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  • 22.04.2014           26      Teilen:   |

Sultan außer Landes

Brunei verschiebt Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle

Artikelbild
Sultan Hassanal Bolkiah will Homosexuelle in seinem Land künftig steinigen lassen

Eigentlich hätte am Dienstag das Scharia-Recht in Brunei eingeführt sollen, das die Steinigung von Homosexuellen vorsah. Die Regierung lässt sich aber nun doch mehr Zeit.

Nach internationaler Kritik hat das Sultanat Brunei Gesetzesverschärfungen nach islamischem Recht verschoben. Das geplante Scharia-Recht sieht unter anderem vor, homosexuelle Muslime zu Tode steinigen zu lassen (queer.de berichtete). Die Regierung hat bislang noch keinen neuen Termin für die Einführung genannt und keine Gründe für die Verschiebung genannt.

Ein anonymer Regierungsbeamter erklärte am Dienstag gegenüber der "Brunei Times", das neue Gesetz werde "in sehr naher Zukunft" eingeführt. Es soll auch an einer offiziellen Zeremonie zur Einführung der Scharia festgehalten werden, die für den 30. April geplant ist.

Es wird spekuliert, dass die Einführung möglicherweise wegen der Abwesenheit des Sultans verschoben wurde. Hassanal Bolkiah, der seit Jahrzehnten an der Macht ist, befindet sich derzeit auf einem Staatsbesuch in Singapur. Der 67-Jährige, der mit einem Privatvermögen von über 20 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt gehört, ist Staatsoberhaupt, Premier-, Verteidigungs- und Finanzminister in einer Person und zugleich oberster Hüter der islamischen Staatsreligion. Er hatte die Einführung der Scharia bereits im letzten Jahr angekündigt.

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Bereits jetzt zehn Jahre Haft für Homosexualität

Bislang steht auf Homosexualität zehn Jahre Haft in dem ölreichen Sultanat. Das neue Recht sieht voraussichtlich vor, gegen schwule oder lesbische Muslime als Maximalstrafe die Todesstrafe zu verhängen. Außerdem soll das neue Recht vor- oder außerehelichen Sex von Muslimen mit dem Tod bestrafen, ebenso wie Vergewaltigung, schweren Raub oder Blasphemie. Auch Muslime, die ihren Glauben ablegen, sollen hingerichtet werden. Zuletzt wurde ein Todesurteil in Brunei 1957 vollstreckt.

Die Vereinten Nationen haben die Wiedereinführung der Todesstrafe scharf kritisiert. Die staatliche Tötung von Menschen aufgrund von einvernehmlichem Sex verstoße außerdem gegen mehrere internationale Verträge. Brunei wäre das achte Land weltweit, dass gleichgeschlechtliche Liebe zum Kapitalverbrechen macht.

Das 400.000 Einwohner zählende Brunei folgt einem strengeren Staatsislam als das benachbarte Malaysia. So ist etwa der Verkauf von Alkohol verboten, außerdem werden müssen Nicht-Muslime Einschränkungen hinnehmen. Das Land ist wegen seines Erdölvorkommens ein reicher Wohlfahrtsstaat und erreicht in etwa das selbe Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt wie Deutschland. Es erreichte erst 1984 seine Unabhängigkeit von der früheren Kolonialmacht Großbritannien. (dk)

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Tags: brunei, scharia, hassanal bolkiah
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Reaktionen zu "Brunei verschiebt Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle"


 26 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
22.04.2014
17:26:34


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Viel wichtiger wäre, Homosexualität endlich zu legalisieren und die Scharia abzuschaffen!


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#2
22.04.2014
17:38:24


(+3, 9 Votes)
 
#3
22.04.2014
17:53:23


(+6, 8 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Einführung der Scharia (und die damit verbundene Wiedereinführung der Todesstrafe) ist ein schreckliches aber bezeichnendes Symbol dafür, dass Religion auch im 21. Jh. die Kultur um Jahrhunderte zurückwerfen kann.

Organisierte Religion ist Schwachsinn und wenn sie sich mit Macht paart, ein Verbrechen!


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#4
22.04.2014
17:54:08


(+4, 6 Votes)
 
#5
22.04.2014
18:10:11


(+6, 6 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Diese Scharia-Bekloppten wollen auf Kosten ihrer bedauernswerten Opfer ihre privaten sadistischen SM-Orgien - in einer angeblich aufgeklärten Zeit der Gipfel des egoistischen Schwachsinns.


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#6
22.04.2014
18:28:04


(+4, 6 Votes)

Von gefunden


Religion und Vaterland

In Sri Lanka wurde eine britische Touristin mit Buddha-Tattoo auf dem Arm des Landes verwiesen. Sie ist kein Einzelfall. Die Machthaber in Sri Lanka nützen die Religion gerne, um für sich Stimmung zu machen.

Link zu www.nzz.ch


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#7
22.04.2014
18:59:41


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


So auf die Schnelle.

Link zu www.brunei-embassy.de

sorry still under construction, just like HM's brain ..

Link zu www.auswaertiges-amt.de

Botschaft von Brunei Darussalam
Herr Ahmad
Kronenstraße 55-58
10117 Berlin

bruneiembassyberlin@hotmail.com
berlin@brunei-embassy.de

Prime Minister's Office,
Jalan Perdana Menteri
Bandar Seri Begawan BB3913
Negara Brunei Darussalam

(man freut sich dort vielleicht wenn man zB etwas Schweinefleisch per Päckchen bekommt)

Link zu www.pmo.gov.bn

info@jpm.gov.bn

Link zu www.facebook.com

Elektroautos kaufen. Passivhäuser bauen. Bei Flügen nach Australien nicht in Brunei zwischenlanden.


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#8
22.04.2014
19:20:14
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von daVinci6667
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Die Scharia einzuführen ist dasselbe wie wenn Europa wieder Inquisition und Scheiterhaufen einführen würde.

Wer will Menschen dumm halten wie im Mittelalter und warum?

"Der 67-Jährige, der mit einem Privatvermögen von über 20 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt gehört, ist Staatsoberhaupt, Premier-, Verteidigungs- und Finanzminister in einer Person und zugleich oberster Hüter der islamischen Staatsreligion."

Ach so! Damit ist wohl alles klar. Kapitalismus, Religion, Barbarei und Folter wieder mal in perfekter Symbiose! Mittelalter 2014!


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#9
22.04.2014
20:00:07


(+4, 6 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Da werden sich die Schwulen aber freuen dass sie erst ein paar Monate später dahingemeuchelt werden!Man sollte die Scharia an allen Idioten als 1. ausprobieren die solche Menschenverachtungen gutheissen!
Religion ist das SCHLIMMSTE Übel auf dieser Welt!


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#10
22.04.2014
20:10:07
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009


"Brunei wäre das achte Land weltweit, das gleich­ge­sch­lechtliche Liebe zum Kapital­ver­b­rechen macht."

Wo ist das Bauchgefühl bei Politikern, wenn man es mal braucht?

Hauptsache keine Adoption von uns, schon gar keine Ehe. Und wenn es uns an den Kragen geht, gehen wirtschaftliche Interessen vor.

Kein Schwein sagt was. Frau Kanzlerin ist urlauben. Und der Kauder? Der ist doch sonst immer der Erste, der rumkoddert? Halloohoo?


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