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Daniel Franzese war ein wenig neidisch auf Damians Offenheit in "Mean Girls"

Er wollte in Hollywood Hetero-Machos spielen, deshalb zögerte der inzwischen 35-jährige amerikanische Schauspieler ("Girls Club") so lange mit seinem Coming-out.

Daniel Franzese hat sich am Dienstag in einem Beitrag für das queere Blog Indiewire geoutet. Darin schreibt er einen fiktiven Brief an die Filmfigur Damian, die er 2004 in der Komödie "Girls Club – Vorsicht bissig!" (Originaltitel: "Mean Girls") gespielt hatte: "Du warst stolz darauf, wer du warst; ich war ein verunsicherter Schauspieler. Aus dir wurde eine Kultfigur, zu der Leute aufschauen; Ich wünschte, ich hätte ein Vorbild wie dich gehabt, als ich jünger war. Dann wäre es wohl einfacher gewesen, als Schwuler aufzuwachsen". Nun sei es an der Zeit, dass nach seiner Familie und seinen Freunden auch die Öffentlichkeit sein wahres Ich kennenlerne.

Der Schauspieler begründete sein spätes Coming-out damit, dass er nicht auf die Rolle des exzentrischen Schwulen festgelegt werden wollte: "Ich wollte viele Rollen spielen: Machohafte Italo-Amerikaner oder Gangster waren meine Spezialität". Allerdings habe die Darstellung von Damian als "sensibles Kid mit pinken Shirt, das sich eincremt und Ashton Kutcher liebt", in Hollywood den Effekt gehabt, dass er diese Rollen nicht erhält – und dabei war er extra zur Premiere von "Girls Club" mit einer Alibi-Frau erschienen, die er auf dem roten Teppich geküsst habe. Franzese beklagte, dass ihm fast ausschließlich schwule Klischeerollen angeboten worden sind, bei denen mehr über Schwule gelacht werde als mit ihnen.

Youtube | Daniel Franzese als Damian in "Mean Girls" (2004)

Tweets gelöscht


Daniel Franzese heute

Der 35-Jährige beklagte weiter, dass er die perfekte Chance zum Coming-out bei der Premiere von "Girls Club" vor zehn Jahren verpasst habe. Allerdings sei er inzwischen auf die Rolle stolz: "Erwachsene Männer kommen auf der Straße auf mich zu – manche von ihnen in Tränen – und danken mir dafür, dass ich ein Vorbild für sie war", so Franzese. "Unterdessen habe ich immer noch versteckt gelebt. Ich habe Tweets gelöscht, in denen ich gefragt wurde, ob ich schwul bin, oder Message-Boards nach Andeutungen durchsucht".

Franzese hat in mehr als einem Dutzend Hollywood-Filmen mitgespielt, darunter in "Blood Feast 2", Party Monster" oder "Krieg der Welten". Er war er auch als Gast in Fernsehserien wie "CSI – Den Tätern auf der Spur" oder "Burn Notice" zu sehen. Außerdem spielte er Theater und versuchte sich in Los Angeles als Kurator einer Kunstausstellung. (dk)



#2 m123Anonym
  • 23.04.2014, 14:10h
  • Wie schön für ihn, dass er sich zehn Jahre nach dem Spielen einer schwulen Figur outet. Damit hat er sein Coming Out ja regelrecht überstürzt.

    Gähn.
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#3 Harry1972Profil
  • 23.04.2014, 14:23hBad Oeynhausen
  • Wozu regen wir uns über homophobe Arschlöcher auf, wenn wir uns gegenseitig doch so wunderbar die Augen auskratzen?

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#4 MeineFresseAnonym
#5 Sabelmann
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.04.2014, 18:13h
  • Wieder ist das Coming-Out-Jahr um eine Person reicher! ich wünsche Daniel alles Gute!
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#7 FOX-NewsAnonym
  • 25.04.2014, 13:34h
  • Ich freu mich für ihn - ist doch egal, ob er sich erst mit 35 geoutet hat oder nicht. Der eine ist eben mutiger als der andere. Ist doch nicht schlimm. Schlimm ist sich mit dem Zeigefinger darüber aufzuregen, dass er sich "erst jetzt" geoutet hat. Das ist genauso übel wie gegen Schwule/Lesben zu hetzen.
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#8 FerolusAnonym