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Charles Wamika will offenbar Uganda "frei von Homosexuellen"

Charles Wamika von der katholischen Diözese Jinja im Süden des Landes soll in seiner Osterbotschaft Eltern geraten haben, homosexuelle Kinder den Behörden zu melden.

Der katholische Bischof der südugandischen Diözese Jinja, Charles Martin Wamika, soll in seiner Osterbotschaft am Sonntag die Verschärfung der Gesetzgebung gegen Homosexuelle angepriesen haben. Das berichtet die amerikanische LGBT-Aktivistin und Bloggerin Melanie Nathan unter Berufung auf einen anonymen schwulen Mann aus der Gegend.

Eine weitere Quelle für den Bericht liegt zunächst nicht vor; das Blog vergleicht die Situation in Uganda mit einem Genozid, Nazi-Deutschland und dem Holocaust. Daher ist der Bericht, der in sozialen Netzwerken stark verbreitet wurde, mit Vorsicht zu genießen.

Dem anonymen Informanten zufolge lobte der Bischof die Abgeordneten des Parlaments dafür, die Strafvorschriften gegen Homosexualität verschärft zu haben. Weiter soll der 60-Jährige im "Kampf gegen das Böse" diejenigen gelobt haben, die daran arbeiten, Uganda "frei von Homosexuellen" zu machen, und Eltern aufgefordert haben, homosexuelle Kinder den Behörden zu melden.

Lage in Uganda unübersichtlich


Nach der Verabschiedung des Gesetzes hatten Zeitungen erneut Menschen geoutet

Seitdem der ugandische Präsident Yoweri Museveni das Gesetz im Februar unterzeichnet hatte, drohen bei homosexuellen Handlungen zwischen Männern oder Frauen wie bisher Haftstrafen bis lebenslänglich – eine immer wieder debattierte Todesstrafe wurde nicht eingeführt. Entgegen früherer Fassungen sieht das Gesetz bereits lebenslänglich bei einmaligen Handlungen vor; sie könnten trotzdem weniger bestraft werden als bei "verschärfter Homosexualität", wozu etwa auch Sex mit Minderjährigen oder durch HIV-Positive zählt.

Eine von Ugandern im Ausland eingegangene Ehe oder Lebenspartnerschaft zwischen Partnern des gleichen Geschlechts kann ebenso mit lebenslanger Haft geahndet werden, Unterstützungshandlungen zum gleichgeschlechtlichen Verkehr oder "Werbung" dafür kann mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft werden, Organisationen verboten werden. Der ursprüngliche Plan, Personen zu bestrafen, die homosexuelle Handlungen nicht den Behörden melden, wurde aufgegeben.

Zeitgleich mit Inkrafttreten des Gesetzes hatten Zeitungen erneut damit begonnen, (vermeintliche) Homosexuelle zu outen (queer.de berichtete). Vereinzelt gab es auch Berichte über Hetzjagden, Verhaftungen und Selbstmorde; die meisten sind allerdings ungesichert. Eine Meldung, ein Homosexueller sei von einem Mob lebendig verbrannt worden, stellte sich als Fälschung heraus.

Gerichtsverhandlung im Mai

Inwieweit die neue Gesetzgebung zu einer staatlichen Verfolgung führt, ist ebenfalls noch unsicher. In der Praxis wurde das Gesetz früher kaum angewandt und führte eher zu Erpressungen als zu Inhaftierungen. Laut einem aktuellen Bericht des Guardian könnte es im Mai zu einer Gerichtsverhandlung wegen homosexueller Handlungen kommen. Die 19 und 24 Jahre alten Männer sitzen demnach seit Dezember in Untersuchungshaft und würden nach dem alten Gesetz bestraft.

