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Philadelphia verliert eine Institution: Ed Hermance gibt am Internationalen Tag gegen Homophobie seinen Buchladen "Giovanni's Room" auf

"Giovanni's Room" in Philadelphia gibt am 17. Mai nach 41 Jahren seinen Geschäftsbetrieb auf.

Ed Hermance, seit 1976 Besitzer des heute ältesten schwulen Buchladens der USA, traf die Entscheidung in der vergangenen Woche aus wirtschaftlichen Gründen, berichtet das Magazin "Philadelphia Gay News". Seit Anfang des Jahres habe sein Unternehmen zwischen 10.000 und 15.000 US-Dollar Verlust gemacht. Ein zuvor angedachter Verkauf des Ladens war gescheitert.

"Giovanni's Room" wurde nach dem gleichnamigen schwulen Roman von James Baldwin benannt. Zu dem festen Bestand des Ladens mit vier Angestellten gehören über 7.000 Bücher. Er liegt heute nach zwei Umzügen mitten im Szeneviertel von Philadelphia. Dort erinnert seit Oktober 2011 eine Gedenktafel der Pennsylvania Historical and Museum Commission an die Gründung des ältesten US-Buchladens mit queerem Schwerpunkt.

Bereits 2009 hatte der legendäre Oscar Wilde Memorial Bookshop in New York City nach rund 42 Jahren schließen müssen (queer.de berichtete). (cw)



#1 FelixAnonym
  • 29.04.2014, 15:16h

  • Sehr schade!

    Wieder ein Stück schwuler Kultur und Geschichte, das schließen muss.
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#2 AlexAnonym
  • 29.04.2014, 15:27h
  • Antwort auf #1 von Felix

  • Kaputt gemacht von riesigen Discount-Ketten wie Amazon (in den USA gibt es keine Buchpreisbindung) die auf den Rücken ihrer Beschäftigten Profite machen, wo kleine faire Fach-Händler nicht konkurrieren können.
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#3 PeerAnonym
#4 So WhatAnonym
  • 29.04.2014, 17:49h

  • Hierzulande trotz Buchpreisbindung leider nicht viel anders. In memoriam Ganymed/Zeus in Köln, Max und Milian in München und Oscar Wilde in Frankfurt...
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#6 BücherwurmAnonym
  • 29.04.2014, 18:18h
  • Antwort auf #4 von So What
  • Ja, die Buchpreisbindung verlangsamt nur die Prozesse, kann sie aber nicht ganz aufhalten.

    Zumal hier auch solche Konzerne wie Amazon & Co alles tun, um doch noch irgendwie die Buchpreisbindung zu umgehen - da gibt es einige Tricks. Und dass Amazon auch hierzulande Profite auf Kosten seiner Mitarbeiter maximiert und damit Konkurrenten kaputt macht, wissen wir ja auch aus den Medien. Die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind überall auf der Welt miserabel.

    Solange es irgendwie geht, werde ich bei meinen kleinen Buchhändlern vor Ort kaufen. Mit super Beratung, erstklassigem Service, nettem Ambiente, etc.
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#7 sperlingAnonym
  • 30.04.2014, 01:10h
  • Antwort auf #2 von Alex
  • der witz ist doch, dass alle rumjammern, dass die kleinen läden kaputt gehen, aber trotzdem ihren ganzen krempel online bestellen - am besten noch, nachdem sie sich im kleinen inhabergeführten laden eine halbe stunde lang über das produkt haben beraten lassen, das sie dann bei amazon ordern, weil's da zehn cent weniger kostet.

    ich kaufe meine bücher nur noch bei der buchladenkooperative hier vor ort. da weiß ich, dass ich mit meinem geld gute und faire arbeitsbedingungen finanziere. und die leute sind so freundlich und entspannt, dass ich bei jedem einkauf ein bisschen gute laune mit dazu bekomme.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 LedErich
#10 Julian SAnonym
  • 01.05.2014, 16:40h
  • Antwort auf #7 von sperling
  • Ich nicht!

    Nicht nur aus ideellen Gründen (Lohndumping, etc.) und weil dann die Innenstädte verarmen.

    Sondern mir ist das auch einfach zu unsicher. Und wenn man mal was zurückschicken muss auch zu lästig.

    Und da ich selten zuhause bin, wenn die Pakete kommen, kann ich dann meistens zur Post rennen und ewig in einer Schlange warten.

    Nein danke, ich kaufe alles im Laden. Und bei großen Teilen (Fernseher, etc.) liefern die auch und schließen das sogar noch an und nehmen das Altgerät zur Entsorgung mit.
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