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  • 21.04.2014           120      Teilen:   |

Mr. Mojo, Teil 11

Adrenalinkick: Sex in der Öffentlichkeit

Artikelbild
Rummachen auf der Parkbank kommt häufiger vor als viele denken - und zwar nicht nur im Skulpturenpark Jeju Love Land auf der Insel Jeju in Südkorea

Dank Smartphone und Internet gibt es Zugang zu einem prall gefüllten Archiv selbstgefilmter Lustmomente an ungewöhnlichen Orten – bestimmt auch in deiner Nachbarschaft.

Cruising in den Büschen von Autobahnrastplätzen und Parks? Das haben wir doch heute nicht mehr nötig! Könnte derjenige glauben, der nicht realisiert, was um ihn herum tagtäglich unbemerkt und in nächster Nähe geschieht. Sex auf städtischen Plätzen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kaufhäusern. Häufiger geschieht es nachts, seltener am helllichten Tag, außerhalb der heimischen vier Wände, losgelöst von Betten und Schlafzimmern.

Wie Mr. Mojo zu dieser abwegig klingenden Behauptung kommt? Nun, dank Smartphone und Internet gibt es Zugang zu einem prall gefüllten Archiv selbstgefilmter Lustmomente an ungewöhnlichen Orten. Die sexuelle Mutprobe, angereichert durch einen gehörigen Adrenalinkick und gesteigerter Erregung durch die drohende Entdeckung, sie wird in digitaler Form ein zweites Mal publik.

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Grandioser Sex auf der Hubschrauber-Landeplattform

Mr. Mojo selbst wurde mal auf einer Kaufhaustoilette erwischtt
Mr. Mojo selbst wurde mal auf einer Kaufhaustoilette erwischtt

Mr. Mojos peinlicher Moment in Sachen Sex an öffentlichen Orten war vor Jahren ein Quickie in Oberhausen, nach einer zufälligen Begegnung eingefädelt am Hauptbahnhof, durchgeführt in der Toilette eines nahegelegenen Kaufhauses. Blöd nur, dass unser Treiben irgendwem auffiel, der das Personal verständigte. Mit hochroten Köpfen und gesenktem Blick liefen wir durch ein Spalier böse blickender Menschen. Der grandiose Moment in dieser Sparte dagegen war der Sex auf der Hubschrauber-Landeplattform eines 60-stöckigen Hochhauses im Morgengrauen mit Blick auf die Skyline von Bangkok.

Beim beliebten Dienst Tumblr, aber auch bei Pornoclip-Portalen wie xtube, tummeln sich die Public-Sex-Onanisten, die dort ihre wackeligen Filme hochladen und auf weite Verbreitung hoffen. Da es heute kaum noch unbewachte Toilettenanlagen gibt, sind es weniger die "Klappen", die zu sehen sind, und seltener ist es Sex zu zweit. Meistens bekommt man Solonummern präsentiert, die maximal noch von einem Kumpel als Kameramann festgehalten werden. Besonders beliebt: die hinteren Reihen von Bussen und Schulklassenräumen, leere bis schwach besetzte S- und U-Bahnabteile, Umkleidekabinen von H&M, überdachte Bushaltestellen, ICE-Toiletten, Parkhäuser.

Kinoreife Inszenierungen von Hardcore-Exhibitionisten

Dank neuer Smartphones sind die Aufnahmen inzwischen in HD-Qualität verfügbar, die Hardcore-Exhibitionisten professionalisieren ihre Auftritte durch kinoreife Inszenierungen. Im Web kursiert als Paradebeispiel das Video eines Mannes, der sich mitten in die Vorhalle eines Bürogebäudes in irgendeiner amerikanischen Großstadt stellt und vor sich die Kamera postiert. Im Hintergrund rauscht der Autoverkehr, es laufen Passanten vorbei, während der junge Kerl mit sichernden Blicken nach hinten sein Ejakulat nach vorn schießt.

Im Alltag bekommt kaum einer diesen kleinen Sex-Kosmos mit, belästigt wird dadurch also niemand. Ärgerlich mag es wohl mitunter für das Reinigungspersonal sein. Seit dem Sichten dieser Filme wirkt die Stadt für Mr. Mojo aber sehr viel erotischer als sonst. Denn irgendwo, ganz in meiner Nähe, gibt es gerade einen Moment der Lust. Und das ist ganz in Mr. Mojos Sinne…

  Mr. Mojo*
"Mojo", so hieß ursprünglich eine Sammlung magischer Zauberrituale. Heute ist es englischer Slang, der für Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Sex Appeal steht.
Wochen-Umfrage: Was hältst du von Sex an öffentlichen Orten? (Ergebnis)

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Tags: public sex, mr. mojo, klappensex, cruising
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Reaktionen zu "Adrenalinkick: Sex in der Öffentlichkeit"


 120 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.04.2014
01:26:48


(-8, 22 Votes)

Von m123


Ich muss schon den Kopf schütteln, wenn ich sehe wie manche Schwule auf dem CSD Sex haben um maximal zu provozieren, entweder auf den Umzugswagen, oder in den Büschen wo die Leute dann reingucken oder gleich komplett ohne Sichtschutz auf der Straße. Allein das Klischee, dass Schwule immer und überall nur Sex haben wollen wird damit bestärkt. Futter für diejenigen, die gegen gleiche Rechte für Homosexuelle mobil machen.

Sex im Freien ist meiner Ansicht nach solange ok, solange man das nicht absichtlich vor Menschen macht, die damit nicht rechnen bzw. die eigentlich wegen was anderem vor Ort sind.


