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  • 28.04.2014           326      Teilen:   |

Eurovision-Liveblog: Homophobe aller Länder sauer über Conchita-Sieg

Artikelbild
Sie hat es geschafft - aber ist ihre Botschaft der Toleranz wirklich "unstoppbar"?

Auch zwei Tage nach dem ESC-Finale empören sich Rechte und Fundamentalisten in Russland wie hierzulande. Zugleich erklimmt Conchita Wurst die iTunes-Charts in allen Teilen Europas – in Russland ist sie auf Platz 1.

In Kopenhagen kämpfen 37 Länder um den Sieg beim Grand Prix 2014, darunter Drag-Queen Conchita Wurst, ein homophober Favorit aus Armenien und ein chancenloser deutscher Beitrag. "#JoinUs" hat der dänische Staatssender DR1 als Motto für die diesjährige Show gewählt. Queer.de ist dem Ruf gerne gefolgt; vom ESC berichten für zwei Wochen Michael und Arie Götz-Pijl sowie Norbert Blech, die Fotos stammen wenn nicht anders angegeben von ihnen sowie EBU und DR.


Live-Ticker (abgeschlossen, chronologisch)

13.05, 21:29h Nun ist es dann doch mal an der Zeit, dieses Liveblog zu beenden. Wir freuen uns auf Wien 2015 und werden natürlich wieder umfangreich über den ESC berichten.

Wir hoffen, dass der NDR bis dahin ein besseres Gespür für Jurys entwickelt. Man muss der deutschen Jury nicht Homophobie vorwerfen, zumindest den meisten Mitgliedern nicht; eine gewisse Ignoranz lässt sich jedoch nicht abstreiten.

Hier erklärt sich auch der Grund der großen Empörung: Mit Ignoranz gegenüber unseren Anliegen, Wünschen und Hoffnungen - und den Anliegen anderer Minderheiten - sind wir in Deutschland noch immer häufig konfrontiert, neben der Politik gerade auch in den Medien.

In anderen Ländern mögen Politiker Zeichen setzen und Flagge zeigen (größtenteils übrigens Länder, deren Jurys Conchita hohe Punktzahlen gaben) – hier sind noch immer wir selbst dafür verantwortlich, ein Zeichen zu setzen. Schaffen wird das, scheitern wir trotzdem an Ignoranz: Von großen Enough-is-Enough-Demos erfährt man nichts in der "Tagesschau", aus 12 Punkten für Conchita und Toleranz, ein Erfolg der Szene wie der mitabstimmenden Hetero-Bevölkerung, werden dank einer fünfköpfigen Jury peinliche sieben Punkte.

Hier fehlte das Gespür für Symbolik und den richtigen Moment – und nebenbei auch für das Musikalische: Conchita Wurst war alles andere als ein Novelty Act. Dass bei der Jury der Tittenpop aus Polen auf Platz 4, das Aggro-Geschrei aus Armenien auf Platz 6 oder der gesanglich vergeigte Beitrag Großbritanniens auf Platz 8 landete, lässt die erwünschte positive Korrektur des Televotings hin zu mehr Qualität nicht ernsthaft erkennen. Im Gegenteil: Die den Wettbewerb auffrischenden Griechen landeten bei den Zuschauern auf Platz 4, bei der Jury auf Platz 22.

Der NDR muss sich also mit der Jury mehr Mühe machen; dass viele Leute keine Lust auf den Job haben, wie sich jetzt NDR-Unterhaltungschef Thoms Schreiber rechtfertigte, kann keine ernste Begründung sein. Jemand wie Sido, der schon vorher einen Kandidaten als Zirkusnummer kritisiert hat, hätte die Aufgabe nicht übernehmen dürfen, ebensowenig kann ein Juryposten ein Ersatz sein für Leute, die ihre Plattenfirmen im Vorentscheid verheizt haben, oder für Leute, die als Ausgleich in der NDR-Sendung vor oder nach dem Finale noch schnell ein Album promoten wollen.

Auch diese beiden Sendungen von der Reeperbahn bräuchten eine liebevolle Überarbeitung, die mehr zur zum eigentlichen ESC passt (kein Jan Delay, kein Wort zum Sonntag, etc.). Ganz zu schweigen vom Vorentscheid, dessen Kandidaten in diesem Jahr niemanden begeisterten.

17:17h Conchita Wurst ist am Sonntag zu einem Empfang bei Bundeskanzler Werner Faymann geladen. Danach werde es ein öffentlich zugängliches Konzert von Conchita Wurst auf dem Ballhausplatz geben, so Faymann auf Facebook – Wurst soll offenbar vom Balkon des Kanzleramts singen. Von dort hatte zuletzt Skilegende Karl Schranz 1972 die Massen grüßen dürfen.

16:24h Jan Feddersen: Jury-Kritik ist totalitär.

