofeindlichste Region in den USA. So wurde etwa vor wenigen Wochen im Nachbarstaat Mississippi ein Gesetz verabschiedet, dass es erlaubt, Schwule und Lesben aus religiösen Gründen zu diskriminieren (queer.de berichtete). Allerdings hat sich im gesamten Land die rechtliche Lage für Schwule und Lesben in den letzten Jahren erheblich verbessert. So haben inzwischen 17 der 50 Bundesstaaten gleichgeschlechtliche Paare im Eherecht gleichstellt – das sind doppelt so viele wie 2012. Außerdem laufen in mehreren Staaten Gerichtsverfahren, die voraussichtlich zu einer Gleichstellung führen werden. (dk)

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Tags: louisiana, baton rouge, usa
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Reaktionen zu "Lousiana verbietet weiterhin Homo-Sex"


 41 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
16.04.2014
13:26:35
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(+14, 14 Votes)

Von Alex


Da sieht man wieder mal, welches Verhältnis diese Homohasser zu Demokratie und Rechtsstaat haben, wenn die wieder mal mit großer Mehrheit ein Gesetz bestätigen, von dem seit elf Jahren bekannt ist, dass es gegen die Verfassung verstößt.

Die wollen eine faschistische Diktatur und missbrauchen den demokratischen Rechtsstaat nur dort, wo es ihnen nützt.


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#2
16.04.2014
13:28:20
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Timon


Was für rückständige Fanatiker.

Es wird Zeit, dass auf Bundesebene etwas gegen diese Fundamentalisten unternommen wird.


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#3
16.04.2014
14:23:24


(+8, 12 Votes)

Von m123


Einfach nur primitiv.

Religion verdummt die Menschen.

Damals wurden in Louisiana auch Schwarze als Sklaven gehalten, weil die Bibel das angeblich rechtfertige.


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#4
16.04.2014
14:31:54


(+7, 11 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Die USA werden mich immer ins Staunen versetzen: größte Pornoindustrie der Welt und prüde bis zur völligen Stupidität.


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#5
16.04.2014
14:49:51


(0, 8 Votes)

Von Mikesch
Antwort zu Kommentar #4 von lucdf


...sowie ein lausiges Rechtssystem.


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#6
16.04.2014
15:49:00


(+7, 7 Votes)

Von vergleichbarkeit
Antwort zu Kommentar #4 von lucdf


erklärbarer wird das m. E., wenn man die USA und die EU miteinander ins verhältnis setzt: in puncto aufgeklärtheit würden die Niederlande sich wohl auch verbitten, mit Litauern verwechselt zu werden.


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#7
16.04.2014
16:00:49


(+6, 10 Votes)

Von loiku


...und wieder einmal zeigen Christen ihre teuflische Fratze...

Zeigt auch wie rückständig die USA sind..

von wegen Menschenrechte...


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#8
16.04.2014
16:34:33


(+7, 9 Votes)

Von sperling


das hat aber mit dem christentum sicher nichts zu tun, nicht wahr, timm-oliver?


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#9
16.04.2014
17:34:29


(+6, 10 Votes)

Von Peer


Wären die nicht so gefährlich und würden die nicht so viel schlimmes anrichten, könnte man über diese dummen Hinterwäldler nur noch lachen.


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#10
16.04.2014
18:14:46


(-2, 8 Votes)

Von Miro


Wieso berichtet queer.de nicht über Erdogans Sondergefängnisse für Homos in der Türkei?


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Anm. d. Red.: Wir hatten das unter der Rubrik "Anderswo", also der Presseschau, aufgegriffen.

 
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