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#2
21.04.2014
05:49:42


(+13, 17 Votes)

Von So What
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Die Gleichung CSD=Sex scheint sich bei Dir ja echt festgesetzt zu haben. Kann das sein, dass Du selbst ein Klischee verfolgst, weil Du vielleicht einige Mal was beobachtest hast, was in den meisten Fällen vielleicht einen Akt angedeutet hat, aber keiner war? Ich kann mich in über 20 Jahren CSD Teilnahme nicht an echte sexuelle Handlungen auf Paradewagen etc erinnern.

Wir wissen mittlerweile, dass Du CSDs hasst, deswegen vermutlich dort auch nicht zu sehen bist. Vermutlich hast Du auch Angst, dass es Deine Vorurteile zerstört, wenn Du hingehst und Du siehst niemanden, der Sex hat.

Bleib einfach im Busch.


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#3
21.04.2014
09:50:48
Via Handy


(-6, 16 Votes)

Von yomen


Jaja, der maximale Kick. Höher, schneller, weiter. Sex als Mittel der Selbstbestäubung. Ausgerechnet und paradoxer Weise. Von der sinnlichen Erfahrung bleibt da nichts mehr übrig. Reicht das nicht mehr, werden Drogen konsumiert. Hier in Berlin ist es beim Date schon fast genauso wahrscheinlich jemanden zu treffen der drauf ist, wie jemanden mit klarem Kopf.
Dieses anzusprechen ist oftmals verpönt, weil uncool.
Der Respekt vor anderen bleibt viel zu oft auf der Strecke. Der eigene Lustgewinn als oberste Maxime. Respekt? Respekt ist auch die Achtung des anderen, der nicht in Tiergarten freudig "Hurra" ruft, weil er kopulierenden Menschen zuschauen muss.
Und das hat nichts mit Spießigkeit zu tun.

Ganz sicher ernte ich hier dafür jede Menge "rot".
So what! Ich bemühe mich, den Respekt zu geben, den ich einfordere.


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#4
21.04.2014
10:13:28


(+7, 9 Votes)
 
#5
21.04.2014
10:39:37


(+8, 8 Votes)

Von SebSeb


Jetzt bin ich aber neugierig - kennt jemand den Link zum besagten, unten erwähnten Video.... :-)


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#6
21.04.2014
10:56:54


(+8, 12 Votes)

Von ehemaligem User paren57
Antwort zu Kommentar #3 von yomen


"Der eigene Lustgewinn als oberste Maxime."

Auch wenn alle Moralapostel Probleme damit haben, aber genau deswegen ist Sex in der Natur da. Nur so werden die Individuen zum Kopulieren gebracht. Und das dient in weiten Teilen bekanntermaßen der Fortpflanzung.


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#7
21.04.2014
11:03:33


(+10, 16 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Aha. Schüttelst du an Karneval und auch sonst bei Sauf-Festen auch den Kopf, wenn heterosexuelle Paare auf der Straße rummachen, ist dann dann auch Provokation, oder nimmst du das dann gar nicht wahr, weil der ganze Alltag ja eh heterosexuell geprägt ist?
Wenn ich sehe, dass der ganze Alltag 365 Tage im jahr heterosexuell geprägt ist, dann sollte man uns den EINEN Tag oder gar WE im Jahr doch mal gönnen, oder ist das zuviel verlangt?!?!

Im Übrigen hat zu meiner Schulzeit NIEMAND auf MEINE Gefühle Rücksicht genommen! Da wurde auch draussen rumgeknutscht und die frisch entdeckte Heterosexualität "zelebriert"
Wow, die könnten sich ja von uns provoziert fühlen...Ach gottchen!!!
MIR ging es zu der Zeit richtig beschissen wenn ich andere auf den Partys rummachen sah... ich war immer der einzige, der in der Ecke saß und fragte, warum ICH das nicht auch erlebte, oder nicht erleben darf...
Heute würde ich in derselben Situation die anderen verdammt gerne "provozieren"...
Schon lange wünsche ich mir das, aber die Zeit kann ich nicht zurückdrehen...

Sollte es eines Tages mal in Klassentreffen machen, du kannst dir sicher sein, wie sehr ich "provozieren" werde...Warum soll ich nicht das dürfen, was andere MIR immer demonstrativ gezeigt haben? Gleiches Recht für alle!!!


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#8
21.04.2014
11:32:06


(-8, 16 Votes)

Von Mikesch
Antwort zu Kommentar #2 von So What


"...was in den meisten Fällen vielleicht einen Akt angedeutet hat, aber keiner war..."

Für die Wahrnehmung durch Dritte während einer "Demonstration" dürfte dies allerdings keinen Unterschied machen.


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#9
21.04.2014
11:54:24


(-5, 13 Votes)

Von Mikesch
Antwort zu Kommentar #7 von David77


"...Schüttelst du an Karneval und auch sonst bei Sauf-Festen den Kopf, wenn heterosexuelle Paare auf der Straße rummachen, ist das dann auch Provokation...?"

Der große Unterschied dabei ist doch, dass es sich hierbei nicht um Demonstrationen handelt und solche Sachen, vorsichtig ausgedrückt, bei den CSDs dann tatsächlich den Eindruck mangelnden/r Einsatzes/Bedeutung für den eigentlichen Zweck dieser Veranstaltungen, nämlich Demo für gleiche Rechte, entstehen lassen.


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#10
21.04.2014
11:59:39


(+7, 9 Votes)

Von -hw-


"Im Hintergrund [und Vordergrund] rauscht[e] der Autoverkehr, es [liefen] Passanten vorbei, während der junge Kerl mit sichernden Blicken nach hinten sein Ejakulat nach vorn schießt."

Link zu www.cnu.org

Die Schüsse sah ich nicht mehr, als ich 1976 bei meiner ersten Brasilienreise unten an einer Säule der Stadtautobahn vorbeifuhr.


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