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  • 20.04.2014               Teilen:   |

Das Comeback der Pop- und Disco-Kings Ende der 1980er Jahre

Bee Gees: Die Warner-Jahre

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Hatten Ende der 1980er Jahre schon einige Krisen hinter sich: Die vorübergehende Auflösung 1969, etliche Flops zu Beginn der 1970er und schließlich der Tiefpunkt nach der verebbten Disco-Welle: die Bee Gees (Bild: Warner Bros. Records / Warner Music Entertainment)

Nach einer tiefen kommerziellen Krise ging es Ende der 1980er für die Bee Gees wieder aufwärts. Ein Box-Set bietet Aufnahmen jener Jahre an.

Von Jan Gebauer

Die Bee Gees durchschritten ein tiefes Karrieretal, als sich die 1980er Jahre langsam dem Ende zuneigten: Der Megaflop von "Living Eyes" (1981) hatte dem Trio schwer zugesetzt. Darüber konnte auch der solide Erfolg des Soundtracks zum John-Travolta-Schwitzepos "Staying Alive" (1983) nicht hinwegtrösten. Auch die Solo-Ausflüge der Jungs waren zum großen Teil auf taube Ohren gestoßen: Barry Gibbs "Now Voyager" (1984) war ein sündhaft teurer Misserfolg gewesen und auch Robin Gibbs Werke waren allesamt durchgefallen – außer in Deutschland und ein paar anderen Ländern Europas, wo "Juliet" 1983 zu den Hits des Jahres gehörte.

Nur die Auftragsarbeiten – vor allen Dingen die von Barry Gibb betreuten – hatten enorme Umsatzzahlen vorzuweisen: Welthits für Barbra Streisand ("Woman in Love"), Dionne Warwick ("Heartbreaker"), Dolly Parton & Kenny Rogers ("Islands in the Stream") oder Diana Ross ("Chain Reaction") sorgten dafür, dass die Bee Gees nicht völlig von der Bildfläche verschwanden und Warner Bros. schließlich bereit war, die Jungs unter Vertrag zu nehmen.

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Mit "You Win Again" zurück auf Erfolgskurs

Fünf CDs randvoll mit Musik der Bee Gees: The Warner Bros. Years 1987-1991 - Quelle: Warner Bros. Records / Warner Music Entertainment
Fünf CDs randvoll mit Musik der Bee Gees: The Warner Bros. Years 1987-1991 (Bild: Warner Bros. Records / Warner Music Entertainment)

Mit dem Album "E-S-P" meldeten sich die Gebrüder Gibb 1987 schließlich zurück. Während das lupenreine Pop-Werk in den USA keine Chance hatte – zu sehr assoziierte man die Bee Gees noch mit dem völlig aus der Mode gekommenen Disco-Sound der 1970er Jahre – mischte das Trio in Europa wieder ganz vorne mit. Der perfekte Ohrwurm "You Win Again" gehörte zu den Hits des Jahres, kletterte auf Platz eins in Deutschland und Großbritannien und gilt noch heute zum Pflichtprogramm eines jeden Hausfrauen-Senders. Die nachfolgenden Singles konnten den Erfolg zunächst nicht wiederholen, hatten sie ja auch nicht den Ohrwurm-Effekt von "YWA". Auch sonst will das Album heutzutage, bis auf den Geheimtipp "Live Or Die (Hold Me Like a Child)", nicht wirklich überzeugen. Egal, die Jungs waren trotzdem wieder gut im Geschäft und setzten ihren poppigen Weg konsequent fort.

Beim 1989er Album "One" bissen dann sogar die Amerikaner wieder an. Im risikofreien Adult-Pop mit jeder Menge Keyboards und Synthis lieferten sie ein erfrischendes Werk ab, das von hinten bis vorne gut produziert wurde. Mit dem Titelsong hatten sie erstmals in zehn Jahren wieder einen Hit in den amerikanischen Top-10. Es sollte ihr Letzter bleiben. In Deutschland blieb vor allen Dingen "Ordinary Lives" in Erinnerung – ebenfalls Top-10. Des Weiteren gibt es auf "One" kleinere Perlen wie "Tokyo Nights", "Flesh and Blood" und natürlich die bewegende Ode an den 1988 verstorbenen Bruder Andy Gibb, "Wish You Were Here" zu hören.

Youtube | Bee Gees - Live in Melbourne

Comeback mit großer Tournee

Barry Gibb lebt noch, Robin und Maurice sind leider bereits 2012 bzw. 2003 verstorben
Barry Gibb lebt noch, Robin und Maurice sind leider bereits 2012 bzw. 2003 verstorben (Bild: Warner Bros. Records / Warner Music Entertainment)

Noch im gleichen Jahr startete auch die erste große Welttournee der Bee Gees seit den späten 1970er Jahren – ein riesiger Erfolg. Ende 1989 standen sie unter anderem im australischen Melbourne auf der Bühne – ein Mitschnitt dieses Auftritts wurde auf Video veröffentlicht. Das vorliegende Box-Set enthält eine Doppel-CD mit 29 Songs – eine tolle Ergänzung für Fans und Sammler. Nur hätte man beim Artwork ein Update machen können. Sieht scheußlich billig aus!

1991 folgte mit "High Civilization" das dritte und auch schon letzte Album für Warner, das wiederum auf dem ungemein wichtigen amerikanischen Markt völlig floppte. Besonders bitter: Es war das erste Studio-Album seit 1967, das gar nicht die US-Charts erreichte. In Europa lief es mal wieder besser. So entpuppte sich "Secret Love" als Pop-Ohrwurm erster Güte, der sich bis auf Platz zwei der deutschen Charts mauserte. Das Album – obwohl qualitativ in etwa wieder auf dem Niveau von "E-S-P" – zog auf den gleichen Platz nach.

Auf den zahlreichen Singles der Warner-Jahre tummelten sich einige interessante Remixe, Extended-Versionen und Edits, die nun im Rahmen des Box-Sets "The Warner Years" ebenfalls wieder erhältlich sind. Außerdem interessant, der Song "Shape Of Things To Come", der ursprünglich aus dem 1988er "Summer Olympics Albums: One Moment In Time" stammt. Verpackt wurden die CDs in Papphüllen, die in einer optisch schönen Pappbox liegen. Insgesamt zählt die Warner-Phase nicht zwingend zu den besten Jahren der Bee Gees, bietet aber genug gute Songs, um Fans und Interessierte zufrieden zu stellen.

Links zum Thema:
» Mehr zum Box-Set bei Amazon
» Mehr über die Bee Gees
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Tags: bee gees, barry gibb, maurice gibb, robin gibb, pop
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