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  • 16.04.2014           3      Teilen:   |

Biopic

YSL privat: Schwules Genie und Dramaqueen

Artikelbild
Der Fokus des Films liegt auf dem ebenso revolutionären wie turbulenten Privatleben des manisch-depressiven Genies (Bild: Universal)

Ein Mode-Film mit dem Anspruch, unmodisch zu sein, verspricht Regisseur Lalil Lespert von seinem visuellen Fest mit dem schlichten Titel "Yves Saint Laurent". Am Donnerstag startet er bundesweit im Kino.

Von Tobias Konrath

Als erste der beiden YSL-Biografien diesen Jahres schafft Lalil Lespert es mit einem kleinen Vorsprung ins Kino. Sein Film "Yves Saint Laurent" beschreibt die Anfangsjahre des zunächst schüchternen Designers mit algerischen Wurzeln – seinen ersten Job bei Dior und den rasanten Aufstieg zum Chefdesigner nach dem plötzlichen Tode seines Mentors Christian Dior. Mit nur 21 Jahren stand er 1955 an der Spitze des bedeutendsten Modehauses der Welt.

Wer nun jedoch einen schillernden Film über die spektakulären und oftmals bahnbrechenden Kreationen des Hauses Dior/Saint Laurent erwartet, wird ein wenig enttäuscht. Zwar mangelt es nicht an perfekt inszenierten Mode-Defilés, die natürlich alle mit Originalen aus den YSL-Archiv bestückt wurden, der Fokus des Films liegt jedoch auf dem ebenso revolutionären wie auch turbulenten Privatleben des manisch-depressiven Genies.

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Ein schwules Paar im Paris der 1960er Jahre

Das Poster zum Film: Bundesweiter Kinostart ist am 17. April 2014
Das Poster zum Film: Bundesweiter Kinostart ist am 17. April 2014

Die Beziehung zu seinem Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé (Guillaume Galienne) steht im Mittelpunkt. Pierre ist der unverwüstliche Fels in der Brandung, der klar denkende Geschäftsmann und treue Liebhaber, der mit seinem verrückten Freund und Künstler Yves, perfekt durch Pierre Niney verkörpert, klar kommen muss. Der sensible Modemacher befindet sich stets am Rande des Drogenwahns, immer auf der Suche nach neuen Exzessen, eine klassische Dramaqueen.

Auf der anderen Seite zeigt der Film ein homosexuelles Paar im Paris der 1960er Jahre, das völlig ungezwungen und selbstverständlich lebt. Losgelöst von jeglichen Konventionen, sowohl beruflich als auch privat. Yves Saint Laurent und Pierre Bergé verkörpern Modernismus und radikales Denken noch lange vor Stonewall und dem Start der neuen Schwulenbewegung.

Visuell taucht der Film in das glamouröse Paris der Haute Couture ein. Die leicht verblassten Farben erinnern an alte Modezeitschriften und den Luxus von vergangenen Tagen. Durch die enge Zusammenarbeit von Regisseur Lespert und dem "echten" Pierre Bergé werden dem Zuschauer Blickwinkel geboten, die vom tatsächlichen Atelier des Meisters bis hin zum marokkanischen Ferienhaus des Paares reichen. In letzterem entstehen viele der Kollektionen auf Papier.

Youtube | Offizieller deutscher Trailer

Wird YSL als zu brav dargestellt?

Doch gerade diese Kooperation könnte sich als zweischneidiges Schwert erweisen: Der Einfluss Bergés ermöglichte zwar Zugriff auf das reichhaltige Erbe Laurents, im Gegenzug erscheint die Geschichte jedoch auch etwas editiert und brav. Man will dann wohl doch gerne ein gewisses Image aufrechterhalten…

Vielleicht kann das zweite, diesmal inoffizielle Biopic "Saint Laurent" einige der offenen Fragen beantworten. Im Konkurrenz-Projekt von Regisseur Bertrand Bonello, das im Oktober in die Kinos kommen soll, wird Frankreichs finest Gaspard Ulliel den schwulen Designer spielen.

  Infos zum Film
Yves Saint Laurent. Biopic. Frankreich 2014. Regie: Jalil Lespert. Darsteller: Pierre Niney, Guillaume Gallienne, Charlotte Le Bon, Laura Smet, Marie de Villepin, Nikolai Kinski. Laufzeit: 101 Minuten. Deutsche Synchronfassung. Verleih: Universal. Bundesweiter Kinostart: 17. April 2014
Links zum Thema:
» Deutsche Homepage zum Film
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Yves Saint Laurent

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Tags: yves saint laurent, ysl, biopic, lalil lespert, pierre niney, pierre berge, dior
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Reaktionen zu "YSL privat: Schwules Genie und Dramaqueen"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
16.04.2014
16:57:38
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User DavidJacob


Ich freue mich schon auf den Film.


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#2
18.04.2014
07:20:36


(+2, 2 Votes)

Von joseph
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von DavidJacob


@David ...hab den Film am Montag im KI gesehen. Ein Genuss...Der Star ist m.E. nicht YSL sondern Pierre Bergé. Er hat das Gesamtkunstwerk YSL erschaffen.


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#3
18.04.2014
10:55:50
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User DavidJacob
Antwort zu Kommentar #2 von joseph


Ich komme leider erst nächste Woche in den Genuss. Bin abee echt schon gespannt.


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