11:09h Der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew hat für den 27. Mai eine Solidaritäts-Demo für Conchita Wurst angemeldet, einen "Marsch bärtiger Männer und Frauen". Vier Tage später soll der diesjährige Moscow Pride stattfinden. Es wird damit gerechnet, das beide Veranstaltungen nicht erlaubt werden und in den üblichen Verhaftungen und Rangeleien enden.

Gestern hatte der Kulturminister Russlands eine Forderung des St. Petersburger Abgeordneten Vitali Milonow, Conchita Wurst ein Einreiseverbot aufzuerlegen, öffentlich zurückgewiesen. "Ein Einreiseverbot für bärtige Frauen und bärtige Männer ist nicht Teil unserer Jurisdiktion", so die Pressestelle des Ministeriums.

11:01h Ein Duma-Abgeordneter der russischen Kommunisten hat vorgeschlagen, dass sich das Land aus dem ESC zurückziehen und einen eigenen Contest, "Die Stimme Eurasiens", starten soll. Die Kosten der Teilnahme am ESC seien zu hoch.

12.05, 21:58h Es gibt ja einige schöne Momente in der ORF-Doku "Conchita – Queen of Austria". Conchita mit Oma, Conchita mit den vermeintlichen Bauerntrampeln in der Heimat, Conchita im Kleiderschrank. Wie Kleinkinder über Conchita reden. Wie Konkurrenten über Conchita reden.

Und dann sind da die Sekunden, in denen Aufnahmen des Kleinkindes Tom in Kleidern gezeigt werden. Offenbar auf eine Reporterfrage sagt dazu sein Vater: "Was hätte ich mir denken sollen? Dass er irgendwann einmal schwul wird? Na, damit hab ich nicht gerechnet. Das war er ja schon."

Die Sendung in der ORF-Mediathek (25 Minuten)

Bei ihrer Pressekonferenz am Sonntag in Wien hatte Conchita übrigens gesagt, dass sie nicht erneut antreten wolle. Zugleich winkte sie mehrfach mit dem Zaunpfahl, dass sie allerdings den nächsten ESC gerne moderieren würde. In der Tat wäre das eine gute Möglichkeit, ihre positive Botschaft weiter in die Welt zu tragen.

19:57h Stefan Niggemeier befasst sich weiter mit dem Jury-Thema: ARD fordert Respekt und Toleranz auch für deutsche Grand-Prix-Juroren

19:18h Was sagt eigentlich Radio Vatikan zum Sieg der Wurst?

18:53h Einer der widerlichsten Texte zum Conchita-Sieg erschien übrigens nicht in "Bild", sondern ging gestern im Deutschlandfunk über den Äther.

Burkhard Müller-Ullrich, ein deutscher Schriftsteller, unterstellt zunächst einen "Aufmerksamkeitsboom für das Thema Transsexualität", der auf "eine große gesellschaftliche Verunsicherung in Bezug auf die Biologie" basiere. Die Betroffenen hätten "Orientierungsprobleme", die vergößert würden durch "sich wie durch Kettenreaktion vermehrende Genderpolitiker, die jeden Schambereich nutzen, um Druck aufzubauen und Macht zu gewinnen". Weiter im Text:

Auf diese Bühne biologischer Bedenklichkeiten tritt nun ein Hermaphrodit oder Transvestit und konfrontiert Europa mit sexualpsychologischen Fragestellungen, denen die Tralala-Welt der Eurovision selbstverständlich nicht gewachsen ist. Sie konnte sich dieser Konfrontation nur entziehen, indem sie dem irritierenden Halbwesen, um mit Sibylle Lewitscharoff zu sprechen, dieser Mischung aus Barbie und Jesus, schleunigst den Sieg schenkte.



Das geht dann noch so weiter, zum Nachlesen oder Anhören:

18:33h Nach all der Aufregung meldet sich nach und nach auch die deutsche Jury zu Wort.

Der Rapper Sido ließ es sich nicht nehmen, auf Facebook von "Herrn Wurst" zu sprechen (bei über 11.900 Likes):

Yo Leute, ein paar conchita Wurst Fans möchten gerne wissen warum ich den jungen Mann nicht auf Platz 1 gevotet habe ... Man wirft mir fehlende Toleranz vor ... Mein Job in dieser Jury war es zu beurteilen was ich da höre und sehe ... Nichts anderes habe ich getan ... Weil ich ein toleranter Mensch bin habe ich auch jedem Kandidaten die selbe Chance gegeben mich zu überzeugen, unabhängig von seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner sexuellen Gesinnung ... Spielt ja auch alles keine Rolle, hier ging es um die Musik, die Komposition, die Stimme, die Performance... Nichts anderes ist in meine Wertung eingeflossen ... Die einzige Diskussion die man also zulassen kann is die warum mir die Komposition und die Performance des Herren aus Österreich nicht gefallen hat ... Wobei das wiederum eine reine Geschmacksfrage ist ...