Die Verabschiedung des neuen Gesetzes hatte für internationale Empörung gesorgt. Viele Staaten und die Weltbank stellten die Entwicklungshilfe ein oder kürzten sie; ein Schritt, der von LGBT-Aktivisten in Uganda wie auch in Nigeria teilweise abgelehnt wird. Viele Politiker krisierten zudem die Politik des Landes. Im März hatte auch der ghanaische Kardinal Peter Turkson, der Präsident des Päpstlicher Rates für Gerechtigkeit und Frieden im Vatikan, die Gesetzesverschärfung kritisiert (queer.de berichtete). (nb)



#1 RobinAnonym
  • 21.04.2014, 22:26h
  • Ja, beim Hetzen und Jagen sind die Katholen immer ganz weit vorne.

    Während der Papst Kreide frisst um das Image zu polieren, machen seine Handlanger für ihn die Drecksarbeit.
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#2 PeerAnonym
#3 SebiAnonym
  • 21.04.2014, 22:28h
  • Will die Kinderschänder-Sekte wieder mal von ihren Verbrechen ablenken, indem sie Hass gegen andere schürt?!
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#4 FinnAnonym
  • 21.04.2014, 22:35h
  • Wann wird diesen katholischen Hass-Predigern endlich das Handwerk gelegt?

    Das sind keine Christen, sondern Satanisten, die Religion missbrauchen, um Hass zu verbreiten und ungestraft hetzen zu können...
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#5 YannickAnonym
  • 21.04.2014, 22:37h
  • Diese perversen, degenerierten Katholen wollen die Menschheit weiterhin unterdrücken und dumm halten, um sich selbst ungestört bereichern zu können und die Macht zu erhalten.
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#6 Carsten ACAnonym
  • 21.04.2014, 22:39h
  • Unser Geld nehmen die aber sehr gerne.

    Das zeigt nur, wie scheinheilig und verlogen dieses Pack ist.
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#7 verharmlosungAnonym
  • 21.04.2014, 22:40h
  • "Vereinzelt gab es auch Berichte über Hetzjagden, Verhaftungen und Selbstmorde; die meisten sind allerdings ungesichert."

    Selbstverständlich führen eine solche Politik und ein solches gesellschaftliches Klima zu Hetzjagden, Mord und Totschlag. Das kann als historisch eindeutig gesichert angesehen werden.
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#8 paren57Ehemaliges Profil
  • 21.04.2014, 22:43h
  • Kommentar überflüssig. Würde mich als Ungläubigem nur interessieren, wie diejenigen, die auf dieser Seite immer das Hohe Lied des Christentums singen, mir erklären, wieso der heilige Mann, er ist immerhin Bischof, irrt und ihre europäische Reformauslegung der Bibel die richtige ist. Weltweit will mir scheinen, dass der Bischof unter den Anhängern der römisch-katholischen Kirche mehr Sympathisanten hat als die Verräter an der reinen Lehre im Sündenbabel Europa, die sich aber immer über den Islam und dessen Scharia erheben.
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#9 J-eyeAnonym
  • 21.04.2014, 23:05h
  • Antwort auf #6 von Carsten AC
  • Apropos Geld nehmen: Wo man das glitzernde Zeug doch so schön ausgeben kann, auch wenn man "arm und bescheiden" predigt...
    www.welt.de/vermischtes/article127155748/Kardinal-baut-Golde
    nes-Penthouse-im-Vatikan.html


    Ich bin ja immer wieder erstaunt, was man als Amtsträger alles so von sich geben darf, ohne mit ernsthaften Konsequenzen rechnen zu müssen. So etwas gutzuheißen, es toll zu finden, wie unschuldige Mitmenschen einfach so gelyncht werden, weil sie sich in so etwas banalem wie ihrer Sexualität von der "normalen" (ich hasse dieses Wort!) Mehrheit unterscheiden... bahh! Konsequent wäre nur eine Amtsenthebung und ein strafrechtliches Verfahren.

    Hab letztens ein Video gesehen, wo ein amerikanischer Priester (!) gemeint hat, man solle alle Homosexuellen hinter einen riesigen Zaun sperren und dann ein paar Bomben (!!) draufwerfen. Das hat der ernst gemeint. Aber in den USA ist die Meinungsfreiheit ja heilig, da darf man ungestraft den Holocaust leugnen.
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#10 FelixAnonym