Nichts desto trotz möchte ich dem Herrn Wurst und und meinem geliebten Österreich natürlich herzlich gratulieren zu seinem Sieg !!!



Jennifer Weist schrieb in dem Netzwerk:

ich freue mich allerdings sehr, dass österreich gewonnen hat, da durch conchita selbst und den text des songs ein eindeutiges zeichen für toleranz und gleichberechtigung in der ganzen welt gesetzt wurde! über den song an sich lässt sich streiten...deswegen landete auch frau wurst bei mir etwas weiter unten im ranking.



Madeline Juno hat gar einen ganzen Roman verfasst.



Wochen-Umfrage: Wird sich mit Conchitas ESC-Sieg die Lage für LGBT in Europa verbessern? (Ergebnis)

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Tags: eurovision, grand prix, copenhagen, conchita wurst
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Reaktionen zu "Eurovision-Liveblog: Homophobe aller Länder sauer über Conchita-Sieg"


 326 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
28.04.2014
13:16:16
Via Handy


(+9, 13 Votes)

Von Alex


Das wichtigste ist, dass der Homohasser aus Armenien schlecht abschneidet. Homophobie darf nicht auch noch erfolgreich sein.

Ansonsten werde ich für Conchita Wurst anrufen. Um Vielfalt zu fördern und alleine schon um die ganzen Homohasser zu ärgern.


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#2
28.04.2014
13:20:25
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #1 von Alex


Und dran denken:
Deutschland ist in dem Halbfinale stimmberechtigt, wo Conchita Wurst auftritt.

Da viele Leute nur das Finale sehen, ist Anrufen schon da wichtig, damit sie überhaupt ins Finale kommt und dort auch möglichst viele Leute sie sehen.


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#3
28.04.2014
13:48:12
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Timon


Das ist etwas was ich nicht verstehe. Ein Land das teilnimmt sollte an allen 3 Sendungen stimmberechtigt sein. Nicht nur beim Finale und einer Vorentscheidung.

Ich drücke Conchitta Wurst ganz fest die Daumen und werde natürlich auch für sie zum Hörer greifen.


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#4
28.04.2014
14:49:10
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #3 von daVinci6667


Ja, ich persönlich sehe das auch so. Aber es geht halt darum, dass die Balkanstaaten sich nicht wieder nur gegenseitig ins Finale hieven, sondern auch andere Staaten eine Chance haben.

Das mag keine optimale Lösung sein, aber was besseres wurde bisher noch nicht gefunden.

Am besten fände ich wie früher nur eine Sendung, aber dafür sind es halt mittlerweile leider zu viele Staaten. Trotz bereits verkürztem Abstimmungsteil.


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#5
28.04.2014
15:18:51


(+4, 8 Votes)

Von Finland 12 pts


Ich hoffe keiner von euch votet für Aram MP3 aus Armenien. Der Typ ist einfach nur homophob. Habt ihr Körperhaltung und Mimik von dem Typen gesehen als er Conchita Wurst getroffen hat? Der war total angeekelt, hat nur so getan als wollte er sich entschuldigen, total künstlich freundlich getan. Bloß nicht für den anrufen. Der soll keine Punkte bekommen.

Youtube-Video:


Als Mensch scheint mir Conchita Wurst sehr sympathisch zu sein. Auch dass sie so selbstbewusst ist und sich für Toleranz und Akzeptanz einsetzt finde ich super. Ich hoffe, dass den ganzen homophoben Spießern in Europa am 10. Mai die Kinnlade runterfällt, wenn die bärtige Frau über den Bildschirm flimmert. Den Song von Österreich mag ich nur aus musikalischer Perspektive irgendwie nicht ganz so sehr. Auch wenn sie gut singen kann ist mir der Song irgendwie zu öde. Liegt am Song, nicht an Conchita. Mit ner besseren Ballade wären ihre Chancen auf den Sieg deutlich größer. Vielleicht werd ich aber ein oder zwei Mal für sie anrufen.

Ansonsten werde ich aber sehr wahrscheinlich für Finnland anrufen. Der Song gefällt mir einfach am besten. Die finnischen Jungs haben da einfach ne megagute Nummer mit sehr gutem Text zusammengebastelt, die live auf der großen Bühne richtig abgehen wird. Für mich die Geheimfavoriten, vor allem weil die Nummer gnadenlos unterschätzt wird.


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#6
28.04.2014
15:45:40


(+3, 15 Votes)

Von Gegen Verblödung


Welcher Schwule, der nicht völlig den Verstand verloren hat, unterstützt eigentlich noch diese widerliche Veranstaltung, bei der die Menschenrechte von Schwulen und Lesben in den letzten Jahren immer und immer wieder, im Namen des ungestörten Geschäftetreibens, mit Füßen getreten wurden??

Nicht ein einziges Wort von irgendeinem Teilnehmer oder den Moderatoren zu schwersten Menschenrechtsverletzungen, die teils zeitgleich an den Veranstaltungsorten abliefen.

Eine Schande, für diese Drecksveranstaltung weiterhin zu werben!

Dieselben Schwulen und Lesben, die diesem Müll zujubeln, weil sie sich so gern berieseln und "entertainen" und sich auf keinen Fall ihre aufgesetzte "Partylaune" verderben lassen wollen, regen sich dann darüber auf, dass sie von Politik, Medien usw. und im Alltagsleben weiterhin wie der letzte Dreck und wie Untermenschen behandelt werden (wenn sie das überhaupt wahrnehmen). Merken die eigentlich noch irgendetwas??


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#7
28.04.2014
15:54:00


(+9, 15 Votes)

Von dumb and dumber


"eine sehr stimmige Performance"

...sagen schwule zu inszenierungen, bei denen frauen halbnackt als objekte vorgeführt und männer maximal verhüllt und überhaupt die üblichen heterosexistischen rituale (mann-frau-tanz mit den entsprechenden rollenzuweisungen) verbreitet werden.


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#8
28.04.2014
16:43:46


(-5, 17 Votes)

Von aargh
Antwort zu Kommentar #7 von dumb and dumber


Geht DIE Kritik wieder los.

>frauen halbnackt als objekte
Genau, hüllt sie in Burkas. Verbietet Ballett. Etc. ...

>männer maximal verhüllt
Die letzten Jahre überhaupt mal ESC geschaut? Da gab es genug männliche Haut.

>üblichen heterosexistischen rituale
Muss jetzt jeder Sänger, jede Sängerin eine homophile Perfomance geben?

Gerade beim ESC gibt es doch auch die untypischen Rollenzuweisungen, und das europaweit. Man kann es mit der teils berechtigten Kritik am Hetero-Fernsehen auch überteiben.

--

>bei der die Menschenrechte von Schwulen und Lesben in den letzten Jahren immer und immer wieder, im Namen des ungestörten Geschäftetreibens, mit Füßen getreten wurden

Die Kritik ist ernster, zielführender und wichtiger, das Verhalten der EBU und der meisten Künstler in Moskau und Baku war beschämend. Das wurde hier auf queer.de und von vielen Fans aber auch heftig kritisiert.

>Müll, Drecksveranstaltung

Es ist auch die Show, die Dana International gewann. Die im letzten Jahr gleichgeschlechtliche Küsse nach ganz Europa schickte. Die in diesem Jahr durch schwule Hochzeiten in Kopenhagen, etwa von russischen Paaren, begleitet wird. Etc. Die also auch eine Chance bietet, gerade für LGBT in den schwierigen Ländern ein Fenster. Megapauschale Kritik bringt da gar nichts.


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#9
28.04.2014
17:56:13


(+6, 12 Votes)

Von durchsichtig
Antwort zu Kommentar #8 von aargh


Sie klingen wie jemand, der panische Angst um Absatz und Profit hat. Die Verharmlosung kommerzieller Menschenverachtung kennt anscheinend keine Grenzen.

Insbesondere die Rollenverteilung Mann/Frau bei diesen heterosexistischen Werbeveranstaltungen des europäischen Musik-Business ist glasklar. Homophob.


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#10
28.04.2014
19:41:04


(-9, 11 Votes)

Von attraktiver Mann


Und mir gefällt dieser Aram als Mann, auch sein Lied ist völlig OK, vielleicht werde für ihn sogar auch votieren, ein paar Worte hin oder her - und da er dafür bereits sogar sich entschuldigt hat, gibts also gar kein Problem mehr.
Ausserdem hat er kaum etwas gesagt, was die anderen Teilnehmer aus dem Kaukasus oder den Balkanstaaten zum Thema denken, nur waren mehr klever und haben Klappe gehalten.
Man muss bei diesen Schönlingen aus dem ehemaligen Ostblock nie vergessen: die Kerle kommen sowieso aus einer der homophobsten Region der Welt, die in kulturellen Fragen mehr Gemeinsamkeiten mit Afrika als Westeuropa hat (dank Kommunismus und 40 Jahren Eiserne Vorhang), insofern wäre es irgendwie unfair auch von diesem attraktiven Aram ausgerechnet jetzt und hier zu verlangen, dass seine Meinung so ganz anders als die seiner Landsleute in der Frage wäre. Und wäre er doch anders, also schwulenfreundlich, dann hätten seine Mitbürger ihn garantiert gar nicht ausgewählt und nach Kopenhagen nicht geschickt, weil für einen Schwulen gehalten hätten.


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